Donnerstag, 30. März 2017

TAGUNG: Rohstoffe und Energie in Südafrika

Probleme, Alternativen und die Rolle Deutschlands

10. + 11. Februar 2017 CJD Bonn, Graurheindorfer 149, 53117 Bonn
 
Das Massaker an den Minenarbeitern von Marikana, das weltweit für Entsetzen sorgte, ist aus den Schlagzeilen längst verschwunden. Doch die Grundproblematik hat sich kaum verändert. In Platin-, Gold- und Kohleminen werden nicht nur Arbeitsrechte massiv verletzt. Die Wasserverseuchung, Luftverschmutzung und Vertreibungen führen auch zu systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den umliegenden lokalen Gemeinschaften. Ähnliches gilt für Kohlekraftwerke und andere Megaprojekte zur Energiegewinnung. Umwelt, Klima und Menschenrechte stehen dabei in einem engen Zusammenhang.
 
Auch deutsche Unternehmen tragen für manche dieser Missstände eine
Mitverantwortung: Als Importeure von Platin und Kohle und Exporteure von Kohletechnologie haben sie in den vergangenen Jahren mitunter gute Geschäfte gemacht und dabei die ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Implikationen weitgehend ignoriert. Auch die Bundesregierung hat durch Außenwirtschaftsförderung für Kohlekraftwerke eine unrühmliche Rolle gespielt.
Expert_innen südafrikanischer und deutscher NRO und Bewegungen berichten auf der Tagung anhand konkreter Fälle über ökologische und menschenrechtliche Probleme im südafrikanischen Rohstoff- und Energiesektor, analysieren die Verantwortung von Unternehmen und Regierungen. Zugleich stellen sie Ansätze zu einer zukunftsfähigen Transformation vor, die den Menschen und der Umwelt gerecht werden. Im Kontext des Klimaabkommens von Paris, des deutschen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte und der deutsch-südafrikanischen Energiepartnerschaft werden überdies Möglichkeiten diskutiert, wie Deutschland einen positiven Beitrag zu dieser Transformation leisten kann.
 
Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns über ihre Teilnahme. Ein Programm mit Referent_innen und Diskutant_innen folgt in Kürze. Für Rückfragen oder Anmeldungen steht Ihnen Laura Wunder unter laura.wunder@kosa.org gerne zur Verfügung. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!
 
(KASA, KOSA, Brot für die Welt, Misereor, MÖWe und Südafrika Forum)