Dienstag, 19. Juni 2018

Pressemitteilung (Sperrfrist: 31.03.2018)

Ökumenisches Netzwerk „Initiative Kirche von unten“ (IKvu) beantragt Aufnahme der Katholischen Lehre in das Weltkulturerbe

Frankfurt am Main

Das ökumenische Netzwerk „Initiative Kirche von unten“ (IKvu) hat bei der UNESCO die Aufnahme der Katholischen Lehre (Doctrina divina) in das immaterielle Weltkulturerbe beantragt.


„Die katholische Lehre hat das westliche Denken und die abendländische Kultur über einen Zeitraum von beinahe 2.000 Jahren nachhaltig geprägt“, so Dr. theol. Uwe-Karsten Plisch, 2. Vorsitzender des ökumenischen Netzwerks, in Frankfurt am Main, „mehr als jedes andere europäische Denk- oder Lehrgebäude.“ Mit dem Ersten Vatikanischen Konzil 1869-1870 in Rom und seinen Beschlüssen kam die Entwicklung der Katholischen Lehre zu ihrem Abschluss. „Mit dem Beschluss, die Entscheidungen des päpstlichen Lehramtes als unfehlbar zu betrachten, hat sich die Katholische Lehre faktisch aller Korrekturmöglichkeiten beraubt“, so Uwe-Karsten Plisch, „und wurde nicht nur zu einem in sich geschlossenen, sondern auch zu einem historisch abgeschlossenen Denksystem. Als solches und wegen seiner herausragenden Bedeutung für das abendländische Denken verdient es, unter immerwährenden Schutz gestellt zu werden.“

Dr. Sebastian Dittrich, Erster Vorsitzender des Netzwerks, ergänzt: „Gerade im historischen Rückblick auf ein geschlossenes und abgeschlossenes Denkgebäude ist für die Geschichte des menschlichen Denkens und seine Weiterentwicklung außerhalb geschlossener Systeme noch viel zu lernen.“ Dieser Lernprozess soll durch den UNESCO-Antrag angeschoben und nachhaltig unterstützt werden.