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Initiative Kirche von unten |
KirchenVolksBewegung |
"Ökumene wächst von unten!"
Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll
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Sehr geehrter Herr
Pfarrer!
Aus Österreich ein kurzer Gruß - viele von uns denken an Sie und würden
wünschen, dass das, was Sie gemacht haben, auch wirklich öffentlich
möglich wird - ohne kirchenrechtlich böse Konsequenzen. Im Geheimen
geschieht es ja doch immer wieder, aber kaum einer traut sich das
öffentlich. Wir wünschen uns alle, dass unsere Hierarchie mehr auf den
Heiligen Geist vertraut, "der weht wo er will", und sich nicht ängstlich
hinter irgendwelchen alten Paragraphen versteckt.
Ganz liebe Grüße, Gertrude D.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll, lieber Bruder im Amt,
als Hochschulpfarrerin und –pfarrer an der Evangelischen
Hochschulgemeinde der TU München möchten wir Ihnen unsere ungeteilte
Solidarität mitteilen. Ihre Suspendierung nach der Teilnahme am
Abendmahl der Evangelischen Gethsemanekirche Prenzlauer Berg in Berlin
hat bei uns große Betroffenheit hervorgerufen. Wir können nicht
nachvollziehen, wie dies mit dem Geist der Offenheit, der
Geschwisterlichkeit, die allgemein auf dem Ökumenischen Kirchentag zu
spüren war, zu vereinen ist.
Als Mitbeteiligte und Predigerin des ersten Gottesdienstes kann ich nur sagen, dass ich selten einen so gesegneten, vom Geist Gottes durchdrungenen Gottesdienst erlebt habe, wie dort in der Gethsemanekirche. Dies hat uns beide bestärkt in der Hoffnung, dass Christinnen und Christen heute immer noch eine wichtige Botschaft zu übermitteln und vor allem vorzuleben haben. Wie lässt sich die Große Einladung, die Jesus selbst gelebt hat, einschränken durch einen von Menschen verfassten Codex Juris Canonici? Wer ist hier Meister und wer ist hier Jünger bzw. Jüngerin?
Wir möchten Sie deshalb mit allem, was in unserer Kraft steht, unterstützen, schließen Sie in unsere Gebete ein und hoffen mit Ihnen sehnsüchtig auf den Tag, wenn alle Christinnen und Christen einander in Eucharistischer Gastfreundschaft begegnen werden.
Ihre Dr. Brigitte
Enzner-Probst
Hochschulpfarrerin TU München
Sehr geehrter Pfarrer
Kroll, sehr geehrter Prof. DDr. Hasenhüttl,
wenn auch mit großem zeitlichem Abstand so doch von Herzen Ihnen beiden
einen Gruß, einen Dank und ein Zeichen der Verbundenheit für Ihr
jeweiliges Handeln beim ÖKT! Dass Sie öffentlich das taten, was (meist)
im Stillen vielerorts Praxis ist, ist ein mutiger Schritt gewesen, von
dem ich hoffe und wünsche, dass Sie ihn nie bereuen werden (müssen)! Ich
bin sicher, für viele Menschen in unseren Kirchen waren die gemeinsamen
Feiern ein wichtiger Schritt auf dem weiten Feld der Oekumene - so auch
für mich.
Seit 23 Jahren in einer konfessionsverbindenden Ehe lebend, seit 16 Jahren gemeinsam mit meinem Mann Mitglied in einem Säkularinstitut, das jetzt auf dem Weg ist, die Strukturen so zu verändern, dass es kirchenrechtlich korrekt ökumenisch sein kann und vor einem Jahr zur Pfarrerin meiner Landeskirche ordiniert, bewegt mich die Oekumene auf vielen Ebenen, habe ich viel Positives und manches Schmerzliche erfahren. Für diesen Weg braucht es immer wieder Hoffnungszeichen, Nahrung für die Seele und die Sehnsucht - manches auf dem ÖKT zählte dazu, sicher auch Ihr Bekennen zu Christus als dem, der uns an seinen Tisch einlädt.
Ihnen Kraft, Mut, Ausdauer auf Ihrem jeweiligen Weg, vor allem in allem Gottes Segen, Gabriele H.
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich bin mit Ihrem Verhalten auf dem Ökumenischen Kirchentag voll
solidarisch. Weiter so!
Mit freundlichen Grüßen, Erich E.
Hier unser Brief an deinen Bischof zu deiner Unterstützung und wir wünschen dir viel Mut:
Monseigneur,
Les prêtres - ouvriers de la Région Est de la France ont été
profondément choqués de la sanction infligée à leur confrère, M. le Curé
Bernhard Kroll. Nous estimons qu'il y a des moyens plus évangéliques de
traiter les débats théologiques et pastoraux entre chrétiens.
L'exclusion n'est pas une solution chrétienne. Nous attendons donc le
rétablissement de ce prêtre dans tous ses droits et que l'Eglise
poursuive les efforts de rapprochement avec les autres confessions
chrétiennes.
in Christo, Jean-Marie und Madeleine Villaume
Sehr geehrter Herr Kroll,
die gegen Sie ausgesprochene kirchliche Bestrafung finde ich
unerträglich; wie viele andere finde ich den Schritt, den Sie gegangen
sind, richtig - im Sinne des Evangeliums jedenfalls.
Viele Grüße, Prof. DDr. Norbert Mette
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll!
Auf der Heimfahrt vom Ökumenischen Kirchentag, der ein grandioses und
hoffnungsvolles Erlebnis war, diskutierten wir zu vier engagierten
Katholiken und dem Ortspfarrer über den verbreiteten Wunsch nach
gemeinsamer Abendmahlsfeier. Sie sind - ich bin überzeugt, daß man Ihnen
später rechtgeben wird - in vorauseilendem Gehorsam vorangegangen, und
das ist aller Achtung wert.
Ein Gesprächspunkt auf der Zugfahrt war der Umstand, daß der Papst in seiner Eucharistie-Enzyklika sein Eucharistieverständnis an der Amtsfrage festmacht. Wenn man als halbwegs theologisch gebildeter Mensch weiß, daß die Ämterstruktur in der jungen Christenheit sich erst ganz allmählich herausgebildet hat, so fragt man sich, ob die Christen jahrzehntelang und länger überhaupt gültig kommuniziert haben. Eine absurde Vorstellung!
Die theologisch nicht zu rechtfertigende Trennung beweist, soweit sie von unserer Kirchenleitung zementiert wird, daß es letztlich um die Ämterstruktur, d.h. die Hierarchie in der Kirche geht. Wäre es anders, so müßten unsere ökumenischen Bemühungen bei den uns am nächsten stehenden Altkatholiken ansetzen. Aber die haben eben das Unfehlbarkeitsdogma nicht angenommen, was wohl in den Augen Roms unverzeihlich ist, und überdies eine synodale Kirchenstruktur. So sollen wir uns als Christen wohl dem Islam nähern, aber nicht denen, die uns am nächsten stehen!
Nichts wird von der Kirchenleitung entschlossener verteidigt als die Ämterstruktur. So kann ein anglikanischer Priester katholisch werden, sein Amt ausüben und verheiratet bleiben, denn das ist noch Ausnahme und nicht die Regel. Aber ein katholischer Pastoralassistent, der ein volles theologisches Studium hinter sich hat und in unsere Kirche hineingetauft wurde, kann nicht Priester werden, wenn er sich nicht dem Zölibatsgesetz unterwirft. Das alles ist Ihnen nicht neu, aber ich mußte es einmal aussprechen.
Mit den besten Wünschen für Ihre baldige Rehabilitation, auch vom Rest meiner Familie, grüße ich Sie als eine vielfach bekümmerte Katholikin Anita S., Merzhausen (bei Freiburg)
Nous ne pouvons attendre que les responsables de l'Eglise catholique (non élus) aient décidé qu'après tout on pouvait bien s'entendre avec nos frères protestants. Les Croyants sont bien assez grands pour travailler ensemble à faire naître l'humanité nouvelle que Jésus veut promouvoir à travers eux.
Félicitations au Père Bernhard KROLL qui a prononcé l’homélie pendant la célébration oecuménique qui a eu lieu à Berlin, le 31 mai 2003. Nous, chrétiens, avons aujourd'hui le devoir de prendre des initiatives sans devoir demander chaque fois à un évêque une autorisation qu'il ne pourra accorder étant donné sa peur d'une dénonciation à Rome par des conservateurs.
D'autre part nous devons revoir notre conception de l'Eucharistie, notamment cette conception de la présence réelle. Ce n'est pas "ceci, ce bout de pain, c'est mon corps physique", non, mais plutôt "ce geste du partage (hoc)que je fais pour vous, c'est cela qui construit mon corps ecclésial, cette humanité nouvelle".
D'ailleurs on sait bien aujourd'hui que les dits "miracles" de la multiplication des pains", sont autant de gestes de partage. Lorsque nous nous réunissons avec des amis pour célébrer, chacun apporte ensuite de quoi prendre un repas partagé fraternel. Et il en reste toujours abondamment.
Ainsi les disciples qui ont suivi Jésus pour l'écouter ont été invités à partager le pain, les figues, le vin, les poissons séchés... qu'ils avaient chacun apportés; et le partage a produit qu'il en est resté de quoi remplir la corbeille de chacun des 12. Nous nous sommes appesantis sur ce bout de pain devenu une hostie insignifiante,alors qu 'il fallait s'appesantir sur l'invitation au partage fraternel qui, lui, construit l'humanité nouvelle.
Bonne route, Paul Canonge
PS. Vous pourrez bientôt trouver des développements de cette réflexion sur le Site http://perso.wanadoo.fr/chrétiens.daujourdhui/
Als evangelischer
Religionslehrer in Köln solidarisiere ich mich ausdrücklich mit dem
ökumenisch weitsichtigen Verhalten von Pfarrer Bernhard Kroll. Ich
möchte ihm hiermit mitteilen, dass es viele ermutigende Zeichen auch in
den Kölner katholischen und evangelischen Gemeinden gibt, die
eucharistische Gastfreundschaft an bestimmten Feiertagen ganz
selbstverständlich zu praktizieren. Das Verhalten des Episkopates lässt
nur eine Schlussfolgerung zu: Seid so "subversiv" wie nur irgend möglich
und praktiziert das, wozu uns Jesus aufgerufen hat, denn "wo zwei oder
drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen",
egal ob katholisch, orthodox oder evangelisch!!!
Mit solidarischen Grüßen, Wolfgang Petzke
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich denke jeden Tag an Sie und hoffe das Sie gute Freunde in Ihrer Nähe
haben.Meine Solidarität will ich mit dieser mail zum Ausdruck bringen.
Ich war mit drei Freunden gemeinsam auf dem Kirchentag in Berlin. Wir
haben dort eine gute Gemeinschaft erlebt, an allen Orten und bei den
verschiedensten Veranstaltungen. In den heutigen Zeiten in denen uns
unsere Medien jeden Tag Mord, Totschlag und Terrorismus in die
Wohnzimmer liefern tut es gut gemeinsame, liebevolle und gegenseitige
Achtung und Toleranz zu erleben. Die Kräfte die in der Katholischen
Kirche die Intoleranz betreiben schaden unser aller Wunsch nach Frieden
und Verständigung.
Mit solidarischen Grüßen, Thomas M.
Lieber Herr Pfarrer,
wir erklären uns mit Ihnen und Prof. Gotthold Hasenhüttl solidarisch,
denn wir sind bunt gemischt in unserem Team und uns verbindet dennoch
der gemeinsame Glaube an Gott. Bitte, sagen Sie uns, wie wir Ihnen am
besten beistehen können und wir werden es tun.
Mit herzlichen Grüssen aus Heidelberg
Ihr Rainbowlights Team
Ulla Wenzel-Lyding
Liebe Glaubensgeschwister,
heute abends habe ich in der Radiosendung "Religion aktuell" auf Ö 1
gehört, daß Pfarrer Kroll von seinem Bischof in ein Kloster geschickt
worden ist, damit er "nachdenken und bereuen" könne. Es wurde ferner
gesagt, daß Pfarrer Kroll zu seiner Entscheidung stehe und er die
Auffassung vertrete, daß Eucharistie eben nicht nur ein geweihter
Priester feiern könne.
Ich habe - damals noch Glied der röm.-kath. Kirche - Ostern 1985 am evang.-luth. Abendmahl im rechten Glauben teilgenommen, zuvor allerdings vor meinem Gewissen das geistliche Amt der evang. Kirche als dem kath. gleichwertig anerkannt. Aufgrund schmerzhafter Erfahrungen mit der Hierarchie war ich damals nahe daran, meinen Glauben aufzugeben. Ich verdanke es einem evang. Gemeindepfarrer, der, ohne es zu wissen, mich durch sein persönliches Glaubenszeugnis davor bewahrt hat, in einen Abgrund zu stürzen. Fast ein Jahr lang genoß ich ökumenische Gastfreundschaft, nahm an einem Bibelseminar und Bibelabenden teil und jeder Sonntagsgottesdienst mit Abendmahlsfeier war ein schönes Erlebnis für mich.
Ich kann Pfarrer Kroll gut verstehen und ich habe wiederholt Vertretern des Lehramts klarzumachen versucht, daß es absurd ist, von der "Ungültigkeit" eines Sakraments zu sprechen, weil allein der rechte Glaube ausschlaggebend ist. "Glaubst du, so hast du" hat schon Martin Luther gesagt - und das gültigste r.k. Sakrament nützt nichts, wenn der rechte Glaube fehlt. Ich habe Bischöfe wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die freie und souveräne Gnade Gottes nicht ausschließlich an die Wandlungsgewalt des r.k. Priesters gebunden und dem immer größeren Gott nicht vorgeschrieben werden kann, wie, wann und wo er wirken darf.. Die angeblich unfehlbaren Herren der Chefetage wissen aber alles besser und berechtigte Anfragen pflegen sie zu ignorieren.
Ich war sehr berührt von der Radiomeldung und wünsche dem Pfarrer Kroll von ganzem Herzen: Möge der Herr ihm die Kraft schenken, den aufrechten Gang zu bewahren. Ich halte es bereits für bischöfliche Unverschämtheit, Reue (worüber eigentlich?) dort zu verlangen, wo nichts zu bereuen ist!
Mit herzlichen Grüßen, auch an die verwaiste Gemeinde, verbleibt Hanna Grafeneder (Wien)
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich bewundere Ihren Mut und erkläre mich mit Ihnen solidarisch. Als
Katholik habe ich 1986 über Luther promoviert (Alltagssprache und
religiöse Sprache bei Luther), also auch ein ganz kleines Stückchen
Ökumene gelebt. Dass das Thema in beiden Kirchen bis heute nicht - außer
bei Gedenktagen - relevant zu sein scheint, hat dann schon etwas
frustriert. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Ich wünsche Ihnen
Kraft und Durchhaltevermögen sowie IKvu und "Wir sind Kirche", dass sie
Erfolg haben.
Mit freundlichen Grüßen, PD DR. Helmut Ebert
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Ihr Mut und Ihre Entschiedenheit setzen ein Klares Zeichen! Erinnern Sie
sich und vielleicht auch Ihren Bischof daran, mit wem Jesus beim
Abendmahl zusammen gesessen hat. Da war ein Verräter dabei, von dem er
wusste, er würde ihn in Kürze ans Messer liefern! Da war ein Verleumder
dabei, von dem er wusste, er würde ihn dreimal verleugnen, bevor der
Hahn kräht! Und Jesus hat gerne mit ihnen das wirklich erste Abendmahl
gefeiert. Heute sind wir leider so weit, dass uns Kirchenobere
vorschreiben, dass wir, die wir alle Christen sind und an den selben
Gott glauben (aber halt leider nicht alle an den selben Papst und den
selben Bischof) nicht mehr miteinander Abendmahl feiern dürfen. Nach
meinem festen Verständnis ist dies zutiefst unbiblisch. Sie haben
RICHTIG GEHANDELT! Wenn uns Menschen (und sei es ein Bischof oder der
Papst) verbieten, mit unseren Mitchristen Abendmahl zu feiern, dann
müssen wir den Mut haben, uns auf Jesus selbst zu berufen.
GOTT MIT IHNEN, Martin S.
Sehr geehrter Herr Kroll,
als "gelernter DDR-Bürger", ich bin 51, habe ich spätestens 1989
gelernt, dass man sich in seiner Meinung nicht verbiegen lassen soll.
Auch wenn es gegen die Meinung der so genannten Obrigkeit geht. Gerade
in den gegenwärtigen Zeiten, in denen immer öfter der Sitten- und
Werteverfall innerhalb der Gesellschaft beklagt wird, ist eine klare
Entscheidung für den Menschen, für die Gemeinschaft von immenser
Bedeutung. Auch Kirche ist Tätigkeit mit den Menschen und für den
Menschen. Dies sollten auch alte Männer begriffen haben. Im diesen Sinne
- bleiben Sie standhaft!
Als "ungläubiger" Bürger, Guntram Pötzsch
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
die Landesarbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen bei Bündnis
90/Die Grünen Hessen dankt Ihnen für Ihr engagiertes Eintreten für die
Ökumene beim Kirchentag in Berlin. Wir bedauern sehr, dass Sie dafür von
Ihrem Ortsbischof aus Ihren Ämtern als Pfarrer von Großhabersdorf und
als Geistlicher Leiter der Katholischen Jungen Gemeinde im Bistum
Eichstätt beurlaubt worden sind. Wir erklären uns hiermit solidarisch
mit Ihnen und wünschen Ihnen, dass Sie vollständig rehabilitiert werden
und der ökumenische Weg von engagierten Christinnen und Christen
erfolgreich weiter beschritten wird.
Mit christlich-grünen Grüßen, Jürgen Merz
(Sprecher der LAG Christ/innen)
Lieber Bernhard,
hier unser Brief an Deinen Bischof zu Deiner Unterstützung und wir
wünschen dir viel Mut.
in Christo, Jean Luc Mangeart
Animateur régional des prêtres / ouvriers de l'Est (France)
A Monseigneur Walter
Mixa
Evêque du Diocèse Eichstaett
Monseigneur,
Les prêtres - ouvriers de la Région Est de la France ont été
profondément choqués de la sanction infligée à leur confrère, M. le Curé
Bernhard Kroll. Nous estimons qu'il y a des moyens plus évangéliques de
traiter les débats théologiques et pastoraux entre chrétiens.
L'exclusion n'est pas une solution chrétienne. Nous attendons donc le
rétablissement de ce prêtre dans tous ses droits et que l'Eglise
poursuive les efforts de rapprochement avec les autres confessions
chrétiennes.
in Christo, Jean Luc
Mangeart
Animateur régional des prêtres / ouvriers de l'Est (France)
Lieber Herr Kroll,
Gott möge Sie mit allem Guten segnen! Wir schließen Sie in unsere Gebete
ein und merken: es ist gut, dass wir so miteinander verbunden sind.
Dort, wo die Kirchen den Menschen Wege zueinander versperren, baut Gott
eine Brücke, die die Gräben überspannt. So können wir gemeinsam gehen.
Und das ist notwendig. Wir sind dankbar für die gemeinsamen
Gottesdienste in der Gethsemanekirche.
Jochen und Dörte A., Berlin
Salve Pfarrer Kroll,
wir waren direkt beim gemeinsamen Abendmahl in der Gethsemane Kirche
dabei und sie erinnern sich sicher an den Beifall, den sie für ihren
mutigen Schritt bekommen haben. Wir als Kirchenvolk haben es ja relativ
einfach! Im Pfarrgemeinderat habe ich Zeugnis gegeben für die Teilnahme
zusammen mit meiner Frau, und unser Pfarrer erkennt wohl, dass der
heilige Geist sowohl einen rechten als auch einen linken Flügel braucht,
um fliegen zu können ...
Oder wie Marx schon sagte: Entwicklung ist Kampf von Widersprüchen ...
Auch der Widerspruch ihres Bischoffs bringt Entwicklung! (Wir sammeln
Unterschriften)
Gottes Segen ist mit Ihnen, Schalom vom Schloß Wernigerode / Harz
Kornelia und Peter S.
Ich unterstütze sie voll
und ganz. Nur so ist eine Kirche eine lebendige Kirche.
Brigitte L.
Ich unterstütze die
Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll natürlich vom Herzen. Wir alle
müssen ihm kräftig unterstützen.
Liebe Grüsse, Dr. Margriet G., Amstelveen (Niederlande)
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Ich möchte Ihnen hiermit meinen Dank sagen für ihr mutiges Zeugnis beim
ÖKT. In dem, was sie getan haben und wie sie gehandelt haben. Denn nur
wenn wir als Christen und Christinnen einander nicht ausgrenzen, sondern
die Einladung Jesu an seinen Tisch für jedeN offenhalten (und zwar ganz
offiziell, wahrnehmbar für jedeN), können wir glaubwürdig sein und in
dieser Welt ernstgenommen werden. Ich grüße Sie mit Worten aus dem 2.
Korintherbrief 3: Ihr seid ein Brief Christi - geschrieben nicht mit
Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes.
Mit herzlichen Grüßen, Gudrun Luise H., Bad Schönborn
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
als Teilnehmer am ökumenischen Leistungskurs Religion an unserer Schule
und als Person, die für die Ökumene ist, mochte ich Ihnen viel Gluck
wünschen bei Ihrer weiteren Tätigkeit als Pfarrer und hoffen, dass Ihr -
praktisch gesehen über Sie verhängte - Berufsverbot aufgehoben wird.
Religion und Ökumene leben auch von Menschen wie Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen, Stefan K.
In dem Artikel "Ein
Abendmahl mit Folgen" im Publik-Forum Nr. 12/2003 (Seite 35) erklärt
Herr Seiterich-Kreuzkamp, "wie wenig klar identifizierbare evangelische
Stimmen sich solidarisch mit dem Priester zeigen". Nun, ich bin
evangelisch und betone mein Mitgefühl mit Pfarrer Kroll und wünsche ihm
und vor allen Dingen seinen Vorgesetzten Gottes Segen und Ratschluss zu
einer Entscheidung, die vielleicht noch einmal revidiert werden kann. Es
ist ja auch nicht besonders mutig von einem evangelischen Christen in
dieser Frage Solidarität mit einem katholischen Geistlichen zu zeigen,
da mir meine Kirche für meine berufliche Praxis keine Konsequenzen
androht, menschlich aber geht mir das Schicksal nah, auch wenn ich hier
in Essen erst durch den Artikel im Publik-Forum erfahre.
Berthold Basten, Essen
| Sehr geehrter Herr
Pfarrer Kroll, ich möchte als Präsidentin des Evangelischen Kirchentages mit diesen Zeilen auch meine Solidarität mit Ihnen zum Ausdruck bringen. Sie haben an einem evangelischen Abendmahl teil genommen, das wir zwar nicht in das Programm des Ökumenischen Kirchentages aufnehmen konnten, das aber nach evangelischem Verständnis ein vollgültiges Abendmahl mit offener Einladung für alle getauften Christen war. Dass dieser Gottesdienst von Ihrem zuständigen Bischof Dr. Mixa als eine "verbotene Gottesdienstgemeinschaft" eingestuft wurde, empfinde ich als evangelische Christin als eine Verletzung unserer ökumenischen Gemeinschaft, die wir in Berlin erreicht hatten und die die Grundlage des in den letzten Jahren gewachsenen Vertrauens zwischen den Kirchen ist. Wir haben in allen Phasen der Vorbereitung und Durchführung des Ökumenischen Kirchentages den gegenseitigen Respekt vor den jeweils anderen Traditionen zur Grundlage der Zusammenarbeit gemacht. Diesen Respekt sehe ich mit den scharfen Sanktionen gegenüber Pfarrer Kroll verletzt und bedaure das zutiefst. Mit freundlichen Grüssen, Ihre Elisabeth Raiser |
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
da ich nach dem Kirchentag sofort in Urlaub fuhr, kann ich erst heute
meine Grüße und Solidaritätsbekundung schicken. Ich finde es großartig,
mit welchem Mut Sie in Berlin aufgetreten sind und hoffe für Sie, daß
Sie bald keine weiteren äußeren Nachteile haben werden und IHREN Weg
weitergehen können. Ich bin ganz sicher, daß unsere christliche Kirche
viele Menschen wie SIE braucht.
Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen, Martina G.
Dear Fr. Kroll,
I have just read on Internet the report "Ein Abendmahl mit Folgen"
(Publik-Forum). While reading several thoughts crossed my mind. I write
as a practising, committed Roman Catholic of the 21st century, so after
the publication of the sixteen documents of Vaticanum II (1962-1965). I
agree with your action.
Yours sincerely, Johan F J Jansen, Leidschendam (Niederlande)
Lieber Amtsbruder Kroll,
eben habe ich mich beim
Diskussionsforum gemeldet und nun möchte ich Ihnen sagen, dass ich
als evangelische Pfarrerin auf Ihre Seite stehe und finde, dass Sie sehr
mutig waren. Ich denke, nur so kommt etwas in Gang. Ihnen selber wünsche
ich, dass Sie dies alles unbeschadet überstehen, seelisch und auch
finanziell! Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht unter Druck gesetzt werden
und bete für Sie und trotz allem auch weiterhin für die Einheit der
Kirche. Ich selber habe, was Ökumene in Theorie und Praxis angeht, auch
so einiges erlebt.
Herzliche Grüße und Gott befohlen!
Pastorin Beate Balling, Thüringen
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Ihrem Mut und Ihrer Konsequenz, mit der Sie Ihre ökumenische Überzeugung
beim Kirchentag in Berlin vertreten haben, gehört unser Respekt. Wir
möchten Ihnen für Ihr Handeln unsere Solidarität aussprechen. Wie Sie
sehen wir die dringende Notwendigkeit zur Verwirklichung der
Eucharistischen Gastfreundschaft. Deshalb haben wir im Vorfeld des
ökumenischen Kirchentags eine entsprechende Resolution im Dekanatsrat
verabschiedet und an die für uns zuständige Diözesanleitung gesandt. Wir
wünschen wir Ihnen weiterhin Mut und Kraft und Gottes Segen und
Beistand, in den schwierigen Tagen und erwarten, dass Bischof Mixa die
über Sie verhängte Suspendierung zurücknimmt.
Für den Vorstand des Dekanatsrats Heidelberg: Ursula Amann (Vorsitzende)
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
die Nachricht über Ihre Zwangsbeurlaubung hat uns sehr betroffen. Als
Christen in der katholischen Diaspora ist für uns das ökumenische
Miteinander, auch beim Abendmahl, eine Selbstverständlichkeit. Im
heutigen Friedensgebet haben wir als "Text der Gegenwart" Auszüge aus
Ihrer Predigt vom 31.05.2003 vorgelesen. Ihr Bild von der
Tischgemeinschaft weist weit über die konfessionellen Grenzen hinaus. So
erscheint uns auch das gemeinsame Abendmahl ein Zeichen, dass sich
Christen gemeinsam einsetzen wollen für eine gerechtere Welt. Angesichts
dieses gemeinsamen Zieles ist die Reaktion Ihres Bischofs engstirnig und
nicht nachvollziehbar. Diese Entscheidung macht es auch uns schwerer,
unseren Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
in der Gesellschaft glaubwürdig zu vertreten, weil sie die
Glaubwürdigkeit der Kirche untergräbt. Ihre Haltung und die große
Solidarität mit Ihnen bestärken uns aber in der Gewissheit, dass die
Einheit der Christen in den Gemeinden schon Wirklichkeit ist. Wir
wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und schließen Sie
in unser Gebet ein.
Ökumenischer
Friedensgebetskreis Lippe-Detmold:
Sabine N., Elsabeth H., Hedwig E., Ursula S., Agnes S., Günther S.,
Christel R., Angelika H., Hildegard T., Maria B.-K., Norbert K., Dieter
S., Maria S., Dorothee S., Maria F., Toni S.
Au comité de soutien de B.
Kroll,
en solidarité entière avec le père B.Kroll, je vous communique le
courriel que j'ai envoyé à l'évêque Mixa. Merci de m'informer de la
suite de votre initiative. En communion de prière oeucuménique avec vous;
Alain Cabantous, Paris, France
Monsieur l'évêque,
la décision disciplinaire que vous venez de prendre à l'encontre du père
Bernahrd KROLL donne, une fois de plus - et c'est une habitude sous le
pontificat de J.P.II- de l'Eglise hiérarchique une lamentable image ,
celle d'une institution à bout de souffle, encore arcboutée sur les
principes du concile de Trente et qui ne sait résoudre (?) les questions
théologiques, ecclésiologiques et éthiques que par le refus, l'exclusion,
la condamnation. Mais où sont,dans ces mesures brutales,l'esprit
évangélique, l'écoute, le partage, la charité et la miséricorde envers
son prochain?
C'est aussi votre parole publique et celle du magistère et de la clique ultra-conservatrice de la curie, qui se trouve complètement décrédibilisée auprès de nos contemporains. Vous croyez encore que c'est à coup d'interdits et de discipline que vous ferez "entendre" la Bonne nouvelle; Où est donc la faute si grave de B.Kroll sinon d'avoir eu le courage de croire que le seul avenir de nos églises n'est pas dans le catholicisme romain comme l'a écrit avec perversité Ratzinger dans Dominus Jesu mais bien dans l'oeucuménisme chrétien et reconnu. Que d'efforts sur le terrain sont ruinés à cause des mesures prises par des "monsignori" qui ne sortent pas beaucoup des sacristies. Nous catholiques, souffrons de plus en plus de ces comportements et sommes de plus en plus nombreux à quitter cette église sourde et aveugle. C'est peut-être ce que vous souhaitez. Ne voir qu'une tête.
Vous aurez, vous aussi
comme nous tous, probablement à rendre compte au Seignuer de votre
attitude de fonctionnaire frileux et aux ordres du Vatican; La prière et
l'appel à un dialogue avec B.Kroll ont-ils vraiment un sens encore pour
vous? Je n'ai pas envie de vous saluer parce que vous tuez peu à peu
l'espérance.
Alain Cabantous
Lieber Pfarrer Kroll!
Es war ein sehr schöner, tiefgehender Gottesdienst für mich, auch wenn
(vor Freude) manche Worte zerklatscht wurden. In "meiner" Gemeinde
endlich auch das gemeinsame Mahl feiern zu können - ich hatte es schon
aufgegeben, darauf zu hoffen. Es war ein Signal von katholischer
Leitungsebene für mich als Evangelische, das Sie gesetzt haben - und die
Signale dagegen, ich hoffe, sie bleiben für Sie ertragbar.
Vielen Dank, Barbara Degen
Lieber Pfarrer Kroll,
wir möchten Ihnen unsere Solidarität mitteilen und halten die Reaktion
der Kirchenleitung für falsch. Seit 21 Jahren leben wir als
konfessionsverbindendes Ehepaar zusammen und fühlten uns stets von Jeus
Christus zur Eucharistiefeier eingeladen, nicht durch Pfarrer (zum Glück
tun es die meisten) oder Bischöfe.
Nicola (ev.) und Rainer S. (kath.), Anja, Katrin, Maike und Stefan (alle
kath.) aus Norderstedt bei Hamburg
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
als Pfarrgemeinderätin besonders im Sachausschuss Ökumene aktiv und seit
42 "ökumenisch verheiratet", möchte ich mich ganz herzlich für Ihren Mut
bedanken. Außerdem möchte ich Sie auf eine interessante Predigt
hinweisen, die Pfarrer Richard Geier an Fronleichnam im Radio Bayern 1
gehalten hat:
http://www.br-online.de/bayern1/service/manuskripte/kath20030619.html
Besonders hat mich der
folgende Absatz beeindruckt:
"Eigentlich ist jeder Streit um die Frage, wer am Abendmahl
teilnehmen darf oder nicht, bedeutungslos. Wenn Christus in Brot und
Wein stellvertretend die ganze Welt mit seiner Gegenwart erfüllt, so ist
jeder Mensch als Teil dieser Welt von ihm geheiligt, zumal wenn er
bereits bei seiner Taufe Ja zu seiner Christusnachfolge gesagt hat. So
gesehen ist es unmöglich, jemanden von der Abendmahlsgemeinschaft
auszuschließen. Ich kann die Gegenwart des Herrn nicht auf das geweihte
Brot allein beschränken und sie den versammelten Menschen absprechen
oder sie nur auf einige Auserwählte aus der Gemeinde beziehen. Aus einer
solchen Sicht ist auch das Fest Fronleichnam, das wir heute begehen,
kein konfessionstrennendes, sondern ein konfessionsverbindendes Fest.
Katholiken und Protestanten können an diesem Tag gemeinsam bekennen,
dass Christus gegenwärtig ist in diesem kleinen Bisschen Brot, das aus
der Eucharistie stammt. Und in diesem Brot ist er gegenwärtig in allem,
was Leben hat. In den Prozessionen ist der ganze kosmische Leib Christi
unterwegs."
Ob Pfarrer Geier nun auch
suspendiert wird? Ich bedaure sehr, dass Sie nun wegen Ihrer
ökumenischen Haltung diese Schwierigkeiten haben und ich wünsche Ihnen
für den weiteren Lebensweg viel Kraft und Gottes Segen.
Herzliche Grüße, Ingrid W.
Sehr geehrter Pfarrer
Kroll,
ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie durch ihre Teilnahme
an der gemeinsamen Mahlfeier während des ÖKT in Berlin der Sehnsucht so
vieler Menschen nach Einheit und Gemeinschaft vor Gott ein Gesicht
gegeben haben. Ich selbst (katholisch, weiblich, 36 Jahre, in
konfessionsverbindender Ehe verheiratet) habe an der Mahlfeier am
Donnerstag in der Gethsemane-Kirche teilgenommen, die mir und meinem
Mann sehr viel bedeutet hat. Wir selbst dürfen in unserer Heimatstadt
Gießen die Gastfreundschaft auch in den drei katholischen Gemeinden
genießen und sind sehr froh, dass auch mit Ihrer Teilnahme und der
Öffentlichmachung der Feier ein Schritt aus der Grauzone heraus gewagt
wird.
Ich bin Journalistin und habe in der Berichterstattung über den Kirchentag gerade auch die gemeinsame Mahlfeier als großen Schritt aufeinander zu beschrieben. Mit erheblicher Bestürzung lasen wir dann kurz darauf von Ihrer Suspendierung und nachfolgend von dem großen Engagement Ihrer Gemeinde, die das nicht unwidersprochen hinnehmen wollte. Ich hoffe sehr, dass Ihre "Disziplinierung" nicht das letzte Wort ist.
Ich möchte Ihnen Kraft
wünschen auf Ihrem weiteren Weg und Ihnen versichern, dass ich mutiger
vom ÖKT zurückgekommen bin, gerade auch weil ich Hoffnung schöpfen
konnte und Gemeinschaft erfahren durfte während der gemeinsamen
Mahlfeier. Ich hoffe, dass Sie Ihren Weg weitergehen können, und seien
Sie gewiss, dass viele Christen in ganz Deutschland den tiefen Wunsch
und die Sehnsucht nach mehr ökumenischer Gemeinschaft teilen und auch
bereit sind, trotz aller Widrigkeiten weiter daran mitzuarbeiten. Ihnen
wünsche ich von Herzen Gottes Segen.
Mit herzlichen Grüßen, Annette S., Gießen
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll!
Unser ökumenischer Gesprächskreis Allerheiligen in Innsbruck-West steht
voll und ganz hinter Ihrer Teilnahme am evangelischen Abendmahl und wir
wollen hiermit in kurzen Worten unsere Solidarität bekunden.
Mit herzlichen Grüßen, Bernhard Groß, evang. Pfarrer
Lieber Bernhard Kroll,
als katholischer Seelsorger in einer überwiegend evangelisch geprägten
Kleinstadt erlebe ich ständig die "alltäglichen Absurditäten" die es mit
sich bringt, dass kirchenrechtlich und "hoch"-theologisch nicht
zusammenkommen darf, was vom Empfinden praktisch aller Gläubigen her
längst zusammen gehört. Selbst konservativ - katholische
Gemeindemitglieder sind durch ihre familiäre Realität längst
"ökumenisch". Meiner Überzeugung nach sind es nicht in erster Linie
theologische Differenzen über die Eucharistie, die letztlich trotz
jahrelanger intensiver Gespräche eine Einigung verhindern, sondern die
Angst Roms um die absolute Vorrangigkeit des römischen Bischofs, die
Frage von Hierarchie und Amt. Vor dem Hintergrund von Jesu Handeln und
Auftreten im Evangelium ist das himmelschreiend und nicht mehr zu
vermitteln.
Das mindeste was ich von
einem "Oberhirten" als Reaktion auf das gegebene "Skandalon" erwartet
hätte wäre daher ein Vorgehen gewesen, das wenigstens einen Ansatz von
Problembewusstsein erkennen lässt. Dass es anders kam, hat mich
allerdings nicht wirklich überrascht. Die sture Paragrafenreiterei Ihres
Bischofs (mit der Absicht ein Exempel zu statuieren??) zeigt in Ihrem
Fall nur, dass Recht und Gerechtigkeit nicht übereinstimmen müssen.
Ihnen, Herr Kroll wünsche ich die Kraft des Heiligen Geistes all das
durchzustehen, was nun als Folge ihres mutigen Schritts auf sie
niederprasselt; seien sie meiner Solidarität versichert.
Pace e bene, M.K.
PS: Ich schreibe mit einigem Zeitlichen Abstand. Zum einen wird die erste große Flut von Post langsam abklingen (?), zum anderen weiß ich, dass der Ärger, den Sie nun haben noch lange nicht vorüber sein wird: Sie sind nicht vergessen, ich denke es gibt noch viele, die Ihren Fall aufmerksam verfolgen.
Sehr geehrter Pfarrer
Kroll,
ich bewundere Ihre Offenheit und Ihren Mut, und ich finde es
bedauernswert, dass Ihre Kirche so behandelt und bestrafft. Ich möchte
Ihnen mit dieser Mail meine Solidarität zeigen. Wir brauchen mehr und
nicht wenige Menschen, die bereit sind, alle Menschen zusammen zu
bringen und nicht neue Mauern zu bauen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und
Unterstützung auf Ihrem Weg.
Mit freundlichen Grüßen, Esta Denroche
Sehr geehrter Herr
Pfarrer,
Sie haben schon viele Solidaritätsbekundungen bekommen. Ich möchte mich
dem einfach anschließen. Ich selbst bin evangelisch, komme aus dem
Nachbardorf Neuendettelsau. Durch die Äußerungen von Bischof Mixa fühle
ich mich verletzt, ebenso wie von einem Nuntius, der zum Kirchentag,
Ihnen und Prof. Hasenhüttl Stellung nimmt. Ich wünsche Ihnen von Herzen
viel Kraft, nach wie vor Gottes Beistand und Seine Hilfe in der für Sie
sehr schwierigen Zeit. Seien Sie sicher, dass nicht nur Katholiken,
sondern auch viele Evangelische für Sie beten und dass Sie mit Ihrem
mutigen Schritt in Berlin in Ihrer Kirche etwas bewegen. Momentan
schadet das Verhalten der katholischen Kirche der Ökumene. Aber
vielleicht weht der hl. Geist nicht nur bei Ihnen, sondern auch mal bei
Ihrer Kirchenleitung und der Bischof lernt, dass die Liebe Jesu Christi
wichtiger ist als das Kirchenrecht.
Mit freundlichem Gruß, Herta F.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
für Ihr mutiges Zeichen auf dem Ökumenischen Kirchentag möchte ich Ihnen
meinen Dank und meine Bewunderung aussprechen. Dieses öffentliche
Zeichen steht meines Wissens und meiner Erfahrung nach für viele, viele
(römisch-)katholische Gottesdienste, bei denen die Einladung an alle und
die Mahlgemeinschaft selbstverständlich sind (nach dem Motto "Rom ist
weit ..."). Ich war vor Jahren römisch-katholisch, dann viele Jahre gar
nicht in der Kirche und habe vor 2 Jahren eine Heimat in der
alt-katholischen Kirche gefunden (habe erst sehr spät entdeckt, dass es
die gibt). Die Rigidität und das autoritäre Verhalten der
römisch-katholischen "Obrigkeit" stimmen mich nach wie vor sehr traurig.
Auch die offizielle Missachtung der Frauen, die jedoch in vielen
Gemeinden versucht wird, im Rahmen der Möglichkeiten aufzuheben. Ich bin
des öfteren in der römisch-katholischen Gemeinde St. Willehad in Esens /
Ostfriesland zu Gast, in der ich wunderbare Ökumene und schon zwei
Predigten von Frauen erlebt habe. Ich hoffe und wünsche sehr, dass Ihr
Einsatz nicht umsonst war und dass Sie sehr bald wieder Ihre Tätigkeit
aufnehmen können.
Mit freundlichen Grüßen, Gabriele W., Hamburg
Liebe oekumenisch gesinnte
Mitstreiter,
als im Bistum Eichstätt getaufter Katholik teile ich das Befremden, ja
Entsetzen der Allgemeinheit über die vorläufige Amtsenthebung des
katholischen Ortspfarrers von Dietenhofen-Großhabersdorf, Bernhard
Kroll. Seine Teilnahme an der evangelischen Abendmahlsgemeinschaft in
Berlin ist auch von den Herren Oberhirten Mixa und Meisner zu
respektieren. Gastfreundschaft zu akzeptieren und als hohes Gut zu
wahren ist nicht nur ein Zeichen der christlichen
Glaubensgemeinschaften, sondern eine Humanitätsideal der gesamten
Menschheit. Daran im 21. Jahrhundert historisch-dogmatische Streitereien
festzumachen wie zu Luthers Zeiten, gehört auf den Müllhaufen der
Geschichte. Die Kelchfrage ist auch für Katholiken schon längst
entschieden. Sie nehmen den Kelch zu bestimmten Anlässen wie bei
kirchlichen Trauungen in allen Pfarreien, die ich kenne. Leider gehört
der Kelch nicht zur Alltags-Kommunion der Katholiken, weil die leidige
Hygiene-Frage und der Alkoholismus-Verdacht immer noch ängstliche
Hirtengemüter bewegen.
Dabei sind längst Vorschläge zur Lösung auf dem Tisch wie der von Professor Küng, der ein leichtes Eintauchen des Brotes in den Wein empfiehlt. Küng müht sich mittlerweile um einen tragfähigen "Weltethos" aller Weltreligionen, während der Eichstätter Oberhirte Mixa rückwärts schreitet. Dass er dabei noch Rückendeckung von Kardinal Meisner erhält, schlägt dem Fass den Boden aus. Evangelische Brötchen, in liebevoller "christlicher" Gastfreundschaft dargeboten, sind mir als oekumenisch orientiertem Christen allemal lieber als dogmatisch verbrämte ungenießbare "Kotzbrocken". Was wohl Jesus Christus dazu sagen würde? Wir kennen alle seine Auseinandersetzungen mit der "Amtskirche" seiner Zeit ebenso wie den Ausgang seines Verfahrens. Also kämpfen wir frohgemut an der Seite unseres Meisters weiter.
Ich appelliere an den
humanitären Verstand der Herren Mixa und Meisner, ihr "Hirtenamt" im
Sinne einer Versöhnung der Gläubigen wahrzunehmen und Pfarrer Kroll
wieder in sein Amt einzusetzen. Pfarrer Kroll ist keineswegs das
auszusondernde "schwarze Schaf", sondern ein wahrer "Hirte", der seiner
Herde beispielhaft voranschreitet. Hier kann nur noch massenhaft
praktizierte solidarische Abendmahlsgemeinschaft aller Christen in allen
Kirchen aller Bistümer weiter helfen. Wir sind das Kirchenvolk.
Eduard H., Rothenkirchen
Lieber Herr Kroll,
auf der gestrigen Sitzung des Pfarrgemeinderates St. Pankratius in
Dingden (ein kleines Dorf am Niederrhein, zwischen Wesel und Bocholt
gelegen) haben mit überwältigender Mehrheit (lediglich zwei Pastöre und
ein sehr konservatives PGR-Mitglied haben sich der Stimme enthalten)
beschlossen, einen Brief an Bischof Mixa zu schicken. Kopien dieses
Briefes gehen gleich an die Kardinäle Lehmann und Ratzinger sowie an
unseren Diözesanbischof Lettmann. Wir sprechen Ihnen unsere volle
Solidarität aus, wünschen Ihnen viel Kraft und Gottes Segen.
Liebe Grüße vom Niederrhein, Thomas S.
Lieber Herr Kroll,
ich möchte Ihnen einfach meine Solidariät zum Ausdruck bringen. Ich kann
nachempfinden, wie schwer es ist, in Sachen Ökumene, und hier besonders
das gemeinsame Abendmahl, nicht den Mut und die Hoffnung zu verlieren.
Danke für Ihren Mut. Er ist eine Gabe des heiligen Geistes.
Pfr. Dieter N.
Lieber Herr Pfr. Kroll,
der letzte ökumenischen Gottesdienst in unserer Pfarrei stand unter dem
Motto: "Ökumenisch reden ist Silber, ökumenisch handeln ist Gold."
Unsere gemeinsamen Feiern gehen etwas weiter als "nur" Gastfreundschaft.
Wir sind überzeugt, dass sich mit "Warten auf Rom" nicht bewegt. Die
Haltung der "offiziellen Kirche" kann bei mir keine Empörung mehr
auslösen, nur noch Unverständnis und "ein leises Kopfschütteln"... Mich
interessieren die "theologischen Ergüsse" der Enzyklika über die
Eucharistie nicht mehr, mich erfüllt die Gemeinschaft, die ich in
unseren ökumenischen Gottesdiensten erlebe. In den Pfarreien, an der
Basis soll "geschehen, was einmal in der ganzen Kirche erblühen soll".
Ich glaube, heute würde Jesus nicht im Tempel, sondern im Vatikan zur
Peitsche greifen!
Lieber Herr Pfr. Kroll, danke für Ihren Mut und Ihre Ehrlichkeit.
Irène B., Hägglingen (Schweiz)
Lieber Pfarrer Kroll,
ich bedanke mich für Ihr mutiges Engagement für ein dem heutigen
Erkenntnisstand angemessenes Verständnis von Kirche und Eucharistie. Sie
sind Peter Trummers exegetischer Analyse sehr nahe. Eine unmündig
gehaltene mittelalterliche Gesellschaft mag Kreuzzüge, Inquisition und
Hexenverbrennungen als Gott gewollt gesehen haben und die mächtige
"Vertretung Gottes auf Erden³ in Rom als vom Geist geführt. Die mündig
gewordene Gemeinschaft der auf Christus Getauften des 21.Jahrhunderts
erfährt sich als Leib Christi, Kirche und daher vom Geist geführt. Der
Geist weht aber auch in der Amtskirche: Dominus Jesus,
Ecclesia de Eucharistia, Opus Dei, Dyba, Meisner, jetzt Mixa der
Geist gibt diese "Kirche" der Unglaubwürdigkeit anheim; vielleicht soll
das mittelalterliche Machtkartell zur fundamentalistischen Sekte
herabsinken. Meinte Jesus Mahlgemeinschaft im Geist der Fußwaschung oder
Transsubstantion durch Amtspriestertum dekoriert mit "Kirchenvolk" als
Zuschauern?
Ich wünsche Ihnen weiter apostolische Gelassenheit und Gottes Segen,
Philipp B., Linden
Lieber Herr Kroll,
als ein Sprecher der IKvu möchte ich mich bedanken für Ihre Mitwirkung
beim ökumenischen Gottesdienst in Berlin. Sie haben für die weitere
ökumenische Zusammenarbeit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Für Ihren Mut
kann ich Ihnen nur Dank und Anerkennung sagen. Ich hoffe, dass sich
alles auch für Sie persönlich zu einem guten Ende entwickeln wird.
Herzliche Grüße, Hans Mestemacher, Ganderkesee
(Sprecher der Initiative Kirche von unten)
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
wir hatten lange Jahre einen Priester in unserer Gemeinde, der keinerlei
Probleme mit der "gegenseitigen Einladung zum Tisch des Herrn" hatte.
Danach kam ein sehr ängstlich obrigkeitshöriger Pfarrer, der uns die
Amtskirche erfahrbar gemacht hat mit ihren kleinkarierten, lebensfremden
Verboten und Gängeleien. Unsere vier Kinder haben sich von dieser Kirche
abgewandt. Aus dieser Erfahrung heraus wünsche ich unserer Kirche viele
Menschen wie sie, die den Mut haben und die Verantwortung spüren, die
richtigen, wichtigen neuen Wege zu gehen! Ihnen wünsche ich den starken
göttlichen Pfingstgeist (den wünsche ich auch ihrem Bischof)
Eva-Maria Rabsch-Hertweck, Karlsruhe
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
in der vergangenen Woche entnehme ich der "Berliner Zeitung" die
Nachricht über die über Sie vonseiten des Bistums Eichstätt verhängte
Zwangsdemission. Nach einer Kurzreise über die Pfingstfeiertage finde
ich erst heute meine Zunge gelöst und in der Lage, Ihnen in wenigen
Worten meine aufrechte Solidarität auszudrücken. Wenn auch sicher kein
sonderlich kirchenfrommer und gottergebener Zeitgenosse, würde ich doch
für mich in Anspruch nehmen, mit beiden Beinen meines Naturelles auf dem
Boden eines aufgeklärten Protestantismus zu stehen; folgerichtig hat
mich die pharisäerhafte und schriftgelehrte Selbstgefälligkeit empört,
mit der die Legalisten im Eichstätter Ordinariat den Standpunkt des
Kirchenrechts solch ingenuin christlichen wie denen der Gnade und der
Vergebung überordnen. Als sei das kanonische Kirchenrecht der elfte
Eintrag auf der Mosaischen Gesetzestafel oder zumindest ein zweiter
Brief des Paulus an die gebeugte Gemeinde in Rom. Und als sei die Folge
eines Verstoßes dagegen notwendig eine fatale Quadratur von Sintflut und
Apokalypse. Solches Gesetz scheint viel Buchstabe, aber wenig Geist zu
kennen.
Könnte ich beten, ich
würde es nunmehr für Sie, den quasi wie ein Zöllner und Ehebrecher
Stigmatisierten, wie für Ihre um ihren geistlichen Beistand gebrachte
Gemeinde tun - nicht minder aber auch für die hohepriesterlichen
Entscheidungsträger der Diözese Eichstätt, die zwar nach himmlischer
Seligkeit trachten mögen, aber ähnlich dem vielzitierten Kamel schon am
Durchgang durch das allfällige Nadelöhr scheitern.
Ich darf Sie dafür umso leidenschaftlicher meiner vollsten Sympathie
versichern.
Mit freundlichen Grüßen, Lars-André R., Berlin
Die Zeit für lieblose Rechthabereien sollte endlich vorüber sein!
Die Plattform "Wir sind
Kirche" Österreich schließt sich der Solidarität mit Pfr. Kroll an und
spricht sich gegen die überzogene Reaktion von Bischof Mixa aus. Die
"Drohbotschaft" der Suspendierung spricht völlig gegen die Frohbotschaft
der Eucharistie, auch wenn man – der Lehre nach – verschiedener
Auffassung von Eucharistie und Abendmahl sein kann. Das in der neuesten
Enzyklika ausgesprochene römische Verbot ist allerdings eine Demütigung
und Kränkung von nichtkatholischen Christen, die auch viele
Katholikinnen und Katholiken als solche empfinden und nicht mehr
verstehen können. In vielen Gemeinden sind ökumenische Gottesdienste,
einschließlich der gegenseitigen Einladung zu Abendmahl/Eucharistie,
bereits "Alltag" und seit Jahren gute Tradition. Umso unverständlicher
ist es, dass ausgerechnet der 1. Ökumenische Kirchentag in Berlin zum
Anlass genommen wurde, erneut Gräben zu ziehen, einander auszugrenzen
und Menschen, die nach reiflicher Überlegung ihrem Gewissen nach dagegen
handeln, zu bestrafen.
Ingrid Thurner, Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche"
Lieber Herr Kroll,
nach verlängerter Abwesenheit wieder zu Hause, grüßen wir Sie in
Erinnerung jener kurzen persönlichen Beziehung am Ende der letzten
Abendmahlsrunde in der Berliner Gethsemane-Kirche, als wir – berührt von
diesem Gottesdienst und in Vorahnung, was auf Sie zukommen könnte – Sie
"außer der Reihe" mit dem Friedensgruß angesprochen und Ihnen gedankt
hatten für das, was Sie in der Predigt betont und dann selbst
mitvollzogen hatten. Nun ist eingetroffen, was wir befürchteten; aber
auch das andere, was wir als Solidaritätsaktion von Unzähligen über alle
Grenzen hinweg erhofften.
Wir freuten uns, beim ökumenischen Kirchentag diesen längst fälligen öffentlichen Akt vollzogener Gastfreundschaft bei Abendmahl und Eucharistiefeier mitzuerleben. Unauffällig ist diese ja an der Basis - Gott sei Dank – vielerorts die Regel. Und doch braucht’s um der Klarheit willen solche öffentliche Zeichen und Zeugen, damit sich immer mehr diesem Weg ökumenischer "Weiterungen" anschließen können. Wir spürten in Berlin hautnah, was es bedeutet, wenn Menschen erstmals "Grenzsetzungen" überschreiten. Gerade katholische Christinnen und Christen, mit denen wir zusammen saßen, erlebten es mit Tränen in den Augen als ein Akt der Befreiung. Hinter diese Erfahrung – und auch das müssen die "Grenz- und Gesetzeswächter" realisieren - wird niemand mehr zurückgehen. Das danken auch wir Ihrem Mut, sich dazu in Wort und Tat zu exponieren – ehrlich, offen und einfach glaubwürdig.
Leider stehen – wie schon vor 2000 Jahren und seither immer wieder – Machthaber gegen die Art Jesu, sich selbst und die Gemeinschaft mit anderen und das Himmelreich uneingeschränkt allen zu öffnen. Das ist bekannt und schmerzt doch immer neu. Um so wichtiger sind die, die sich zu allen Zeiten wie Jesus nicht an Prinzipien sondern an Menschen orientieren. Da ist’s mit Händen zu greifen: "Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch". Wenn sich immer mehr Ihrem Beispiel und der hoffentlich wachsenden Solidarität der Vielen anschließen, kann’s zum Durchbruch kommen. Wie es selbst katholische Bischöfe an Pfingsten nicht mehr "auszuschließen" schienen: "Wir brauchen dringend den Geist Gottes, der Selbstblockaden für die Reformen überwindet, nicht nur uns am Bisherigen festhalten und kleben lässt" (Bad. Zeitung 10.6.). Hoffentlich hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz damit auch an Sie gedacht und begonnen, sich für Ihren und unseren gemeinsamen Weg einzusetzen.
Wir wünschen Ihnen, dass
die Zuneigung der Vielen Ihnen den Rücken stärkt für weitere Schritte
und grüßen Sie herzlich,
Annegret und Helmut Zeilinger (ev. Pfr. i.R.), Freiburg im Breisgau
Lieber Herr Kroll!
Toll dass es solche Priester wie Sie gibt, die ihrem Gewissen und dem
Ruf und Auftrag Gottes mehr Folge leisten, als dem Verbot der deutschen
Bischöfe zur Teilnahme aller Christen an der jesuanischen
Mahlgemeinschaft. Wir waren als Familie mit unseren jugendlichen Kindern
in beiden Gottesdiensten, der katholischen Eucharistiefeier am
Donnerstag und der evangelischen Abendmahlsfeier am Samstag, in der
beide Male total überfüllten Gethsemane-Kirche, Und es war ein
wirkliches Erlebnis von Pfingsten, so ein engagiertes gemeinschaftliches
Loben und Preisen von Gottes großen Taten und die überwältigende Freude
der feiernden und betenden Christen-Geschwister. In unserer
Nachbarschaft war keiner, der bei der Einladung zur Mahlfeier in der
Bank sitzen blieb – hier war zu spüren: Jesus Christus bricht heute auch
uns das Brot, reicht uns den Wein und versammelt uns zu seiner einen
Kirche. Da ist ein Streit um evangelisch oder katholisch ja wohl völlig
unangebracht.
Ich bin als Mutter froh und dankbar, dass unsere Kinder in solcher Art Gottesdienst die Erfahrung von kraftvoller lebendiger Ur-Gemeinde erleben durften. Nur so kann sich der in der Familie grundgelegte Gottesbezug sozusagen verdichten und weiten, als erfüllende und begeisternde Erfahrung, wie einander Fremde versammelt durch Jesus Christus zu Geschwistern werden, und die Hoffnung wachsen, dass die Christengemeinde in dieser Welt Zeichen des Gottesreiches ist.
Um so mehr schockiert uns alle die Reaktion Ihres Bischofs, für mich sich aus der Ferne wie ein zorniger Machthaber aufspielend, ohne Ahnung vom wirklichen Geschehen. Das ist bitter und es dämpft die Zuversicht, dass unsere römisch katholische Kirche den Turmbau zu Babel noch rechtzeitig aufgibt, bevor er einstürzt. Trotzdem werden die Samenkörner des Ginkgo-Baumes mit den spiegelsymmetrischen Blättern als Symbol der ungeteilten Zweisamkeit in ganz Deutschland wachsen und groß werden. Da haben Sie mit Ihren evangelischen Pfarrer-Kollegen uns ein wunderschönes Hoffnungszeichen mit nach Hause gegeben.
Mit einem herzlichem Gott
vergelt's!
Elisabeth W.
Lieber Herr Bernhard
Kroll,
in dem von den deutschsprachigen Bischöfen herausgegebenen Gebet- und
Gesangbuch steht unter "Pfingsten" u.a.: "Nach dem Beispiel der Apostel
und der Frauen und der Mutter Jesu betet die Kirche in den Tagen
zwischen Himmelfahrt und Pfingsten um den Heiligen Geist, der Kraft und
Mut zum Zeugnis für Christus, den Auferstandenen, schenkt. Er allein
bringt der Kirche Einheit und brüderliche Gemeinschaft." - Als
Teilnehmer bzw. Teilnehmerin an den beiden Gottesdiensten in der
Gethsemanekirche waren wir und die vielen ökumenisch gesinnten Menschen
uns uns herum tief gerührt von Ihrer und Herrn Hasenhüttls aufrechten
Haltung und der überaus herzlichen Gastfreundschaft der evangelischen
Gemeinde Prenzlauer Berg Nord. Eine 78-jährige Banknachbarin sprach auch
Tage später davon, dass diese Gottesdienste zu den "Höhepunkten ihres
Lebens" zählen.
Sie sind kein Held und
wollen keiner sein, auch wenn manche Ihnen das unterstellen, weil sie
Ihre Handlungsweise nicht verstehen können oder wollen. Für uns wurde in
den Gottesdiensten und danach der Heilige Geist in ganz besonderer Weise
spürbar. Gottes Geist lässt sich nicht im Kirchenrecht, in päpstlichen
Verlautbarungen und bischöflichen Entscheidungen eingrenzen. Wir danken
Ihnen für Ihr mutiges, glaubwürdiges und überzeugnedes Wirken. Bischof
Mixa erinnern wir nachdrücklich an seine menschlichen Schwächen und
daran, wie verständnislos Christus mit den Gesetzestreuen umgegangen
ist. Ihrer Gemeinde danken wir für das beeindruckende solidarische
Handeln und wünschen ihr "ausreichend Puste". Heiliger Geist, erfülle
die HERZEN DEINER GLÄUBIGEN und entzünde in ihnen das FEUER DEINER
LIEBE!
Annelie und Walter H.
Hut ab vor dem Mut und der
Konsequenz von Pfarrer Kroll! Würde Jesus heute wieder kommen, er würde
keinen das Abendmahl verwehren - das ist sicher. Diese Aktion gegen
Pfarrer Kroll hat mich sehr lange gelähmt und ich habe relativ lange
gebraucht zu reagieren. Weiter so Pfarrer Kroll; weiter so liebe
Kirchengemeinde!
Uwe T.
Ich möchte Herrn Pfarrer
Kroll zu diesem mutigen Beispiel gelebten Glaubens beglückwünschen, das
mich sehr beeindruckt und in meinem Glauben bestärkt und zum Handeln
ermutigt hat. In Großhabersdorf wird schon lange mit dem Begriff Ökumene
wirklich richtig umgegangen. Hier wird sie einfach praktiziert und nicht
nur davon geredet. Eine Bestrafung Pfarrer Krolls wird sicherlich bei
den vielen engagierten Christen, die auf einen solchen Schritt gewartet
haben, auf großes Unverständnis stoßen, und sie werden enttäuscht sein
über die fehlende Größe der Kirchenoberen. Die Frage, ob ein Verstoß
gegen von Menschen gemachtes kirchliches Recht mehr wiegt als die
Wahrung des Glaubens an Jesus Christus, mag jeder für sich selbst
beantworten. Meine Meinung ist jedenfalls: Pfarrer Kroll ist keinen
Schritt zu weit gegangen, sondern er ist einen notwendigen Schritt
weiter vorangegangen. Er hat ein Zeichen gesetzt, das wir alle auf uns
wirken lassen sollten.
Jürgen B., Großhabersdorf
Emotionslos in der Sache,
habe ich über diese Vorgänge gelesen, und sie rufen dennoch meinen Zorn
hervor. Ein katholischer Priester setzt Zeichen und nimmt am
evangelischen Abendmahl teil. Prompt kommen die Sanktionen aus Eichstätt
— Suspendierung von allen Ämtern. Hat man nicht deshalb einen
Ökumenischen Kirchentag veranstaltet in Berlin, um verknöcherte
Kirchenstrukturen aufzubrechen? Kirchenrecht wurde von Menschen gemacht
und kann deshalb auch von Menschen wieder geändert werden. Aus meiner
laienhaften Sicht drängt sich der Eindruck auf, als gäbe es einen
katholischen und einen evangelischen Herrgott, zumindest muss die
katholische Kirche dies wohl glauben. Der Gemeinde
Großhabersdorf-Dietenhofen kann man nur raten, sich geschlossen hinter
ihren Priester zu stellen und die Gottesdienste zu meiden oder, noch
besser, geschlossen zu konvertieren, denn der evangelische Herrgott ist
ein Liberaler!
Ingeborg H., Fürth
Hallo Herr Pfarrer Kroll,
mit großer Begeisterung habe ich gerade ihren Predigttext vom
Ökumenischen Kirchentag gelesen. Ich habe große Hochachtung, dass Sie so
für Ihre Überzeugung zum Thema der Gastfreundschaft bei gemeinsamen
Mahlfeiern und die Ökumene einstehen. Besonders das Bild vom Gingkoblatt
hat es mir angetan "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" - toll! Ich
wünsche Ihnen die Kraft Ihren Weg so weitergehen zu können. Sie machen
damit vielen Menschen, die an der Basis der Kirche mittun, Mut.
Mit freundlichem Gruß, Andrea K.-B., Abtsteinach
Wäre ich Ihr Bischof, so
hätte ich Sie ermahnt, um mich danach im Gebet beim dreifaltigen Gott
dafür zu bedanken, dass ich Ihr Bischof sein darf.
Bernhard Aicher, Tinos, Griechenland
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll!
Ich habe die Ereignisse hier von Österreich aus mitverfolgt - zuerst mit
Spannung, dann aber mit wirklichem Ärger gegen die kurzsichtige
Kirchenpolitik. Wenn ein Mensch wie Sie einer Entwicklung, die wir ja
alle (oder etwa doch nicht alle ??) erhoffen, vorgreift, so mag das
vielleicht von manchen als vorschnell qualifiziert werden; jedenfalls
ist es mutig und zeigt in die richtige Richtung. Vorwegnahmen in anderen
Dingen werden ja schließlich auch toleriert, sofern sie einengend und
rückschrittlich sind!
Vom reinen Buchstaben her mögen Sie vielleicht gegen das Kirchenrecht verstoßen haben. Aber steht denn das Kirchenrecht über Bibel, Gewissen, Feierkultur und vor allem über Christus? Ich fürchte, bei manchen ja; in der Diözese St. Pölten und anderswo gibt es ja leider sogar diesbezügliche Äußerungen. Und wir Christen haben/hätten uns regelmäßig zu fragen, was Christus in einer bestimmten Situation täte - Kirchenrecht hin oder her. Nur dann sind wir legitimiert, uns "Christen" zu nennen. Wenn wir uns stattdessen nichts Besseres zu tun wissen als mit gegenseitigen Exkommunikationen hausieren zu gehen, dann bleibt wahrscheinlich ohnehin bald niemand in der Kirche übrig - außerdem, der den allerletzten Exkommunikationsspruch niederdonnern lässt ...
War Christus katholisch
oder evangelisch? In diesem Sinne könnten wir uns ebenso provokant
fragen: Wem hätte Christus wohl die Eucharistie verweigert - den
Katholiken oder den Protestanten? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen,
dass Sie Ihre offene Haltung mutig durchtragen. Wenn Sie Ihr
Diözesanbischof dabei nicht unterstützt - Christus tut es sicher!
Herzliche Grüße, Heinz K., Wien
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich bin Katholikin und in einer Pfarre in Wien engagiert. Nach den
ersten Pressemeldungen über ein geplantes gemeinsames Abendmahl, war
mein erster Gedanke "Na endlich!" Weiß ich denn so genau, was für jeden
einzelnen katholischen Mitchristen der Empfang der Kommunion bedeutet?
Womöglich ist mancher seiner inneren Auffassung nach einer anderen
christlichen Gruppierung/Kirche näher als der eines anderen Katholiken?
Ist es unter Christen wirklich so schlimm, gemeinsam Abendmahl/Kommunion
zu halten, nur weil eine Gruppe mehr betont: "dies ist mein Leib, dies
ist mein Blut" und die andere: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!"
Eva Maria K., Wien
P.S.: Mir selbst fällt manchmal auf, dass ich noch in einer kirchlichen (und familiären) Tradition aufgewachsen bin, wo das Anzweifeln von Autoritäten nicht sehr gern gesehen wurde und ich daher manchmal bei Schritten, die ich emotional und intellektuell sehr befürworte, noch ein mulmiges Gefühl habe, wenn ich diese gegen die Meinung der "Obrigkeit" in die Tat umsetze. Deshalb umso mehr: Danke für ihren Mut!
Hallo Herr Pfarrer Kroll,
als jemand, der vor ungefähr einem Jahr wieder in die kath. Kirche
zurückgekehrt ist - mit vielen Zweifeln - tut es mir wahnsinnig gut,
dass es in dieser kath. Kirche Menschen wie Sie gibt, die mit viel Mut
das praktizieren, was längst überfällig ist. D. h., dass sie mit Ihrem
gemeinsamen Abendmahl in der Öffentlichkeit auch mir Mut gegeben haben
und mich in meiner Überzeugung bestätigt, dass das, was ich schon lange
praktiziere - nämlich wirkliche Ökumene - gut und richtig und
gottgewollt ist. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen Gottes
("evangelischen u. katholischen") Segen. Bleiben Sie standhaft -
Menschen wie Sie werden in der katholischen Kirche, an der Basis,
dringend gebraucht. Ich habe große Achtung vor Ihnen.
Carlheinz G., Koblenz
Ich (24) studiere
evangelische Theologie und bin mit einem Katholiken verheiratet. Auch
wenn ich versuche, mich wissenschaftlich-theologisch durchaus in die
katholische Perspektive einzudenken, sagt mir mein Gefühl als Christin,
dass ein gemeinsames Mahl unter CHRISTEN normal sein sollte. Oft schon
haben mich Stellungnahmen der katholischen Kirche sehr traurig gestimmt
und als Ehepaar würden wir uns sehr wünschen, gemeinsam zum Tisch des
Herrn gehen zu dürfen. Das Verhalten von Pfarrer Kroll und vor allem
auch die zahlreichen Reaktionen katholischer Christen haben mir sehr
viel Mut gemacht. Danke an alle!
Martina Sch.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
auf diesem Wege möchte ich Ihnen meinen tiefen Respekt und meine
Hochachtung für Ihre couragierte Handlungsweise ausdrücken. Bitte leben
Sie weiter die Ökumene und lassen Sie sich nicht unterkriegen. Ihren
Bischof habe ich gebeten, sein Verständnis von Eucharistie, Priestertum
und Kirche zu überdenken. Denn gerade die überzogene und an der reinen
katholischen Glaubenslehre starrsinnig ausgerichtete Haltung von Bischof
Mixa macht deutlich, wie notwendig die Kirche Pfarrer wie Sie braucht.
Christen wie Sie lassen die Menschen an der Kirche festhalten. Christen
wie Bischof Mixa oder Kardinal Meisner dagegen veranlassen immer mehr
Menschen, den Kirchen den Rücken zu kehren. Sie haben "harte Köpfe und
verstockte Herzen" (Hesekiel 2, 4). Sie dagegen haben durch Ihre
beherzte Tat mehr für die Einheit der Kirche getan als diese beiden
"Oberhirtentheoretiker" wohl je dazu tun können oder wollen. Als
evangelischer Christ kann ich Sie nur ermutigen: Machen Sie weiter so.
Herzliche Grüsse, Fritz E., Pottenstein
Lieber Pastor Kroll!
Ich war früher evangelisch, jetzt ausgetreten, aber Christin! Ich möchte
mich bei Ihnen für Ihre Courage bedanken und schätze sehr, was Sie getan
haben.
Mit freundlichen Grüßen, Uta W.
Hallo Herr Pfarrer Kroll,
ich lebe in einer ökumenischen Familie (mein Mann und meine Kinder sind
evangelisch und ich katholisch). Wissen Sie, ich werde immer gefragt ob
ich nicht konvertieren will, da ich mich in der evangelischen
Kinderkirche bei uns im Ort engagiere. Bis jetzt sah ich darin keine
Veranlassung. Aber vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken. Ich
finde Ihren Mut, gegen die starren Kirchenregeln zu rebellieren,
bewundernswert und wünsche Ihnen weiterhin klare Gedanken und einen
sicheren Weg in Ihrem Glauben.
Claudia A., Schweinfurt
Im Geiste fügen wir uns in die Menschenkette von Großhabersdorf ein!
Als römisch-katholische
Christen sind wir ermutigt und bereichert vom ÖKT zurück gekehrt. In
vielen Gesprächen dort und zu Hause haben wir immer wieder gespürt, wie
sich viele Christen danach sehnen, gemeinsam zum Herrenmahl gehen zu
dürfen. Allgemein herrscht auf einer breiten Basis Unverständnis für die
immer strenger werdenden - jedoch veränderbaren Kirchengesetze, die
nichts mit der Liebe Jesu zu tun haben. Und dabei haben die drei sehr
ernst zu nehmenden Ökumenischen Institute in Bensheim, Tübingen und
Straßburg nachgewiesen, dass theologisch kein Grund zur Trennung beim
Mahl von der Bibel abgeleitet werden kann. Herr Pfarrer Kroll muss sich
vor seinem Bischof verantworten, unsere Obrigkeit aber vor Gott, vor
Jesus, der uns ein so ganz anderes Beispiel gegeben hat! Wir bedauern
die strengen Gesetze, die im 21.Jahrhundert gewiss überholt sind, und
fühlen uns mit Herrn Pfarrer Kroll solidarisch.
Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Wir wünschen Ihnen viel Kraft, mit Ihrer Situation umzugehen, und noch
viel mehr öffentliche Solidarität von Seiten Ihrer Priesterkollegen.
In christlicher Verbundenheit
Margret und Heinz L., Mannheim
Pfr. Kroll hat mit seinem Verhalten die Ungeduld zum Ausdruck gebracht, die viele Christen in unserem Land im Hinblick auf den Fortschritt der Ökumene empfinden. Die Theologen haben seit Jahrzehnten gearbeitet und mehrere gangbare Wege aufgezeigt. Die katholische Kirchenleitung reagiert nicht oder zu zögerlich. In Anbetracht des Papstschreibens vom Gründonnerstag ist es – unabhängig davon, wie man zum Inhalt dieses Schreibens steht - verständlich, dass Bischof Mixa reagieren musste. Die schnelle und in ihrer Strenge überzogene Reaktion hat aber mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Mit der Wortwahl wurden unsere evangelischen Geschwister unnötig verletzt.
Ich hätte als evangelischer Christ ähnlich empfunden, wie es in der Stellungnahme des evangelischen Dekanatsbezirkes Pappenheim zum Ausdruck kommt. Ein klärendes Wort des Bedauerns von Seiten des Bischofs – nicht irgendeines seiner Sprecher – den evangelischen Amtsbrüdern gegenüber wäre unbedingt erforderlich, bevor man sich wieder zum ökumenischen Gebet trifft. In der verfahrenen Situation war abzuwägen, ob der Bischof wegen der Disziplinierung eines einzelnen Priesters Verstimmungen in einer ganzen Glaubensgemeinschaft in Kauf nimmt und damit über Jahre gewachsenes Vertrauen gefährdet. Die Angelegenheit hätte mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung ohne Presserummel auch geklärt werden können.
Erfreulich die Reaktion
von Pfr. Kroll, der zu seinem Verhalten steht , aber kein Öl ins Feuer
gießt. Gottesdienste wie der, an dem Pfr. Kroll beteiligt war, haben
ohne Presserummel auch heuer wieder am Pfingstmontag stattgefunden. Der
Geist weht eben doch, wo er will. Unser Bischof Mixa wäre gut beraten,
wenn er mit päpstlichen Schreiben ähnlich souverän umginge wie der Papst
selbst. Dieser hat im Fall Blair gleich gegen zwei der vier von ihm
gestellten Bedingungen für die Zulassung nichtkatholischer Christen zum
Kommunionempfang verstoßen.
Reiner W.
Ich bekunde meine tiefe
Solidarität mit Pfarrer Kroll und bekenne freimütig, dass ich selbst an
einem evangelischen Abendmahlsgottesdienst teilgenommen habe und
natürlich zum Mahl ging. Gott lässt sich nicht vorschreiben, bei welchem
Mahl er zugegen ist, am wenigsten durch ein überholtes Amtsverständnis,
dass nicht dem der Bibel entspricht oder durch die theologisch
konstruierte ununterbrochene Sukzession der Amtsfolge.
Susanne Mandelkow,
Initiative "Maria von Magdala"
Lieber Herr Kroll,
ich möchte Ihnen für die Worte danken, die Sie in Ihrer Predigt am
31.05. in Berlin zur Einheit der Christen und darüber hinaus zur Vision
der geeinten Menschheit gefunden haben, aber mehr noch für das Zeichen,
das Sie mit der Teilnahme am Abendmahl gegeben haben, und das Sie jetzt
in so große Bedrängnis gebracht hat.
Ich hoffe, dass der Geist, der Sie treibt, und dessen Wirken auch die Jünger in Jerusalem mutig gemacht hat, auf die Straße zu gehen und die frohe Botschaft zu verkünden, Sie nicht verlässt. Er möge Sie segnen, damit viele Ihrem Beispiel folgen und wir Christen auf dem Weg zur Einheit weitergehen können.
Mit besten Wünschen, Walter K.
Hallo Herr Kroll,
auch mein Mann und ich finden, dass es langsam Zeit wird für ein
gemeinsames Abendmahl. Sie und Ihr Kollege Herr Hasenhüttl haben da
einen guten symbolischen Anfang gemacht. Finde ich wirklich toll. Mich
beschäftigt die Frage des gemeinsamen Abendmahls seit nun fast fünf
Jahren. Damals lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Er ist
römisch-katholisch und ich bin evangelisch. Wir haben evangelisch
geheiratet, gehen aber auch nach wie vor in die katholische Kirche. Auch
wir feiern die Eucharistie bzw. das Abendmahl gemeinsam, ich würde mir
sehr komisch vorkommen wenn ich z.B. in der Osternacht nicht an den
Tisch des Herrn gehen würde.
Sandra und Stefan F., Essen
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
liebe betroffene Christen,
ich unterstütze die Solidaritätsbekundungen der verschiedenen
Gruppierungen mit Ihnen, Herr Pfarrer Kroll ! Die überzogene Reaktion
des Bischofs Dr. Mixa ist auch für mich völlig unverständlich, zumal es
sich bei dem Gottesdienst weder um eine Interzelebration noch um eine
interkonfessionelle Konzelebration gehandelt hat. Ein Bischof, der
dennoch so heftig und überzogen reagiert, zeigt für mich trotz aller
Muskelspiele und Disziplinierungsmaßnahmen deutlich Schwäche. Nur ein
schwaches Vertrauen in seinen eigenen Glauben kann die Ursache dafür
sein, sich so weit von der Botschaft Jesu zu entfernen und zu glauben,
mit Restriktionsmaßnahmen und einem strammen Regiment das Wort Gottes
heute den Menschen nahe bringen zu können. Mag Dr. Mixa heute "gesiegt"
haben, langfristig hat er verloren.
Mit freundlichem Gruß, Karl Josef Schneider
Sehr geehrter Herr Bischof
Dr. Mixa
ich möchte Sie hiermit über meine Solidaritätsbekundung mit Herrn
Pfarrer Kroll informieren, Sie aber gleichzeitig auffordern, die
vollzogene Strafe zurückzunehmen. Ebenfalls möchte ich Sie bitten, in
einer stillen Stunde einmal darüber nachzudenken, ob Ihre Maßnahme noch
mit dem Geist Jesu in Einklang zu bringen ist. Mein Gott, was hat die
Kirche aus der Bergpredigt gemacht! Kommentar meiner alten Nachbarin:
"Es ist schwer, angesichts der kirchlichen Hierarchie und ihrem Gehabe
nicht seinen eigenen Glauben zu verlieren." Es wäre schlimm, wenn die
offiziellen Vertreter der Kirche nicht "Diener unserer Freude" (2 Kor
1,24) sondern Anlass unseres Zweifelns geworden wären.
Mit freundlichem Gruß, Karl Josef Schneider
Sehr geehrter Pfarrer
Kroll,
Ihre Suspendierung hat mich und meine Familie so geärgert, dass ich die
nachfolgende E-Mail an Ihren Bischof gesendet habe. Sicher etwas
provokant, aber die Angelegenheit regt uns halt sehr auf. Ihnen wünschen
wir alles Gute und hoffen, dass die katholische Kirche den Blick bald
von rückwärts nach vorn lenken wird.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Rahmann und Familie
Sehr geehrter Bischof
Mixa,
vorab: ich und meine Familie sind katholisch.
Mit Entsetzen haben wir von der Suspendierung Pfarr Krolls gehört. Als Teilnehmende am ökumenischen Kirchentag in Berlin sind wir uns sicher, dass die Kirche derzeit eine eminent wichtige Aufgabe bei den ethischen und sozialen Problemen der Globalisierung hat. Es heißt hier, der rein wirtschaftlich gesteuerten Entwicklung Paroli zu bieten. Dies kann in Deutschland am wirkungsvollsten geschehen, wenn beide großen Kirchen mit einer Stimme sprechen. Ich kenne niemand, der in dieser Situation Verständnis für die Kleinkariertheit der katholischen Kirche in der Abendmahlfrage hat und dafür, dass sie jetzt die Schlagzeilen negativ besetzt mit der Suspendierung, die von kaum jemand verstanden wird. Damit macht sich unsere katholische Kirche lächerlich und verhasst.
Reicht es doch, was der alte Mann aus Rom in dieser Angelegenheit verlautbart. Dass Bischöfe in Deutschland sich nun zum Vorreiter einer neuen Form der Inquisition machen, ist jedoch unfassbar. Daher meine Aufforderung: Treten Sie zurück und machen Sie Menschen Platz, die die Probleme unserer Zeit erkennen und den jetzt noch bestehenden Einfluss der Kirche im öffentlichen Leben nicht aufs Spiel setzen! In einem Kloster könnten Sie dann in Ruhe für die Reinheit der katholischen Lehre beten!
Meine Familienmitglieder haben leider aufgrund Ihrer Handlungsweise den Austritt aus der katholischen Kirche beschlossen!
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Rahmann
Sehr geehrter Herr Kroll!
Ich habe Respekt und Hochachtung was Sie gemacht haben. Die
Nichtkatholischen sind doch keine anderen Menschen wie mir!
Gruß Uli M.
Sehr geehrter Herr Kroll,
danke für Ihren Mut! Ich finde es sehr traurig, dass die Hierarchie
weitherum meint, Entwicklung müsse notwendigerweise von oben kommen (von
der theologischen Theorie von von den Bischöfen). Worauf soll man in
Sachen Oekumene denn warten? Entwicklung beginnt häufig unten, an der
Basis.
Mit freundlichem Gruß
August Flammer, Professor für Entwicklungspsychologie, Universität Bern
/ Schweiz
Meine Hochachtung für
Pfarrer Kroll!
Es ist nicht zu verstehen, warum seine freundliche Geste, am gemeinsamen
Abendmahl teilzunehmen, mit einer Entfernung aus dem Amt sanktioniert
wurde. Schließlich sollte die Auslegung biblischer Metaphern als Angebot
verstanden werden und nicht zum Machtinstrument entarten, über dem die
christlichen Grundwerte in Vergessenheit geraten. Schade, denn viele
Katholiken werden jetzt wie ich aus Enttäuschung über einen
Kirchenaustritt nachdenken, und engagierte junge Menschen vor der Wahl
des Priesterberufs zurückschrecken. Wer kann sich in den Dienst solcher
Engstirnigkeit stellen?
Herzlichst Elisabeth T.
Lieber Bernhard Kroll,
vielen Dank für Ihren Mut, die Gemeinsame Mahlfeier mit zu gestalten.
Die Reaktionen auf dem Kirchentag in Berlin zeigen, für wie viele
Menschen dieses inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist. Auch die
heutige Menschenkette macht diese Meinung vieler deutlich. Bleiben sie
standhaft.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas K.
Thank you for your
courageous witness. I am at a Thomas-Merton-Society conference in
Vancouver, B.C.
Thomas Merton spirit was with you in standing up for truth. I live in
the diocese of Province, Rhode Island, Rosemary Hobson
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich danke Ihnen von Herzen für den Mut und die Zivilcourage, die Sie bei
dem Gottesdienst gezeigt haben. Ich bin sehr froh, dass ich dabei war.
Der Gottesdienst war sehr schön und Sie haben den richtigen Ton
getroffen, indem Sie nicht nur die Problematik des Abendmahls sondern
auch unsere Solidarität mit der übrigen Welt und ihren Problemen erwähnt
haben. Ich bedauere zutiefst, dass unsere Amtskirche mit Ihrer
Suspendierung Maßnahmen trifft, die unserer Zeit nicht mehr angemessen
sind, und dass sie dadurch immer noch mehr Menschen aus ihrem Kreis
verbannt. Von Herzen wünsche ich Ihnen gute, ehrliche Freunde, die Ihnen
beistehen, und dass diese mittelalterlichen Maßnahmen für Sie keine
existentiellen Probleme bedeuten.
Mit herzlichen, dankbaren Grüßen, Monique R., Schlier
Ich möchte meine
Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll aussprechen.
Helga W.
Auch wir Beide, Franken in
konfessionsverbindender Ehe, fühlen mit dem Geschurigelten und fühlen
uns mit ihm verbunden.
Ursel und Karl Rauscher, Landau / Fichtheim
Ich bin sehr solidarisch
mit dem Priester Barnhard Kroll, denn ich habe an beiden Gottesdiensten
in der Gethsemane-Kirche teilgenommen und bin, gerade aus persönlichen
Gründen sehr stark an der Ökumene und Frieden unter den
Glaubensgemeinschaften beteiligt. meine Mutter stammte von Hugenotten ab
und durfte als Ketzer die katholische Kirche nicht betreten. Sie wurde
mit meinem katholischen Vater in der Sakristei getraut. Das war 1909 in
Belgien. Wenn wir nicht unsere eigenen Wege an der Basis gehen würden,
wären wir wahrscheinlich noch nicht viel weiter, denn im Herbst wurde
aus Rom wieder die "Einzig selig machende Kirche" verkündet.
Anita Loeblein
Hallo Pfarrer Kroll!
Heute hab' ich in B5 gehört, dass sie 'bestraft' wurden. Ich bringe
Ihnen großen Respekt und Anerkennung entgegen. Meine Gedanken und
Wünsche begleiten Sie bei den zukünftigen Veränderungen: Sie dürfen
sicher sein, dass Gott Sie führt und er ihr Herz sieht.
Alles Gute, Wilhelm Repky
(Evang. Religionslehrer an der Kaufmännischen Berufsschule Bayreuth)
Liebe Schwestern und
Brüder,
mit Bestürzung habe ich heute abend in den Tagesnachrichten von der
Suspendierung von Pfr. Kroll gehört. Ich selbst war auf dem ökumenischen
Kirchentag in Berlin und im Gottesdienst der Gethsemane-Gemeinde
Prenzlauer Berg am Samstag Abend, bei dem Pfr. Kroll die Predigt hielt.
Es war ein mutiger Auftritt des Pfarrers, der hohen Respekt verdient.
Sein Auftreten hat wahrscheinlich mehr zum ökumenischen Miteinander
beigetragen, als jeder andere Beitrag überhaupt. Er stellt ein
Meilenstein dar in der ökumenischen Bewegung. Für mich und bestimmt auch
für alle anderen anwesenden Gottesdienstbesucher am Samstagabend wird
dies ein unvergessliches Erlebnis bleiben und ich bin sicher, solche
Begegnungen können von Seiten der Kirchenoberen nicht länger ignoriert
werden.
Menschen wie Pfr. Kroll
verkörpern lebendige Kirche und zeigen uns allen, dass das Miteinander
mehr wert ist, als der Sieg übereinander. Von seiner Predigt und seinem
beherzten Auftreten beim Kirchentag gingen sichtbare Impulse für die
weitere ökumenische Arbeit aus. Ich selbst bin seit mehr als 12 Jahren
intensiv ehrenamtlich in meiner evangelischen Kirchengemeinde tätig und
das Miteinander mit unseren katholischen Glaubensschwestern und -brüdern
ist uns allen von großer Bedeutung und sehr wertvoll. Voller Freude kam
ich vom Kirchentag zurück und hoffte, dass diese Freude und das Erlebnis
vom Samstagabendgottesdienst auch diejenigen erfassen werde, die bisher
eher skeptisch und ablehnend gegenüber der gemeinsamen Mahlfeier
standen. Leider wurde ich heute abend jäh aus meinen Träumen gerissen.
Es stellt sich nun die Frage, inwieweit die katholische Kirche sich
anmaßen kann, über die Köpfe vieler tausend Christen hinweg eine
Trennung beim Abendmahl beizubehalten. Pfr. Kroll hat sich mutig für die
Belange seiner Mitchristen, ob katholisch oder evangelisch, eingesetzt.
Für diesen Mut danken wir ihm von ganzem Herzen und werden ihn in
unseren Gedanken und Gebeten begleiten. Es wäre auch schön, wenn wir auf
diesem Wege weiter Kontakt halten könnten.
Mit freundlichen Grüßen, Annemarie W.
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich finde es ganz wichtig, dass wir Fakten schaffen, wo keine
theologisch stichhaltigen Gründe vorhanden sind. Danke, dass Sie im
ökumenischen Gottesdienst mitgewirkt haben.
Freundliche Grüße, Hermann Joseph K., Köln
Thank you for your courage
in forging UNITY among the churches.
Best regards, Mariann Burke
I don't know what you said
in your ecumenical address, but I do know that you shared intercommunion.
Congratulations for receiving that eucharistic hospitality so publicly.
And my sincere condolences for the pain and publicity to which you have
been exposed. What has happened to the ecumenical agreement reached on a
theological level nearly 20 years ago?
Dr. John N. Collins, Seaford (Australia)
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich hoffe und wünsche Ihnen, dass die Reaktionen der Amtskirche Sie
nicht sehr viele Nerven kosten und Ihnen nicht viel Verdruss bereiten.
Es ist schön, dass es Sie gibt!
In herzlicher Verbundenheit, Maria-Anna M.
Lieber Pfarrer Kroll,
meinen Respekt für Ihre Entscheidung! Hut ab davor, was Sie an
persönlichen und beruflichen Konsequenzen dafür in Kauf nehmen! Ich
hoffe sehr, es wird nicht zu schlimm. Bitte lassen Sie sich nicht
entmutigen, sie haben das Richtige und längst Überfällige getan.
Vielen Dank, Angelika M.-H., Niederviehbach / Regensburg
Mit Empörung habe ich
gelesen, dass Sie, Herr Kroll, suspendiert werden sollen für eine Sache,
die in den Gemeinden schon lange praktiziert wird. Die Kirchenleitung
hinkt einfach hinterher. Ich wünsche Ihnen Mut und Durchhaltevermögen.
Ihre Gemeinde scheint sie ja zu mögen und hinter Ihnen zu stehen.
Herzliche Grüße, Elisabeth D.
Liebe basischristlichen
Freunde,
die zahllosen Solidaritätsbekundungen für Pfarrer Bernhard Kroll rufen
förmlich nach weiteren Aktionen. Denn wir alle wissen, dass aus
römisch-katholisch-kirchenrechtlicher Sicht diese Bekundungen
wirkungslos sind, so gut gemeint sie sein mögen.
Deshalb schlage ich vor: Alle römisch-katholischen Priester aller Diözesen und Bistümer, die je in ihrer Laufbahn aktiv an Abendmahlsfeiern und am Abendmahl anderer Konfessionen - ob reformiert, orthodox, anglikanisch etc. - teilgenommen haben, mögen dies "mutig" ihren jeweiligen Bischöfen gegenüber und öffentlich bekunden. Die in der römisch-katholischen Kirche vergessene paulinische Tradition, Petrus "ins Angesicht zu widerstehen", muss wieder aufleben, um die biblische Gemeinsamkeit aller Christen (genannt Ökumene) wieder aufleben zu lassen. Der "Fall" Bernhard Kroll wäre dafür ein optimaler Anlass - und könnte so doch noch zu einer positiven Konsequenz aus dem ÖKT Berlin 2003 führen.
Die IKvu könnte,
wünschenswerterweise, "Sammelstelle" für dieses "Outing" der
römisch-katholischen Priester sein, wenn sie sich zu einem
entsprechenden Aufruf durchringt.
Bernd Michl, München
P.S.: Da ich selbst "laisierter Priester" bin, taugt mein öffentliches "Outing" in diesem Zusammenhang nichts.
Sehr geehrter Herr
Bischof,
bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass ich mein Verbleiben in der
katholischen Kirche von der Rücknahme der Suspendierung von Pfarrer
Kroll direkt abhängig machen werde. Sollte die katholische Amtskirche
aufgrund der nach rückwärts gewandten Befehle des Papstes tatsächlich
den hervorragenden Seelsorger Kroll für seine wahrhaft christliche Tat
während des Kirchentages in Berlin bestrafen, so ist das Band zwischen
mir und der katholischen Kirche nach 41 Jahren endgültig zerschnitten!
Ich werde das weitere Prozedere in den nächsten 14 Tagen beobachten und
dann gegebenenfalls meinen Austritt erklären. Ich gehe davon aus, dass
Tausende Christen in gleicher Weise handeln werden.
Mit freundlichen Grüssen
Rechtsanwalt Ludger Ramme
Als
konfessionsverbindendes Ehepaar haben wir die beiden ökumenischen
Gottesdienste in der Gethsemanekirche voller Freude mitgefeiert. Wir
sind den Veranstaltern, der gastgebenden Gemeinde und den beteiligten
Pfarrern und Pfarrerinnen, besonders Pfarrer Hasenhüttl und Pfarrer
Kroll dankbar für ihren Mut und ihre Fähigkeit, die Sehnsucht so vieler
Menschen nach Gemeinschaft im Herrenmahl zu erkennen und ernst zu
nehmen. Umso mehr empfinden wir einen heiligen Zorn über die
Suspendierung von Pfarrer Kroll. Wir kennen sehr viele Katholiken, die
sich seit langem zum evangelischen Abendmahl einladen lassen, darunter
Mitglieder von Pfarrgemeinderäten, WortgottesdienstleiterInnen und
Priester. Daher möchten wir die Anregung an euch weitergeben, zu einer
Solidaritätsaktion aufzurufen. Es sollen sich Leute bei euch melden,
natürlich unter garantierter Wahrung der Anonymität gegenüber der
Amtskirche, die eben diese verbotene Teilnahme am ev. Abendmahl
praktizieren. Die Zahlen dürften die Kirchenleitung nachdenklich
stimmen. Macht weiter so - mit Gottes Hilfe!
In ökumenischer Verbundenheit, Brigitte und Gunter D., Memmelsdorf
Ich erkläre hiermit, dass
Pfarrer Bernhard Kroll meine volle Unterstützung in Sachen gemeinsame
Mahlfeier hat.
Mit freundlichen Grüßen, Hans-Dieter E.
Brave on! Oh mighty is the man of truth. Wishing you well and courage from the USA. Please know that many are with you and in the silence of truth with you. Steady on, Mr. Kroll. And courage and strength and fearlessness. On you go! Many are behind you here and across the globe! Bravo! And Peace, Steven Lynch Danvers, Ma. (USA)
Hiermit bekunde ich meine
Solidarität mit Herrn Pfarrer Kroll. Ich sehe in dem Akt der
Suspendierung ein Machtvorgang, den sich unsere katholische Kirche hier
leistet. Wenn auch " Ungehorsam" der Amtsleitung gegenüber vorliegt, ist
dieser gering im Vergleich, was da in Berlin in der Gethsemanekirche am
Wirken des Gottesgeistes geschehen ist. Das gemeinsame Tun im Auftrag
unseres Herrn Jesus Christus ist und war Mittelpunkt in dieser Mahlfeier
- und gebe Gott den " Machthabern " in unserer Kirche die Einsicht und
die Klarheit, dass Gottes Geist "weht" wo, wann und wie er will! Ich
habe jedenfalls mich von diesen guten Geist beschenken lassen und war
froh und dankbar, dass Pfarrer Kroll so unsere (meine) mir vertraute
katholische Kirche vertreten hat durch sein Präsentsein. Dafür danke ich
ihm und hoffe, dass sein Mut und sein inneres priesterliches Wirken
Früchte zeigt und weiter- wirkt- dessen bin ich sicher. Halten wir
zusammen - vernetzen uns und bleiben ebenso präsent in unserer Kirche.
In diesem Sinne und im Gebet um die Einheit bin und bleibe ich Euch
verbunden, Ursula M., Heidelberg
"Nous sommes aussi
l'Eglise-France" (NSAE) souhaite adresser ses félicitations et ses
remerciements à Fr Kroll pour le témoignage qu'il a apporté en acceptant
de présider la messe lors de la rencontre ocuménique de Berlin à
laquelle NSAE a participé; NSAE tient aussi à l'assurer de sa solidarité
devant la sanction qu'il subit pour cet acte courageux.
Transmis par Lucienne Gouguenheim, secrétaire générale de NSAE
Sehr geehrter Herr Bischof
Walter Mixa,
ich bitte Sie sehr herzlich, Ihr Vorgehen gegen Herrn Pfarrer Kroll noch
einmal zu überdenken. Aufgrund der Enzyklika Ecclesia De Eucharistia
und aufgrund des gemeinsamen Appells der Bischöfe habe ich Verständnis
dafür, dass Sie sanktionierende Maßnahmen festlegen, wenngleich ich sie
nicht gutheißen kann. Kein Verständnis habe ich für die Bewertung, die
Sie dem Verhalten von Herrn Pfarrer Kroll beimessen. Wenn Sie
feststellen, dass durch "diesen Vorgang die vielen positiven Erfahrungen
des Kirchentages und die vielfältigen ökumenischen Impulse in der
Diözese Eichstätt überschattet wurden", so mag das Ihr subjektives
Erleben und das einiger anderer Christen, die den amtskirchlichen
Strukturen nahestehen, entsprechen.
In Wahrhaftigkeit muss aber auch anerkannt werden, dass das Verhalten von Herrn Pfarrer Kroll die Aufmerksamkeit der meisten Kirchentagsteilnehmer gar nicht erregt hätte, wäre es nicht durch die Reaktion der Vertreter der Amtskirche in den Mittelpunkt des Interesses gerückt worden. Dass die positiven Erfahrungen des Kirchentages und wertvolle ökumenische Impulse dadurch überschattet worden seien, mag für einen kleinen Teil der Gläubigen gelten - und vielleicht ist diese Gruppe in der Diözese Eichstätt größer als in anderen Diözesen. Für einen sehr großen Teil der Gläubigen, gerade auch der katholischen Gläubigen, war das Verhalten des Herrn Pfarrer Kroll Trost und Ermutigung auf der langen Durststrecke des Weges zur Ökumene beziehungsweise Ausdruck für seinen Schmerz im Erleben des Getrenntseins. Auf diese Menschen und ihre Bindung an die Kirche wirken sich Ihre Reaktionen weitaus schädigender aus als das Verhalten des Herrn Pfarrer Kroll. Ich bitte Sie also, bei der Festlegung von Sanktionen, die Sie glauben festlegen zu müssen, auf unnötige begleitende Verurteilungen zu verzichten.
Mit herzlichen
Segensgrüßen
Maria-Anna Maurer, Lutherstadt Wittenberg
Auch ich möchte mein
Entsetzen zum Ausdruck bringen, dass man Pfarrer Kroll suspendiert hat.
Seit längerem denke ich über einen Kirchenaustritt nach - denn diese
Kirche ist nicht zeitgemäß! Das ist ein weiterer Beweis!
Anna B., Mainz
Sehr geehrte Damen und
Herren!
Mit sehr großer Enttäuschung und in Wut und Zorn Gefühlen aufsteigender
Enttäuschung reagiere ich auf die Suspendierung Pfarrer Krolls durch
Bischof Mixa. Es ist wieder mal eine dieser Entscheidungen, die
eigentlich ausreichen die Kirche zu verlassen und die jahrelange Arbeit
einzustellen. Ich bin als Pastoralreferent im Schuldienst. Ich war
auf dem Kirchentag in Berlin und habe an den ökumenischen
Abendmahlsfeiern teilgenommen. Ich habe in Berlin den Eindruck gewonnen,
dass der überwiegende Teil der Kirchentagsbesucher hinter dieser
Abendmahlsgemeinschaft steht. (90% der Hörer von Bayern 1 sind gegen die
Bestrafung)
Warum müssen die Bischöfe so zurückschlagen? Warum sind sie nicht in der Lage, das Geschehene einfach mal stillschweigend zu dulden? Mehr erwarten wir doch gar nicht! Es war auf vielen Veranstaltungen ein großes Bedürfnis nach Spiritualität zu finden. Die katholische Kirche wird aufgrund solcher Engstirnigkeit aber nicht der bevorzugte Adressat von Sinn suchenden Menschen sein. Auf diese Weise treibt die Kirche den Strom der Suchenden an sich vorbei. Dies kann ich auch aus dem Religionsunterricht immer wieder spüren. Ich wünsche mir endlich Bischöfe, die den Mut haben, den Geist Gottes wehen zu lassen, wo und wie er will.
Mit freundlichen Grüßen
Martin M.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
wir haben mit Betroffenheit vernommen, dass Bischof Mixa Sie von Ihrem
Amt suspendiert hat. Dies ist kein gutes Zeichen für die Ökumene. Wir
erleben, dass viele Menschen, denen die Ökumene ein Anliegen ist, mit
Ihnen solidarisch sind.
Wir sind Kirche -
Netzwerk Mainz, Sprecherteam
Felicitas Glajcar, Kurt Sohns, Maria Bedel
Sehr geehrte Damen und
Herren, anlässlich des Ökumenischen Kirchentages in Berlin war ich bei
der gemeinsamen Abendmahlsfeier in der Gethsemanekirche dabei und fand
die Gemeinschaft katholischer und evangelischer Christen ergreifend und
ermutigend. Der Stuttgarter Zeitung habe ich heute mit Trauer und
Befremden entnommen, dass Herr Pfarrer Kroll, der die Predigt hielt,
wegen seiner Teilnahme von seinem Amt beurlaubt wurde. Dies tut mir sehr
leid und ich möchte ihm gerne meine Solidarität bekunden. Ich wäre Ihnen
dankbar, wenn Sie dieses weiterleiten könnten und mich wissen ließen, ob
es eine Möglichkeit der unmittelbaren Unterstützung auch in finanzieller
Hinsicht gibt.
Vielen Dank und herzliche Grüße, Christa H., Stuttgart
I completely support the
act of intercommunion of Father Kroll. I do not doubt the bishop's good
intentions, but his action is anti-ecumenical and is to be regretted.
Joseph H. Wessling
Von der Diözese Eichstätt
war das nicht anders zu erwarten! Ich denke, dass Sie, lieber Herr
Pfarrer Kroll, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige getan haben. Ich
danke Ihnen dafür. Ich danke für Ihren Mut und Ihre Ehrlichkeit und für
Ihren beispielhaften christlichen Glauben. Ich wünsche Ihnen viel Kraft
für die Zukunft und dass Gott Sie an einen Platz stellen möge, wo Sie
viel Freude und Bestätigung erfahren dürfen!
Irmgard M., Donauwörth
While our Bishops work
from fear, you are amessage of hope and a Blessing to much of our church.
Jesus invited us all to come.
Yours in Christ, Velma FitzGerald, Richmond PE (Canada)
Ich schäme mich für die
katholische "Amts"kirche! Haben wir Gläubigen eigentlich keine anderen
Probleme zu lösen? Nächstenliebe zum Beispiel - und das ist schwer
genug! Jesus hat sich auch über religiöse Vorgaben des Klerus hinweg
gesetzt. Er hat - entgegen der Vorschriften - den Menschen geholfen in
dem er Kranke auch am Sabbath heilte. Das sollte uns Vorbild sein!
Zivilcourage und eigenes Gewissen in der persönlichen Verantwortung vor
Gott ist wichtiger als eine tumbe Linientreue zu oberen Klerikern. Es
stimmt mich traurig, dass die Verantwortlichen in der kath. Kirche nur
strafen können. Von Barmherzigkeit und Nächstenliebe keine Spur! So
können Sie nicht das Hirtenamt im Sinne Jesu wahrnehmen. Ich habe großen
Respekt vor Pfarrer Bernhard Kroll, der - wissend was ihn erwartet -
gegen den Gehorsam zu Papst und Bischof verstoßen hat, um ein Zeichen zu
setzen. Ich bete darum, dass viele weitere Priester seinem Beispiel
folgen. Dann wird die Amtskirche ihren Priestermangel noch verstärken,
wenn sie ihrer anmaßenden Bürokratie linientreu bleibt. Es ist schwer in
der heutigen Zeit der katholischen Kirchen treu zu bleiben."
Mit christlichem Gruß Michael K.
PS: Macht weiter und lasst nicht nach gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen (mit gewaltfreien Mitteln)! Gemeinsam und mit Gottes Hilfe können wir es erreichen!
Guten Mut und
ausreichendes Stehvermögen für die nächsten Tage und Wochen! In wenigen
Jahren wird sich sogar in der römischen Kirche die Einschätzung dessen
umgekehrt haben, was hinsichtlich ökumenischer Mahlfeiern für richtig
und was für falsch gehalten wird. Das wird dadurch vorbereitet und
ermöglicht, dass immer mehr Priester denken und handeln wie Sie. Vielen
Dank dafür!
Michael Steiner, Bonn
(ehem. Student an der Kath. Universität Eichstätt)
Sehr geehrter Herr Bischof
Dr. Mixa,
mit der vorläufigen Suspendierung von Herrn Pfarrer Kroll haben Sie sich
nach dem geltenden Kirchenrecht aus Ihrer Sicht sicher korrekt
verhalten. Aber auch nur das. Auch wir waren Gäste in (nein, vor) der
Gethsemane-Kirche in Berlin, denn der Kirchenraum konnte die Menschen
nicht fassen! Alle waren gekommen, um gemeinsam Mahl zu halten und zu
feiern. Es war wunderbar! Eine Stimmung des Aufbruchs in so lang
ersehnte Gemeinsamkeiten.
Es ist so unendlich
traurig und widersinnig, dass das Kirchenrecht dem Auftrag Jesu entgegen
steht. Kann es denn falsch sein, den Auftrag Jesu zu erfüllen, zu seinem
Gedächtnis Brot und Wein miteinander zu teilen? Er tat es auch ohne
Bedingungen und Vorbehalte. Jesus wollte, dass alle eins seien. Und wie
wir eins waren! Wir wollen dieses christliche Gemeinschaftserlebnis von
Berlin nicht missen. Und wir danken, den katholischen Priestern, die den
Mut hatten, ihrem Gewissen zu folgen und Jesu Auftrag zu erfüllen. Uns
erscheint es unverständlich und unrecht, einen Menschen zu bestrafen,
weil er nach seinem Gewissen recht gehandelt hat.
Hildegund und Georg F., Laaber
Dear Fr. Kroll,
I wish to offer you my support and prayers. How dare anyone decide who
can or cannot receive Eucharist and where or when reception should take
place? In these days of clergy sexual abuse scandal it seems to me that
following the invitation of Jesus at the last supper "to take and eat
and take and drink" is not worthy of public condemnation. I do not know
anyplace where Jesus stated that only certain people could "Eat my Body
and Drink my Blood" . Rather I recall "Take this all of you...." . I
also recall reading something about, anyone who scandalizes one of these
little one should have a mill stone put around his neck etc. When will
church authorities stop the petty stuff and deal with genuine problems?
May you have the courage to continue you work of fulfilling the prayer
of Jesus,"That all may be one, as I am in you and you are in me." May
God bless abundently and know that you have my prayers and good wishes.
Jim Varick, NJ (USA)
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich halte die Reaktion Ihres Bischofs für überzogen. Ich vertrete wie
Sie die Meinung, dass die ökumenische Basis schon viel, viel weiter
fortgeschritten ist. Sie haben meine volle Unterstützung, auch im Gebet.
Mit freundlichen Grüßen, Edgar N., Olching
Dear Fr. Bernhard,
in support of your action to receive communion in a Protestant
celebration, I would like to say "GOOD FOR YOU!" Jesus welcomed everyone
to his table, and we need to do the same. There is too much pushing away
from one another in the name of Christ instead of communing and
celebrating our faith as one. God bless you. Hang on.
Respectfully, Rosemary Moon, Saginaw, Michigan, (USA)
Ich reihe mich ein und
erkläre mich solidarisch mit Ihnen. Die Suspendierung von Herrn Kroll
widerspricht der oekumenischen Arbeit der Christen in Deutschland. Ich
war auch in Berlin, habe aber Gottesdienst nicht teilgenommen. Es
schmerzt mich besonders, weil ich seit 37 Jahren in einer sehr guten
oekumenischen Ehe lebe. Die Praxis sieht seit Jahrzehnten ganz anders
aus.
In Verbundenheit grüße ich recht herzlich, Klaus B., Moers
Lieber Pfarrer Kroll!
Als engagierter Katholik und Mitglied von "Wir sind Kirche" möchte ich
Ihnen meine Solidarität aussprechen und Sie darin unterstützen, zu ihrem
Engagement zu stehen. Vieles kann zu dem Vorgang gesagt werden und ist
auch gesagt und geschrieben worden, deshalb will ich mich auf einen
Aspekt beschränken: Für völlig absurd halte ich die Begründung
"verbotene Gottesdienstgemeinschaft" für Ihre vorläufige Suspendierung.
Jesu Satz "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich
mitten unter ihnen" steht dem diametral gegenüber und entlarvt alle, die
ihre Bedingungen für einen gültigen Gottesdienst absolut setzen, als
Irrende.
B. Zeppenfeld
Dear Fr. Kroll,
thank you for courageously witnessing to the work of the Holy Spirit in
our Church. Surely the Lord we all follow, present in our midst, is
comforted by your actions as you gather together to proclaim and receive
Him. You have no doubt heard that home liturgies are increasing here in
the U.S. It is the experience of many that the Community consecrates and
welcomes Jesus in the Eucharist, especially when the legalism of the
Curia does not serve pastoral needs . I am encouraged by the creative
responses of God's people now, especially yours. May God continue to
bless you abundantly this Pentecost.
Sincerely, Rick and Elaine Pfaff
Sehr geehrter Bischof Herr
Dr. Mixa,
wir als Gesprächskreis der römisch-katholischen Reformbewegung
Wir-sind-Kirche im Dekanat Coburg, einer Lutherstadt, haben mit
Bestürzung von der vorläufigen Suspendierung Ihres Diözesanpriesters
Herrn Bernhard Kroll, Pfarrer in Großhabersdorf - Dietenhofen durch die
Medien erfahren. Aus unserer Sicht ist der Straftatbestand von Canon
1365 CIC, den man Herrn Pfarrer Kroll vorwirft, nicht erfüllt, da es
keine sogenannte Interzelebration gab. Damit ist Ihre Vorgehensweise
unseres Erachtens unrechtmäßig und belastet darüber hinaus auch das
Ökumenische Miteinander, auf das wir in der Diaspora angewiesen sind auf
das Äußerste! Bitter erklären Sie uns, was hat Pfarrer Kroll denn Böses
getan!
Herr Pfarrer Kroll hat als Gast in einer evangelisch-lutherischen Kirche gepredigt. Ähnliches tut jeder katholische Pfarrer bei gemeinsamen Trauungen. Dabei hat er als Gast am Abendmahl des eigentlichen Gastgebers Jesus Christus teilgenommen. Dies ist bei vielen katholischen Priestern in der Diaspora bereits alltägliche Praxis. Den gläubigen Menschen, welcher Konfession auch immer kann man Ihr hartes Vorgehen und die Bestimmungen des Kirchenrechtes und die päpstlichen Lehrmeinungen nicht mehr vermitteln, zumal viele sogenannte Mischehen von der sogenannten gegenseitigen Eucharistischen Gastfreundschaft bereits rege Gebrauch machen. Mit Ihrem unverständlichen Vorgehen haben Sie der Ökumene in Deutschland im Zusammenhang mit dem 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin einen Bärendienst erwiesen. Wir fordern Sie hiermit auf, diese unsinnige, äußerst fragwürdige Maßnahme umgehend zurückzunehmen. Mit freundlichen Grüßen am Pfingstsonntag und Pfingstmontag liegt dieses Schreiben als Unterschriftenliste in unserer Kirchengemeinde aus. übrigens am Pfingstmontag ist bei uns ein ökumenischer Gottesdienst um 10 Uhr
Mit freundlichen Grüßen,
Eduard Adam
Wir-sind-Kirche Dekanat Coburg
Auch ich erkläre mich
solidarisch mit Pfarrer Bernhard Kroll. Mit disziplinarischen Mitteln
kann der ursprüngliche Sinn des Evangeliums, das keine Trennungen der
Christen untereinander bei der Mahlfeier und Konfessionen kennt, nicht
ausgehebelt werden. Ich bin davon überzeugt, dass auch gemeinsame
Mahlfeiern möglich sein müssten, auch wenn die römisch-katholische
Kirche insgesamt ihr Eucharistieverständnis weiterhin an ihr
Amtsverständnis bindet. Dennoch muss (als ein Leib Christi) das
gemeinsame Mahl möglich sein.
Frank-Matthias Hofmann, prot. Pfarrer
Dear Fr. Kroll,
thank you for your open hearted, inclusive gesture.
Yours, Judith Jennings
Dass es Priester gibt, die
mit Courage und geistiger Eigenständigkeit gegen den Strom der
Kirchengesetzesgerechtigkeit schwimmen und authentisch den Weg Jesu
nachgehen, erfüllt mich besonderer Freude und Dank. Das Pfingstereignis
bestätigt sich erneut: Der Geist Gottes weht, wo er will!
Herbert T., Augsburg
Mit Bedauern haben wir den
Pressebericht zur Kenntnis genommen, dass Pfarrer Kroll aus Eichstätt
durch Bischof Mixa vorläufig die Ausübung seines Pfarramtes untersagt
wurde wegen Beteiligung an "verbotener Gottesdienstgemeinschaft"
betreffend einen der beiden ökumenischen Gottesdienste in der
Gethsemanekirche auf dem Kirchentag in Berlin und drücken hiermit unsere
Solidarität mit Pfarrer Kroll aus. Wir sehen die Abendmahlsgemeinschaft
der beiden Gottesdienste in der Gethsemanekirche in Berlin nicht als
eine Kampfansage oder Provokation, sondern als Ausdruck des Verlangens
nach tiefer ökumenischer Gemeinschaft über Kirchengrenzen hinweg. Damit
sollen Unterschiede nicht eingeebnet werden, aber Zeichen von
spiritueller Verbundenheit für die Zukunft gesetzt werden. Dass
evangelische Pfarrer und katholische Priester den Mut gehabt haben diese
Gottesdienste mit Abendmahlsgemeinschaft zu halten, ist für uns ein
Hoffnungszeichen für die Zukunft und eine Bereicherung aller
ökumenischer Verbundenheit im vereinigenden Geiste Jesus Christi, die
auf dem Kirchentag spürbar anwesend war.
Mit freundlichen Grüssen Pfarrer A.C. Verwaal und Pfarrerin Cornelia
Hübner
Evangelisch-lutherische Kirche der Niederlande
Lieber Mitbruder!
Aus dem Bistum Speyer möchte ich Ihnen meine Solidarität bekunden! Viel
Kraft und Stärke und Gottes Segen!
Pfarrer Norbert S.
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Lieber Pfarrer B. Kroll, All die hunderte von Menschen, um nicht tausende zu sagen, die in den Tagen hier in der Gethsemanekirche versammelt waren, werden es bezeugen können, welch ein Geist hier wehte, wieviel Sehnsucht sich hier ausdrückte, in wieviel absolut ehrliche Gesichter man schauen konnte. Nach 1989 habe ich so etwas nie erlebt. Es waren bewegende Stunden, die man nicht mehr vergessen kann. Das alles war keine Provokation oder gar Demonstration. Die, die das behaupten, waren hier nicht anwesend, entnehmen nur den Medien die Information. Allein die Tatsache, von einem »Straftatbestand« zu sprechen, verkennt meines Erachtens vollkommen die Dimensionen. Das Gewissen kann man nicht abstrafen, den Glauben auch nicht, wenn sich der Strafende nicht selbst überschätzt. Das Vokabular, das ich vernahm, erinnerte an die Zeit vor der Wende in der DDR. Heute ist sie Geschichte. Wir wünschen Ihnen Kraft
und Mut, Zuversicht und vor allem Gottes Segen |
Lieber Herr Pfr. Kroll,
ein Fax an Sie hat womöglich nicht geklappt. Deswegen möchte ich Ihnen
auf diesem Wege meine unbedingte Solidarität bekunden, was ich auch
schon auf der Bistums-Seite getan habe. Sie haben Mut und Stärke
bewiesen, Sie sind in der Nachfolge. Wer weiß, ob das Bischof Mixa ist.
Er wird, wie viele andere Verantwortliche in der Kirche, manches zu
verantworten haben. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit
und SEINEN Segen für Ihren Blick in die Zukunft.
Henny Toepfer, Initiative "Wir sind Kirche" Limburg
I was just informed about
what happened to you for accepting communion in a protestent church and
would like to suggest to you that, "anytime we do this in memory of Him"
it is a good thing that we are doing.
Regards, Jack Watt
Dear Father Kroll,
thank you for representing us Catholics who could not be there to
celebrate and pray with those who follow Jesus.
Tom and Nancy Vitt, Berlin, New Jersey (USA)
My friend, Elaine Pfaff, told me of your "suspension". I can't help but wonder at how Jesus feels about the message that the Roman Catholic Church sends its his flock -- that Jesus' body and blood are only real and present when received from a Roman Catholic Priest. As a former RC parishioner (I am now attending a Lutheran Church) I am happy to receive the Lord's supper from my Pastor - who welcomes all to the table, just as Jesus would. I am happy to know you - even if only through this e-mail. You will surely be in my prayers.
Love and Peace, Donna Chiusano (USA)
The title of Bishop John
S. Spong's book "Christianity Must Change or Die" seems to say it all.
Keep the Faith, Lloyd P. Wells (USA)
Fr. Bernhard
Thank you for your courage to stand for true Christian values. Patricia
Layden, Seattle, WA (USA)
I am sad to learn that
Bishop Mixa suspended father Bernhard Kroll because of his sharing of
communion in an ecumenical service. I read that Bishop Mixa called the
service a "verbotenen Gottesdienstgemeinschaft", which has been
translated as "forbidden liturgical community." I want Father Kroll to
know that Bishop Mixa is wrong. I believe that intercommunion among
various Christian congregations is long overdue, and I applaud Father
Kroll for his actions at the ecumenical gathering in Berlin. May God
grant that the day will soon come when intercommunion among the various
Christian congregations will happen often.
Thank you, Father Kroll. May God continue to bless you. Jack Locke
Burbank, CA (USA)
Ich hatte bereits
bekundet, dass diese Maßnahmen gegen eine engagierten Geistlichen ganz
furchtbar finde und unsere Kirche besonders für die junge Generation
immer schwerer zu akzeptieren ist. Wie soll man das jungen Menschen klar
machen, die doch heute oft nicht getauft sind, weil sie sich als junge
Erwachsene selbst entscheiden sollen? Ärgerlich finde ich aber auch,
dass so viele Zustimmungen zu Pfarrer Kroll nur anonym abgegeben werden.
Wer hat da wovor Angst?
Alles Gute für Ihre Bemühungen, Ursula S.
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
den beigefügten Brief haben wir an den Bischof von Eichstätt geschickt.
Wir möchten uns bei Ihnen herzlich bedanken, dass Sie trotz des Verbots
der Bischöfe an dem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl
teilgenommen haben. Ihre Predigt hat uns besonders durch die aufrichtige
Orientierung am Evangelium Jesu mit seinem Gebot zur Einheit überzeugt.
Wenn wir mehr Priester mit Ihrem Mut in der katholischen Kirche hätten,
würde die Kirche sicher wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und Durchhaltevermögen für die nächste
Zeit, Gisela und Oskar Lotz
Sehr geehrter Herr Bischof
Mixa,
am 31. Mai habe ich an dem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl in
der Gethsemanekirche in Berlin teilgenommen. Namhafte katholische und
evangelische Theologen haben in den vergangenen Jahren wiederholt
erklärt, dass "Eucharistische Gastfreundschaf theologisch möglich ist
und als Zeichen schon bestehender Kirchengemeinschaft in ökumenischen
Zusammenhängen schon jetzt praktiziert werden sollte. Nicht die
praktizierte Gemeinschaft im Herrenmahl bedarf der Begründung, sondern
deren Verweigerung." (s. "Eucharistische Gastfreundschaft" von Prof. Brosseder).
Für mich als katholischer Christ war die Teilnahme an dem Abendmahlgottesdienst anlässlich des Ökumenischen Kirchentages eine Selbstverständlichkeit, auch wenn die katholische Kirchenleitung die Teilnahme untersagt hatte. Pfarrer Kroll hat eine Predigt gehalten, welche die Bedeutung der Einheit unter den Christen betonte und die ohne jede Polemik durch ihre schlichte Orientierung am Evangelium überzeugte. Sie wurde gerade deshalb von den Zuhörern begeistert aufgenommen. Obwohl ich in der Kirche weit vorne saß, habe ich erst durch die Presse erfahren, dass er auch am Abendmahl teilgenommen hatte. Für den Ablauf des Gottesdienstes spielte seine Teilnahme am Abendmahl keine Rolle. Er hat damit etwas praktiziert, was vor ihm viele katholische Priester getan haben und was unter verantwortlichen Christen in vielen Gemeinden selbstverständlich geworden ist. Das Abendmahl wurde in einer sehr würdigen Form gefeiert und war für mich ein großartiges religiöses Erlebnis.
Nach geltendem
katholischem Kirchenrecht mögen Ihre Maßnahmen gegen Pfarrer Kroll
korrekt gewesen sein. Mit der Liebe, die Jesus in seinem Evangelium
verkündet, sind sie nach meiner Auffassung nicht vereinbar. Nach den
Erfahrungen des Ökumenischen Kirchentages bin ich überzeugt, dass Sie
die Einheit der christlichen Kirchen durch solche Maßnahmen nicht mehr
dauerhaft verhindern können. Ihr "Leiden an der Trennung und Sehnsucht
nach Einheit im Sinne des Evangeliums" glaubt den katholischen Bischöfen
kaum jemand mehr. Welch ein großartiges Fest hätte der Kirchentag werden
können, wenn Kardinal Lehmann die evangelischen Christen zu einem
Gottesdienst mit gemeinsamer Kommunion eingeladen hätte. Wieder einmal
hat die katholische Kirche eine großartige Gelegenheit verpasst!
Mit freundlichen Grüßen, Oskar Lotz
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich möchte Ihnen danken für das Zeichen, welches Sie in Bezug auf die
Ökumene gesetzt haben. Vielleicht brauchen wir mehr solcher mutigen
Christen um zu zeigen, wie drängend der Wunsch nach der Einheit aller
Christen ist. Sie sind wahrhaftig ein Segen! Uli G.
Ich war Zeuge der klaren
und mutigen Predigt von Pfarrer Kroll am 31.05.03 in der
Gethsemanekirche und habe mit ihm das ökumenische Abendmahl genommen.
Das war für mich der Höhepunkt des Ökumenischen Kirchentags. Die
kirchenamtliche Maßregelung von Pfarrer Kroll ist ein beschämender
Affront der ökumenischen Bewegung, kann sie aber nicht aufhalten.
Dr. iur. Gerd F.
Wir halten die Reaktion
des Bischofs für überzogen. Unsere Erfahrung ist, dass in einigen
Gemeinden das getan wird, was Pfarrer Kroll gemacht hat und das schöne
ist, keiner aus der Gemeinde (kath.) informiert den Bischof!
Gruß Heinz und Marie-Luise K., Voerde
Pfarrer Bernhard Kroll ist ein aufrechter Christ!
Herr Pfarrer Kroll,
ich erkläre mich mit Ihnen solidarisch. Sie haben in Berlin gehandelt,
wie es einem Christen zusteht: Eine Einladung zu einem Mahl annehmen, zu
dem man von christlichen Freunden geladen wurde. Ich selbst handle
ebenso, wenn ich in der evangelischen Gemeinde St. Johannis eingeladen
werde und gehe dort zum Abendmahl. Im übrigen handeln bei uns genauso
unser katholischer Bürgermeister und der Vorsitzende des
Pfarrgemeinderates der Kirchengemeinde St. Andreas. Ich selbst bin
Grundschullehrer und auch katholischer Religionslehrer. Das schon seit
nunmehr 40 Jahren (sehr gerne). Handeln Sie weiter so: Nicht der
Bischof, der Papst sind die Kirche, wir sind alle Kirche!
Alles Gute für Sie, Gustav Eichler, Karlstadt
Lieber Pfarrer Kroll!
Als Teilnehmer an dem Gottesdienst in der Gethsemane-Kirche, in dem Sie
gepredigt haben, möchte ich Ihnen mitteilen, wie sehr ich mich gefreut
habe über Ihren Mut, in diesem Rahmen Jesu Mahnung zur Einheit zu
verkünden. Gleichzeitig war ich enttäuscht über die Reaktion Ihres
Bischofs, auch wenn sie vermutlich nicht überraschen konnte. In einem
Brief an den Bischof habe ich dies auch zum Ausdruck gebracht. Ihnen
wünsche ich Kraft und Stärke in der kirchenrechtlichen
Auseinandersetzung um den "Straftatbestand einer verbotenen
Gottesdienstgemeinschaft" - für mich ein absurder Anachronismus!
Mit freundlichen Grüßen Günther B., Hannover
Wir danken Pfarrer Kroll
für seinen Mut vor "Königs"-Thronen! Wenn wir nur mehr solche Männer
hätten.
Kurt und Helga F., Stuttgart
Ein Gruß aus Paderborn
Solidarität mit Pfarrer
Bernhard Kroll - Eucharistische Gastfreundschaft nicht nur auf dem
gemeinsamen Kirchentag tausendfach bereits seit Jahren praktiziert. Ich
schäme mich für diese Amtskirche, die immer noch nicht bereit ist mehr
das Verbindende als das Trennende unter den Christengemeinschaften in
den Vordergrund zu stellen. Ich erlebe wie bereits seit Jahren auch in
kath. Gemeinden diese Gastfreundschaft für oekumenische Paare gelebt und
angeboten wird. Nur still und leise !! Wenn dann ein Priester sich offen
auf einer Großveranstaltung dazu bekennt schreitet die Amtskirche ein.
Ihr Kleingläubigen ...
Hubert Segin
Sehr geehrter Herr Pfr.
Kroll,
ich habe zwar schon einmal geschrieben, aber tue es gern noch einmal -
gerade im Hinblick auf die heutige Rede von Kard. Lehmann, der dazu
aufgerufen hat, Selbstblockaden bei den Reformen zu überwinden. Wo sind
denn die Selbstblockaden? Wer könnte etwas tun, um sie zu überwinden?
Und wenn Sie genau dies tun, werden sie reglementiert - oder was sonst
noch kommt. Ich hoffe, dass Sie bald wieder in Ihrer Gemeinde sind - es
ist für Außenstehende erfreulich, wie gerade dort die Solidarität
funktioniert!
Mit freundlichen Grüßen Dorothee D., Oberstudienrätin für kath. Religion
Dear Father Kroll,
quite in contrast with the way Bishop Mixa sees your action, I see it as
bringing light to the Ecumenical experience, because it was an action
born of Christ who called us all to be one.
Thank you, Janet Houlihan, Kain Crofton, MD (USA)
Fr. Kroll,
I believe that you prayed to the Holy Spirit to guide you. Please take
comfort in knowing that you surely were guided, even though those who
either do not understand or have much to lose by ecumenical advancement
chastise you. You are a person ahead of his time and courageous.
Blanche Childs, Evanston, IL (USA)
Solidarität mit Mitbruder Bernhard Kroll
Die beiden Feiern in der Gethsemane-Kirche anlässlich des Ökumenischen Kirchentages habe ich ebenso besucht und habe dabei ebenfalls an der Eucharistie bzw. am Abendmahl teilgenommen. Die Feiern waren von einer großartigen Tiefe, Feierlichkeit und Überzeugungskraft, wie es selten bei großen Gottesdiensten der Fall ist.
Die Predigten, nicht zuletzt die von Ihnen gehaltene, haben den Nachweis erbracht, dass es nicht um eine oberflächliche Aktion ging, vielmehr um die Einlösung eines Glaubensaktes, auf dessen öffentliches Zeugnis die Welt längst wartet. Es ist nicht hinnehmbar, wenn in diesem Zusammenhang ,wie es in der katholischen Kirche leider üblich ist, von Konsequenzen für die, die sich ihrem Gewissen und dem erwachsenen Glauben verpflichtet wissen, die Rede ist. Den Streit ums Abendmahl und die Eucharistie brechen nicht die vom Zaum, die sich gegenseitig einladen, es sich die, die in alter inquisitorischer Weite Verbote aussprechen und drohen.
Es wird sichtbar, dass wir den Disput an anderer Stelle führen müssen – nämlich dort, wo die Freiheit bedroht ist. Wer das Denken, Sprechen und Handeln autoritär – hierarchisch bestimmen will, lebt immer noch in den gleichen Verhältnissen in denen die Gethsemane-Kirche vor der Wende politisch leben musste. Die Verantwortlichen in der katholischen Kirche gebärden sich an dieser Stelle wie der Pharao gegenüber Mose, der das Volk nicht ziehen lassen will. Sie werden nicht umhinkommen, den Exodus zu erleben und sie werden sich die Augen reiben, wenn sie der Freiheit ansichtig werden, die aus einer gelebten Gottunmittelbarkeit befreiter Subjekte entsteht. Hoffentlich ist es dann für sie nicht zu spät!
Mit herzlichen
solidarischen Grüßen
Pfarrer Albert Bauernfeind,
Katholische Pfarrgemeinde "Zu den heiligen Schutzengeln", Eichenau
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
nochmals bekunde ich meine Solidarität mit ihnen - die Strafe ist hart
und ungerecht! Sie haben hoffentlich einen Stein ins Rollen gebracht,
der nicht irgendwann wieder im Sande verläuft, sondern jetzt durch das
Medium Internet bis vor die Kirchentüren in Rom gewälzt wird und
hoffentlich wie ein Schneeball so groß wird, dass die Kirche dort
mächtig erzittert!
Ich wohne in Kiebingen in der Diözese Rottenburg, wo ein ökumenisches Abendmahl von 1972-1986 in einer katholischen Kirche gefeiert wurde und damals oft in der Presse als "Kiebinger Modell" im schwäbischen Raum vertreten war und für heftige Leserbriefe sorgte, als es im November 1986 verboten wurde. Leider gab es damals noch kein für jeden zugängliches (Kostenfrage) Internet. Ich kann im Internet nichts über das Kiebinger Modell finden, aber Ihnen den Artikel gerne zu faxen. Die Kiebinger Christmette wurde von Monsignore Karl Rupp (verstorben) eingeführt und von ehem. Pfr. Bareis und Priestern aus Amerika und Irland erfolgreich weitergeführt. In dieser Zeit kam ich nach Kiebingen und war begeistert von den vielen jungen Christen, die hier noch in der Kirche zu finden waren.
Es wurde in den Artikeln und Leserbriefen immer begrüßt, dass die früheren harten Grenzen zwischen Katholiken und Protestanten nun endlich durch das gemeinsame Abendmahl überwunden waren (Kiebingen liegt 10 km vom protestantischen Tübingen, und 2 km von der Bischofstadt entfernt), und dass wenigstens an Weihnachten in den Mischehen der Friede Christi richtig wirken konnte, da man gemeinsam zur Kirche gehen konnte. Aber wie gesagt: unterbunden und vorbei. In der Hoffnung, daß die "oberen 10.000" irgendwann ein Einsehen haben, dass ein Kopf ohne Leib nichts taugt, drücke ich Ihnen die Daumen!
Gott zu Gruß! Herbert K, ein denkender Katholik
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
nachstehend zu Ihrer Information eine e-mail, die ich heute an das
Bistum Eichstätt geschickt habe:
Sehr geehrter Herr
Bischof!
Ich bin entsetzt über das Berufsverbot für Pfarrer Bernhard Kroll, das
Sie Herr Bischof verhängt haben. Ich sehe darin eine höchst
unchristliche Maßnahme und fordere Sie auf, diese "Beurlaubung"
unverzüglich zu widerrufen.
Birgit Flormann
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
bleiben Sie stark - ich hoffe, sie haben etwas in Bewegung gebracht, wo
am Ende die Oberen auch mal nach der Basis schauen. Ich bin 47 Jahre,
denkender und teils auch engagierter Katholik, bin vor über 20 Jahre in
eine Gemeinde gezogen, wo das ökumenische Abendmahl 2x jährlich
praktiziert wurde, dann aber der Pfarrer durch einen Greis ersetzt
wurde, weil wir direkt neben der Bischofsstadt Rottenburg liegen. Bis
dahin war die Kirche noch im Dorf, die Jugend noch in der Kirche.
Gott zum Gruß, Herbert K.
Sehr geehrter Herr Kroll!
Dass die Spaltung derer, die sich zu Jesus Christus bekennen, noch immer
anhält, ist ein Skandal, der nicht durch verbale Beschwörungen sondern
nur durch das Tun der Einheit verändert werden kann. Dem Auftrag Jesu
"dass alle eins seien" ist nichts hinzuzufügen - er ist zu erfüllen.
Herzlichen Dank also, Erika K., Stutensee
Lieber Herr Kroll,
meinen Sie wirklich diese Römer noch verändern zu können? Ich verstehe
immer wieder nicht, warum kritische Katholiken nicht zu den
Alt-Katholiken gehen, wo doch all deren Forderungen erfüllt sind ...
auch die der Einladung an alle zur Kommunion ...
Geben Sie nicht auf, bzw. zeigen Sie unbeugsam dass Christi Wille (der alle einlädt) höher steht als der Wille einer Kirche (ist das eigentlich noch eine Kirche Christi, die in so vielen Punkten gegen Christi Lehre ihr Dogma erhebt?)
Herzlich, Esclarmonde de Per
(P.S.: Ich bin NICHT in der alt-katholischen Kirche, auch wenn ich jetzt hierfür werbe [weil ich nicht katholisch bin; wäre ich das, wär ich dort...])
Es geht ja nur um Macht.
Das ist das Einzige, das wichtig ist in der katholischen Kirche. So weit
sind wir entfernt von Jesus Christus. Das ist das einzige was hier zu
erzählen einfällt.
Wim en Annie van der Velden-Sieben (Niederlande)
Lieber Bruder Kroll,
als evangelische Pfarrer (und Religionslehrer) praktizieren wir seit
Jahren wechselseitige eucharistische Gastfreundschaft mit unseren
katholischen Partnergemeinden. Viele Ihrer Kollegen nehmen daran in
echter christlicher Freiheit teil. Danke, dass Sie diesen mutigen
Schritt an die Öffentlichkeit getan haben. Wir denken an Sie in der
Fürbitte.
Gottes Segen, Ina Elstner und Torsten Sternberg
Folgende Mail habe ich an
Bischof Mixa geschickt und an Freunde und Freundinnen weitergeleitet.
Die Solidarität kann nicht groß genug sein. Danke für Euer Engagement.
Mit solidarischen Grüßen,
Pfarrer Hubertus Janssen, Limburg-Eschhofen
Sehr geehrter Herr Bischof
Mixa,
lieber Mitbruder im Priesteramt,
auch wenn unseren Mitbruder Pfarrer Kroll, wie die Diözesanpressestelle
berichtet hat, NICHT suspendiert wurde aber er vorläufig sein Amt nicht
mehr ausüben darf, fühle ich mich dennoch tief betroffen und sehr
traurig. Diese 'Maßnahme' mag durch das Kirchenrecht abgedeckt sein.
Meine feste Überzeugung ist es aber, dass sie mit der frohmachende
Botschaft Christi nicht im Einklang steht. Ich möchte Sie als Mitbruder
im Amt eindringlich und herzlich darum bitten, diese 'Maßnahme' umgehend
zurückzunehmen. Stellen Sie die Großherzigkeit Christi über irgendwelche
'Regeln' aus dem Kirchenrecht.
Mit geschwisterlichem Gruß, Pfarrer Hubertus Janssen
Hi Pfarrer Kroll,
ich bin ein gläubiger und Jesus liebender Mensch und deswegen
unterstütze ich sie in ihrem Kampf! Ich weiß, was das bedeutet, wenn ich
in seinem Namen von der katholischen Kirche selber drangsaliert werde.
Ich möchte ihnen sagen, dass Jesus auf Ihrer Seite steht. Wen sollten
sie fürchten?
ich wünsche ihnen viel Segen, Liebe und alles gute, Andreas B.
Als Teilnehmer beim Abendmahlsgottesdienst in der Gethsemanekirche hörte ich die engagierte Predigt von Pfr. Kroll. Dass er bei dieser Gelegenheit auch konsequenterweise das Abendmahl nach evangelischem Ritus empfing, entging mir zwar wegen des Andrangs der Kommunizierenden, aber erfreut mich nachträglich. Ich bedauere sehr, daß er wegen der Abendgemeinschaft mit uns evangelischen Christen von seinen Ämtern suspendiert wurde ist. Gottes Geist soll ihn weiterhin leiten.
Karlheinz Hünten, Pfr. i.R. (ev.), Königstein / Taunus
Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Ich finde es super und schätze es sehr, dass Sie Zivilcourage bewiesen
haben und zu ihrer Überzeugung stehen. Bravo! Es sollte viel mehr
Katholiken geben, die der römischen Obrigkeit zeigen, dass sie sich
nicht vorschreiben lassen, mit wem sie zusammen das Abendmahl feiern.
Schließlich leben wir nicht in einer Diktatur. Es ist so heuchlerisch,
immer wieder von katholischer Seite zu hören, wie sehr es sie
"schmerzt", dass angeblich kein gemeinsames Abendmahl möglich sei. Wem
es schmerzt, kann doch selbst was daran ändern und die Einladung zur
Gastfreundschaft annehmen, so wie sie es getan haben. Ich wünsche Ihnen
alles Gute und hoffe, dass Sie bald wieder segensreich in Ihrer Gemeinde
wirken können.
Mit freundlichen Grüßen, Christel R. (Bochum)
Lieber Pfr. Kroll!
Dank für ihren Mut, obwohl Sie wussten, was auf Sie zukommt! Es war
notwendig!
Hochachtungsvoll, Herwig S., Klagenfurt
Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Ich denke, Jesus würde genauso gehandelt haben. Für ihn waren immer die
Menschen wichtiger als das Gesetz. Er heilte am Sabbat Kranke. Das
Gesetz hätte das verboten. Doch die Liebe Jesu zu den Menschen war stets
größer. Das ist gelebter Glaube, praktizierte Nächstenliebe. Ich glaube
nicht, dass wir uns persönlich kennen. Doch durch Jesus sind wir
verbunden. In dieser Verbundenheit wünsche ich Ihnen Gottes Segen. Seine
Kraft und Stärke umgebe Sie auf allen Ihren Wegen, wo auch immer sie
hinführen mögen.
Mit freundlichen Grüssen,
Christine U., Großhabersdorf
Lieber Herr Pfarrer,
irgendwo, irgendwann habe ich diesen Satz gelesen: "Wer schweigt, ist
mitschuldig". Ich bewundere Ihre mutige Entscheidung und bekunde Ihnen
meine Hochachtung und Solidarität. Als ehemaliger "Untertan" der
Eichstätter Herrschaft (ich war 20 Jahre Sozialberater für Arbeitnehmer
aus Jugoslawien beim Caritasverband) war ich nie besonders schweigsam.
Auch deswegen trennte ich mich von dieser noblen Gesellschaft und lebe
jetzt viel ruhiger und zufriedener. (...) Ihre Art gefällt mir. Schade,
dass Menschen wie Sie immer irgendwie bestraft werden. Der Bischof von
Eichstätt würde wahrscheinlich auch den Hl. Franziskus suspendieren. Und
dem Gründer dieser Kirche im Bistum Eichstätt heute vermutlich genauso
gehen wie in Jerusalem. Bischoff Ketteler hat mal gesagt, dass man
jemanden, dem man die Arbeit wegnimmt, eigentlich tötet.
Lieber Herr Pfarrer, ich wünsche Ihnen viel Mut und Geduld. Ich wünsche, dass Ihr Weg erfolgreich wird und bin sicher, dass sie ihn nicht allein gehen werden. Sie haben Mut bewiesen und konsequent gehandelt. Der Bischof von Eichstätt hat Ihnen die Gelegenheit gegeben, nachzudenken. Man muss die Geschichte umkehren: nicht Sie, der Bischof von Eichstätt hat nachzudenken. Und mit ihm die deutsche Bischofskonferenz! Ein Nordirland ist zu viel ... Und die Bischöfe sind am Anfang des dritten Jahrtausends nicht dazu berufen, neue Kreuzzüge zu veranstalten.
In Freundschaft Zvone K., Piding
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
aus Presse und Internet habe ich von Ihrer Suspendierung erfahren. Die
Begründung mit dem Stichwort der "verbotenen Gottesdienstgemeinschaft"
ist für mich nicht nachvollziehbar. So möchte ich Ihnen an dieser Stelle
meine Solidarität bekunden. Auch ich habe am ÖKT einen der Gottesdienste
in der Gethsemane-Kirche besucht und habe dort eine sehr große Offenheit
für die Gemeinschaft mit Gott und untereinander erfahren. Von diesen
Gottesdiensten sind wichtige Impulse für die Ökumene ausgegangen,
gleichzeitig verwirklichten sie etwas, was sich viele evangelische und
katholische Christen schon lange wünschten: die Gemeinschaft ohne
Ansehen der Konfession. Im Eingangslied des Gottesdienstes am Donnerstag
hieß es: "Ich träume eine Kirche, die atmet Jesu Geist, und lebt die
ganze Hoffnung, die unser Gott verheißt". Vielleicht können sie
diese hoffnungsvollen Gedanken ein wenig in Ihrer schwierigen Zeit
begleiten.
Gott segne Sie! Angela H.
Lieber Bruder Kroll,
als evangelischer Christ habe ich den ersten gemeinsamen Kirchentag in
Berlin aus vollen Zügen genossen. Um so schmerzlicher war es für mich,
als ich erfuhr, wie man Sie behandelt. Darum werde ich Morgen nach
Absprache mit unserem Pastor eine Unterschriftenliste der Katholischen
Jungen Gemeinde Eichstätt vor unserer (evangelischen) Kirche bereit
halten. Das hilft gewiss mir, etwas gegen meinen hilflosen Zorn zu tun.
Ihnen wünsche ich ganz viele Solidaritätsaktionen! Herbert H.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll, liebe Brüder und Schwestern,
tief bewegt von dem Erlebnis der Gemeinsamkeit in Gethsemane, in den
Gedanken in den letzten Tagen bei allen, die nun Sorge und Bitterkeit
erleben, möchten auch wir ihnen auf diesem Wege noch einmal versichern,
dass wir von ganzem Herzen ihren Schritt bejahen, die Einladung Jesu
Christi auf alle zu beziehen, auf evangelische und katholische Christen,
auf alle Menschen, die es als ihre Sache ansehen, im Sinne des
zugesagten Gottesreiches zu fühlen und zu handeln. Wir haben gerade am
Sonnabend gespürt, dass wir alle Gottes Kinder sind und sind für diese
Empfindung ebenso dankbar wie für den Mut von all denen, die dies
möglich gemacht haben.
Ihnen, lieber Pfarrer Kroll, wünschen wir die Kraft, das Kommende auszuhalten und nicht irre zu werden an ihrer Entscheidung. bitte vergessen sie nicht, dass unzähligen Menschen ihre Haltung wichtig ist, Menschen, die sich jetzt für ihr Anliegen und ihre Person einsetzen und die Sie, ihren Seelsorger und ihren Freund, auch nicht entbehren wollen.
Versuchen sie bitte zu
bleiben, wir wünschen ihnen Geduld und Starrsinn, Humor und Gelassenheit
dazu,
Martina R. (ev.) und Katharina N. (kath.) aus Halle
Sehr geehrter Herr Kroll,
zunächst möchte ich Ihnen meinen Ärger, Entsetzen und v.a. mein
Mitgefühl mit dem von Ihnen erlittenen Unrecht mitteilen. Ich gehöre zu
den katholischen Christen, die schon vor Jahren selbstverständlich beim
evangelischen Abendmahl teilgenommen haben. Ich gebe ehrlich zu, dass
ich mir nicht sicher bin, ob Ihre demonstrative Teilnahme am Abendmahl
der richtige Schritt war, ABER wo ich mir sicher bin ist, dass die
Reaktion der Kirchenleitung schrecklich daneben war. Deshalb hoffe ich
für Sie, dass es zu einer schnellen Rücknahme der Suspendierung kommt.
Die Reaktionen Ihrer Heimatgemeinde freuen mich und ich hoffe Sie haben
die Möglichkeit dies Ihrer Gemeinde mitzuteilen.
Es grüßt Sie herzlichst Clemens R., Stuttgart
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
ich bewundere Ihren Mut aber mehr noch Ihre Überzeugung. Es ist wirklich
an der Zeit, dass in der katholischen Kirche einmal ein Zeichen gesetzt
worden ist. Ich selbst verfolge seit längerem die Entwicklungen und
Strömungen in der Kirche, die meines Erachtens immer stärker dogmatisch
geprägt sind und mit der Botschaft Christi oft nichts gemein haben. Ich
kann mich noch gut an ein Gen-Treffen (ca. 1975, kath. Jugendliche aus
der ganzen Welt) und den Gottesdienst im Dom mit Papst Paul VI.
erinnern. Es herrschte eine richtige Aufbruchstimmung. Davon ist leider
nicht mehr viel übrig geblieben.
Sind Sie meiner Unterstützung gewiss, Norbert R.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
mit großer Betroffenheit haben wir die Entscheidung des Bischofs Mixa
zur Kenntnis genommen und würden gern etwas für Sie tun, um diese
Konsequenzen zu verhindern. Wir gehören auch zu den vielen Menschen -
Katholiken wie evangelische Christen - die Gemeinsamkeit des Glaubens
leben möchten. Wir wünschen Ihnen Menschen, die jetzt an Ihrer Seite
sind und behutsam und gut mit Ihnen umgehen und Sie in der Kraft, die
Sie von Gott bekommen haben, unterstützen. Wir wünschen Ihnen von
Herzen, dass die getroffene Entscheidung rückgängig gemacht wird.
Seien Sie gut beschützt.
Hubert H., Regensburg / Ilona R., Berlin
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
Ihr mutiges, dem Auftrag Jesu entsprechendes Eintreten für die
Mahlgemeinschaft unter Christen, hat zu meinem tiefsten Bedauern
unangemessene kirchenrechtliche Folgen für Sie gehabt. Ich empfinde als
praktizierender Katholik und Kirchengemeinderat in einer Ökumene
praktizierenden Gemeinde einen tiefen Schmerz, dass nicht der liebende
und barmherzige Gott, sondern das "inquisitorische" Denken aus Rom Sie
ereilt hat. Ich war in der Gethsemane-Kirche und habe diesen
Gottesdienst als innere Bereicherung empfunden. Für mich, der in einer
konfessionsverschiedenen Familie lebt, ist seit vielen Jahren in der
katholischen Messe oder dem evangelischen Abendmahlsgottesdienst immer
Jesus, der mich an seinen Tisch ruft. Nur wenn ich diesen Ruf verspüre
gehe ich zum Tisch des Herrn. In der Gethsemane-Kirche war dies der
Fall!
Ich wünsche Ihnen Gottes
Segen, bleiben Sie standhaft. Möge der Heilige Geist an Pfingsten in
Eichstätt wirken.
Rudolf L., Ulm
Herzlichen Glückwunsch muss ich da nur sagen für diese Aktion. Endlich ist mal jemand da, der sich gegen diese Holzköpfe auflehnt. Wäre ja mal interessiert, wenn das etwa 20-30 % oder mehr der deutschen Priester so etwas erlauben würden. Die könnte man dann nicht alle suspendieren.
Ich werde aber jetzt auch endgültig die Konsequenzen ziehen und werde aus der Kirche austreten. Die alten Zöpfe müssen endlich ab !!! und die alten Böcke in Rom müssen raus. Sonst passiert in der Kirche überhaupt nichts. Wie gesagt: nur weiter so mit soviel als möglich teilnehmenden Priestern z.B. an einem Aktionswochenende gemeinsames Abendmahl in ökumenischen Gottesdiensten Deutschland weit.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Sprenger
I am grateful for your
courage and integrity. My prayers are with you and with our entire
community of faith which longs for fresh air to once again bring hope to
us and the world around us.
Tara Seeley, USA
Dear Fr. Knoll,
the Association for the Rights of Catholics in the Church (ARCC)
supports your courageous efforts to work toward unity among Christians.
We support you, pray for you, and hope that you have set an example for
others to follow.
Sincerely, ARCC Board of
Directors:
Eugene Bianchi, Sidney Callahan, Caridad Inda, Patrick Connor, Terence
Dosh, Robert Hart, Mary Louise Hartman, Jean Krejci, Sonya Quitslund,
Robert Schutzius, Ingrid Shafer, Gerard Sloyan, Leonard Swidler, Dan
Ward
This is great news! Let
the Church break out of the prison it has made of its doctrines and
celebrate the law written on the heart instead of the one codified in
thousands of rules.
Sr. Patti McClellan, OMC; San Francisco, CA (USA)
Liebe Freunde,
hiermit erkläre ich mich solidarisch mit Pfarrer Bernhard Kroll.
Waltraut S., Hannover
Dear Fr. Kroll,
you are a courageous, compassionate, sensitive priest and man! I'm with
you and proud of you! What is our church thinking? Thousands are leaving
Catholicism and can you blame them? The hierarchy want us to be obedient
children with no thoughts or decisiions made without their OK! The Lord
Himself is fed up I'm sure! Keep the Faith, Change the Church!
Sincerely, Mary Gibbons, Boston (USA)
Grüß Gott, Herr Pfarrer
Kroll;
wir danken für Ihren Mut und natürlich ganz besonders für Ihren
bisherigen priesterlichen Dienst. Schön, dass es Menschen wie Sie gibt!
Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute und Gottes
reichsten Segen!
Erika und Peter Vollath, Coburg
An die Pressestelle der
Diözese Eichstätt
Leonrodplatz 4, 85072 Eichstätt
Betr.: Suspendierung Pfarrer Bernhard Kroll von seinen priesterlichen Ämtern
Wir missbilligen aufs schärfste die von Bischof Dr.Mixa ausgesprochene Suspendierung des Pfarrers Bernhard Kroll von seinen priesterlichen Ämtern! Was hat Pfarrer Kroll denn getan?: Am Abendmahl teilgenommen! Ist das etwa ein Verbrechen? Wo lebt Dr. Mixa eigentlich? Weiß er nicht, dass an der Basis eine völlig andere Auffassung hinsichtlich gemeinsamer Abendmahlfeiern besteht und praktiziert wird??!!! Will der Bischof die ökumenischen Bemühungen zurückdrängen? Dieses hierarchische Eingreifen ist einfach fehl am Platz und schadet unserer Kirche. Wir - die Basis - sind mündige Christen! Wann begreifen das auch die Bischöfe und andere "hohe Herren"?!
Erika und Peter Vollath
Dear Father Bernhard
Kroll,
Thank you for your kind act of invitation to communion of all Christians
celebrating on that day of "We are Church." It was also an act of
courage to do what you saw was right and just. May God continue to grant
you courage facing the consequences levied by the magesterium. You will
be in my continued prayers and held in high esteem.
Pace e Bene, Hilary Spaulding Namnath
As a Roman Catholic in the
U.S., I am happy to hear news of courageous and truly Christian
ecumenical actions. Thank you from the People of God!!!
Paula Dodd Aiello, San Ramon, California
Dear Fr. Bernhard,
we send greetings and much support to you. You have acted as a true
follower of the Jesus we believe in. There is one Christian faith, and
we should be concerned only in finding ways to unite not to divide the
many churches. If only more priests and nuns would follow your example.
May God bless, support and protect your integrity!
In solidarity, Womens Ordination South Africa - We Are Church
Dear Bernhard,
I am sorry to hear about your suspension, but I am happy to see your
willingness to stand up for the gospel "That we all may be one."
Peace, Gerry Kleba
Dear Father Kroll,
We are sorry that you are treated as a dissenter by the RC Church for
encouraging what our Lord voiced as his great longing - That all may be
one! We are sad that this church has misunderstood so much of the
Gospel, and overemphasized the authority issues. May we be freed of this
scourge soon. Our prayers and support are with you.
Jack and Mary Ann Melloh
Please be advised that as we pray for unity in the Christian community I sometimes do wonder what the purpose would-be Is it to combine the energy of all those in the world to follow the message of Jesus or some ego-centric, guilt oriented , power hungry agenda of a hierarchy that wears veils and has no understanding of the people of God who are the church. I stand with Fr Kroll and I will pray for him and for the continuing timeless message of Jesus.
Thank you, B. Truncellito
It is past time for
greater interaction and common-union among Christian traditions. Those
who are courageous enough to acknowledge that Christians are one with
each other, not meant to be separate, are the true Christian pilgrims of
today. Don't be discouraged.
Rev. Deborah Lynch
Interfaith Minister of Roman Catholic heritage, Richmond, VA (USA)
Brother Bernard,
with love I respect your challenge to the church. It hurts to know that
you will have to carry this cross, but I will be with you in my prayers
and similar challenges.
Peace, Joe Hassan
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Ich habe von Ihrer (vorläufigen) Suspendierung gehört. Ihr "Vergehen"
liegt genau auf der Linie, die der immerhin renommierte Dogmatiker
Harald Wagner neulich in einem Vortrag als mögliches und sinnvolles
Vorgehen darstellte: das, was unter Theologen ohnehin als richtig
erkannt wird, in die Tat umsetzen. Nur dass Sie mit Mixa auf einen der
härtesten Brocken in der Bastion konservativer Hierarchie gestoßen sind.
Aber das wussten Sie vorher. Dagegen kämpfen? Ja, sicher, aber das
katholische Vorgehen gegen Abweichler ist immer unbarmherzig gewesen.
Zum Glück ist das Verbrennen der Abweichler nicht mehr üblich. Das
Fußvolk hat ohnehin längst eine andere Praxis entwickelt. Und die
klerikaler Obrigkeit wütet gegen das, was öffentlich wird, und hängt den
Mantel der Verschwiegenheit über alles, was an wirklich Schlimmem
passiert, so lange es einigermaßen verborgen bleibt. Ich gehöre zwar
auch (noch) zu dem Laden, aber dem wilden Um-sich-schlagen der Obrigkeit
kann ich nur mit innerer Verachtung begegnen. Und habe Hochachtung und
Respekt vor Ihnen.
Viele Grüße und gute
Wünsche,
Dr. Johannes Augel, Bielefeld
Bravo, Father Kroll!
How can we be one in Christ when we don't accept non-Catholics as
Christians. I applaud your wisdom and your courage.
Christina Gutt
You, my dear father,
have again proven that Christ established the Eucharist for all
christians by accknowledging that this is a ritual given to us by a
jewish man to his fellow jews and to all who would believe in him and
his teachings. There is nothing in scripture that says this is reserved
strictly for catholics. There were none present at the time that Christ
gave us this ritual to do in remembrance of Him.
God be with you in your ministry, Sr. Jane McKenzie, USA
Dear Father Kroll,
I admire your courage in taking Holy Communion during an Ecumenical
gathering in Berlin. Courage because you probably knew it would cause
some problems with the hierarchy for you. However, when one realizes
that Christ came for everyone, Catholic or not, it's not a big deal
especially when the Church would rather focus on these little incidents
rather than looking at itself in the midst of the sexual abuse crisis,
which is really where it is at today.
Sally Dolan, Ph.D. (USA)
Please tell Fr. Kroll that
I admire him for his ecumenical spirit and for his willingness to break
bread with other Christians. I am proud to call him a brother priest.
Fr. Richard Young
Father Kroll did exactly
what he should have done: Celebrate God with all God's people. No matter
how much the dogma may differ, we are all one in God's eyes. I wish I
had been able to see Fr. Kroll's historic act.
Corinne Sabo
I don't know much about who you are but I am a pastoral minister in the Archdiocese of milwaukee. And if it is true you were suspended for accepting communion at a protestant celebration, I thank you for your sacrifice.
Peace, Ryan O'Rourke
Parish Life Coordinator
Ss. Peter and Paul Catholic Church, Milwaukee WI (USA)
Father Kroll:
Thank you for acting inclusively and for standing up for what you
believe in - harmony and unity among Christians. I am sure that Jesus
would have shared in the Meal also! I don't know what it is like to be
suspended as a priest, but I know how it feels to be rejected by the
Church. You are in my prayer.
Sincerely, Kim Bullington, Tennessee (USA)
Dear Fr. Kroll,
Your bishop seems to have forgotten the inclusiveness of Christ. He
seems to think the love of God belongs to the Church - the Catholic
church - and not to all people. I am so pleased that you have not
forgotten. Congratulations on sharing eucharist with your protestant
sisters and brothers. We are all children of the one God. Do not lose
faith! You are walking in the generous and welcoming footsteps of
Christ.
My love and prayers are with you.
Jennifer Glenister, Australia
Dear fr. Kroll,
I am not sure when we will all be as one, but i know that the Roman
Catholic Church must be as Christ and reach out to all, and everyone.
I pray for all children of creation, Charlie Arts
This letter is to support
Fr.Bernhard Kroll.
I know that it is hard to go with the Holy Spirit and against the
political (even if it is CHURCH politics) leaders. "We must obey God
rather than human beings."
Sincerely, The Rev. David W. Abbott
To Fr Bernhard Kroll:
Thanks for working to advance the knowledge of the oneness of us all.
Bernadette, Durham NC (USA)
I support you in your
efforts at unification. Being suspended for accepting communion from a
Protestant minister is not only ridiculous, it's petty.
Sharon B. Lautner, Waretown, New Jersey (USA)
I admire your courage and
compassion that is a step in the real ecumenical path. The true God is
pleased I'm sure.
You have my support, Mary
Au père Bernhard Kroll:
Hommage pour le geste évangélique que vous avez posé. Regret que l 'autorité
se sente obligé de vous condamner. Jésus s'est fait tué pour avoir pris
des positions en faveur de la liberté contre l'étroitesse religieuse à
son époque.
Courage. Ne lâchez pas.
Claude Michaud, Ottawa (Canada)
Hätte ein Jesus von
Nazareth sich geweigert, das Brot mit denen zu brechen, die sich ihm
zugehörig zählen? Die Aktion von Bernhard Kroll ist nachahmenswert,
nicht bestrafenswert. Möge der Pfingstgeist ihm und uns allen, die wir
uns Christen nennen, beistehen und Hoffnung geben.
Marlies Rusin, Oakland, California (USA)
Dear Father Kroll,
this is a short note to tell you that I support your action in receiving
the Eucharist at an ecumenical celebration and that I strongly protest
the arbitrary actions of your bishop in suspending you from priestly
ministry. I hope and pray that your community and other persons of good
will shall rally around you in fraternal support and that pressure will
be applied to your ordinary to lift your suspension. It took a lot of
courage to do what you did. As we celebrate Pentecost this weekend be
assured of my prayers for you at all Masses at which I serve.
May God bless you and be with you.
Deacon Rodolfo C. Salinas,
Holy Family Catholic Church, La Grulla, Texas (Diocese of
Brownsville, USA)
Thanks be to God for the
courage of Fr. Bernhard Kroll for accepting communion in a protestant
celebration. Unity will come from the grassroots!
Sincerely, Sr. Jeannine Gramick
Blessings to you for
participating in the recent liturgy in which all Christians were welcome
at the table. Sound reminiscent of what Jesus asked us to do.
Thank you for your courage.
Mary Kirchen, member of the ecumenical Immaculate Heart Community
Congratulations to the
Catholic and Lutheran Christians and Father Kroll who celebrated a
liturgy together in Berlin. It is important to end the exclusivity in
the Christian Churches. The various Christian Churches often signify how
Christianity separates people instead of unifying them into God's family
on earth.
Joanne Landers, Fremont, California (USA)
My prayers and thoughts
are with you!
Mike Pulskamp (USA)
Dear Father Kroll, thank
you!
With love and prayers, Alicejean from Edge, Texas (USA)
Dear Fr. Kroll,
for all of my 69 years I have been a member of the Catholic / Christian
Community in the United States. I just want you to know that I support
you wholeheartedly in your decision to take communion from a Protestant
minister. I would have done the same thing without a moment's hesitation,
and I am as sure as I can be that Jesus would have done so, too. May God
continue to bless you and all of those who have the courage to stand up
for what is right and good in our world.
John Ohlendorf
Dear Father Kroll,
Bless you for following the Holy Spirit, and for the inclusiveness of
your ministry. Please continue your prayers for our Church and for those
of us, who are many and growing each day, who are in spiritual struggle
within this church.
Peace, Kelly Epstein, Spring, Texas (USA)
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Sie haben getan, was an jedem Wochenende und auch sonst viele andere
katholische Geistliche und Laien tun, wenn sie an einem evangelischen
Abendmahlgottesdienst teilnehmen: sie nehmen die Einladung zur Mitfeier
des gemeinsamen Abendmahles an. Wir finden Ihre Haltung beim
Ökumenischen Kirchentag richtig, sie entspricht genau der ursprünglichen
Intention des Kirchentages. Die Suspendierung vom Priesteramt,die Ihr
Bischof ausgesprochen hat, halten wir für eine völlig überzogene
maßnahme. Sie steht im eklatanten Gegensatz zu der Empfehlung, die
Kardinal Lehmann - in Erwartung eines solchen Schrittes - in der
"Berliner Zeitung" gegeben hat.
Mit vielen guten Wünschen Ihre Maria und Rolf E.
You did the right thing. Please hang in there. Hope your bishop has more sense than most and says nothing offensive to you.
Love and peace, Carol Cornelius, Atlanta GA (USA)
Sehr geehrter Herr Kroll!
Als katholische Theologin möchte ich Sie meiner Solidarität versichern
und Sie beglückwünschen zu Ihrem Mut, öffentlich auf diesem ökumenischen
Kirchentag in Berlin als Priester das zu tun, was in vielen Gemeinden
unzählige Katholiken regelmäßig praktizieren. Wenn ich z.B. Ostern in
der evangelischen Gemeinde am Auferstehungsgottesdienst teilnehme, lasse
ich mich gern dort zum Abendmahl einladen und nehme selbstverständlich
daran teil. Für viele konfessionsverbindende Familien (früher:
"Mischehen") ist dies - Gott sei Dank - inzwischen eine
Selbstverständlichkeit. Viele katholische Pfarrer laden z.B. im
Weihnachtsgottesdienst zum Kommunionempfang alle ein, die in den
Gestalten von Brot und Wein dem auferstandenen Jesus begegnen wollen und
daran glauben, dass er darin gegenwärtig ist. Ich hoffe und wünsche
sehr, dass Ihr Bischof nicht zu Sanktionen gegen Sie greift; denn damit
würde er der Kirche schaden. Auch in dem Punkt ist die Glaubwürdigkeit
unserer Kirche gefährdet.
Mit freundlichen Grüßen
Marianne E. OStR', Herrenberg
Wenn es nur mehr - viel mehr! - solche mutige Priester geben würde! Leider sind die einen fundamentalistisch angehaucht, und die andern zu bequem, oder zu ängstlich. "Die andern werden es schon machen!"
Liebe Grüsse, Willibald Glas, Sauerlach
Le scandale n'est pas là où le dit l'Eglise Catholique. Il est dans la division autour du repas sacré. Nous sommes solidaire de Bernhard Kroll dans ses difficultés avec sa hiérarchie.
Cordialement
Elisabeth Denby Wilkes
Demain l'Eglise (France)
Bernhard Kroll Dank und
Anerkennung für seinen mutigen Schritt. Kann es Trost für ihn sein, dass
vermutlich erst 200 Jahre später aus Rom die Entschuldigung kommt, die
Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben?
Bernhard E.
Lieber Bruder Bernhard
Kroll,
ich habe die Freunde von Droits et libertés dans les Eglises
nicht fragen können, aber ich habe keinen Zweifel, mit dieser
Dankbotschaft unsere gemeinsamen Gefühle für Ihre Vereinigungsarbeit
auszudrücken. Ich bedaure sehr, dass ich nicht diesen Moment der
Einigkeit teilen konnte. Wir bitten um weitere Nachrichten.
Herzliche Grüsse, Hubert Tournès (Frankreich)
Lieber Bernhard,
was Du getan hast, ist bei uns üblich. Doch das Fernsehen und damit der
Bischof ist weit. Bitte gib Nachricht, wie es ausgegangen ist.
Liebe Grüße, Klaus B.
Mein Wahlspruch zu Berlin war: "Lasst uns geschwisterlich vom Irdischen speisen und das EINE - das Göttliche - preisen". Ich freue mich, dass wenigstens einer von der katholischen Seite dies wahrgemacht hat! Ich danke ihm - diesen Bruder Berhard Kroll sollte niemand vergessen, wenn es nach dem Tod des jetzigen oder nächsten Papstes heißt: Wir wussten doch, dass sich da was ändern muss.
Gruß und Dank, Anton Stephan R., Recklinghausen
Graag wil ik mijn solidariteit uitdrukken met Bernard Kroll en hem veel sterkte en wijsheid toewensen in de komende tijd, zeker tijdens het gesprek waarvoor hij is uitgenodigd.
Met vriendelijke groeten,
Adrie de Jong-Otte
vice voorzitter Acht Mei Beweging (Nederland)
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
wir fühlen uns mit Ihnen voll solidarisch!
Hildegard und Johannes G.
Lieber Herr Kroll,
ich möchte ihnen Danke sagen für Ihren Mut, dem Evangelium gemäß zu
handeln und wünsche Ihnen Kraft und Gelassenheit das zu ertragen was im
Moment auf sie zukommt. Als kleines Solidaritätszeichen schicke ich
Ihnen meine Predigt, die ich am Abschlußtag des Kirchentages in unserer
Gemeinde gehalten habe.
| (...) Einigung verlangt die Anerkennung der Andersheit der anderen. Wer also im Namen Gottes aufgehoben und bewahrt ist, weil er sich von Gott geliebt und angenommen weiß, der ist eins mit Gott, egal ob er Protestant oder Katholik ist und für den ist es nur folgerichtig, dass er das, zusammen mit allen die in Gott eins sind feiert, was ihm Kraft zum Leben gibt, das gemeinsame Abendmahl. Die Uneinigkeit der Kirchen zerstört dieses Gebet Jesu um die Einheit seiner Freunde und Freundinnen und macht dadurch das Christentum in seiner Bezogenheit auf das Evangelium unglaubwürdig. Die Freude des Evangeliums, das sich letztlich doch immer wieder durchsetzen wird, strahlt dort auf, wo in Gott geeinte Menschen spüren und entdecken, dass sie als Töchter und Söhne Gottes befähigt und ermächtigt sind, der Einheit zu trauen, sie zu leben und weiter zu geben. Dies ist ein hoffnungsvoller Keim, der sich gegen alle Verbote auf dem ersten ökumenischen Kirchentag in Berlin ans Tageslicht entwickelt hat und weiter in die Zukunft wachsen wird. |
Herzliche Grüße, Ulrich von Wurmb-Seibel, Diakon
Ich unterstütze Bernhard
Kroll. Was er getan hat, ist aller Achtung wert. Nicht aufgeben!
Viele Grüße, Peter L.
We are Church
Portugal would like to express solidarity with you and thank you for
giving witness of the Gospel.
Ana Vicente
Lieber Pfarrer Kroll,
für Ihr mutiges Verhalten bezüglich der Abendmahlsfeier bewundere ich
Sie und ich danke Ihnen. Für Menschen, die zu dem stehen, was sie
glauben und sagen, empfinde ich großen Respekt. Sie haben sich daran
erinnert, was Jesus wohl beabsichtigt haben könnte, und dies durch ihr
Beispiel Tausenden anderen Gläubigen deutlich gemacht. Nur durch solche
Menschen wie Sie, die bewusst Zeichen setzen, nur so kann Kirche noch
überleben und auch für den einzelnen tatsächlich Hilfe sein Gott näher
zu kommen. Und das ist schließlich ihr einziger Zweck.
Sehr dankbare Grüße
Angela K.
Sehr geehrter Herr Kroll,
vielen Dank für Ihren mutigen Schritt. Leider versagt die Solidarität
der Priester untereinander. Sagen Sie bitte Ihrem Bischof, dass er sein
Tun nicht nur vor den Herren Meisner und Müller sondern auch vor Gott
verantworten müsse.
Gruss und Dank
Winfried Pr., Stommeln
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Sie sind weder der erste noch der einzige Katholik, der in einem
evangelischen Gottesdienst das Abendmahl empfangen hat. Weder biblische
noch ernsthafte theologische Gründe stehen einer solchen Praxis im
Kontext eines Ökumenischen Kirchentages und im Kontext eines seit langem
erreichten vollen Konsenses im Abendmahlsverständnisses im Wege, rein
kirchenrechtliche dagegen sehr wohl. Es ist jedoch schlechterdings
unvorstellbar, dass Jesus Christus seine Gegenwart und die auch im
evangelischen Abendmahl geschenkte Gemeinschaft mit ihm den an diesem
Mahl teilnehmenden Katholiken bloß deshalb nicht gewähren sollte, weil
diese sich nicht an die rechtlichen Vorschriften der
römisch-katholischen Kirche halten würden.
Die Gemeinschaft im Abendmahl entspricht der Intention des Gottesdienstes, die Verweigerung dieser Gemeinschaft widerspricht dieser Intention. Der Skandal ist nicht die Gottesdienstgemeinschaft, sondern dessen anhaltende Verweigerung, welche dem Handeln Jesu Christi selbst Grenzen setzen will. In der durch das geltende Recht in ökumenischen Zusammenhängen gegebenen geistlichen Notlage verbleibt gegenwärtig nur eine gut begründete und sehr wohl gut begründbare Gewissensentscheidung, von der schon die Würzburger Synode gesprochen hat. Im übrigen kann man auf die Regelungen für konfessionsverbindende Ehen und Familien im Bistum Straßburg verwiesen.
Mit diesen wenigen Bemerkungen möchte ich nur meine Solidarität mit Ihnen kundtun und hoffen, daß auch im Bistum Eichstätt der Satz gilt: "cura animarum suprema lex". Diese cura animarum müßte alle Christen im Blick haben. Es wäre eine Schande, wenn diejenigen, welche die Gemeinschaft am Tisch des Herrn und damit den Frieden zwischen den Kirchen verhindern, für wichtiger genommen werden als diejenigen, die diese Gemeinschaft wollen und dem Frieden der Kirchen dienen, der diesen in Jesus Christus bereits geschenkt ist.
Mit den besten Wünschen
Prof. Dr. Johannes Brosseder, Königswinter
Ja, auch wir aus der Schweiz fühlen uns solidarisch mit Bernhard Kroll. Wir schätzen es sehr, dass es solch mutige Christen gibt, die zuerst ihrem eigenen Gewissen folgen und erst dann den obrigkeitlichen Weisungen. Jesus hätte es wohl auch einfacher haben können, wenn er der damaligen Obrigkeit blind gefolgt wäre. Er hat uns ein anderes Beispiel gegeben. Solche Taten geben uns Kraft gegen alle Hoffnung weiter zu hoffen, dass das Reich Gottes anbreche, wenn auch nur immer wieder in kleinen ermutigenden Zeichen.
In christlicher
Verbundenheit
Monika und Karl Th., Birmensdorf bei Zürich
Hallo Bernhard Kroll,
seit Jahren gehe ich mit meinen Kindern zu jeder Eucharistiefeier, ob
kath., evang. oder irgend eine andere christliche Kirche. Ein einziges
Mal bekam ich dafür Schwierigkeiten mit einem von der evang. ref. Kirche
konvertierten Priester, aber das ist Jahrzehnte her. Ich hoffe, dass es
Ihnen beim Gespräch gestern gut erging und Sie Zeugnis für die Einheit
ablegen konnten, statt Sanktionen erdulden zu müssen.
pax et bonum
Stefan H.
Sehr geehrter Herr Kroll,
hiermit bekunde ich Ihnen meine volle Solidarität mit Ihrer Handlung
beim ÖKT. Mir ist unbegreiflich, dass Ihnen nun Strafmaßnahmen drohen
sollen, wenn Sie sich auf diese Weise für die Einheit der Christen, um
die so große Worte gemacht werden, eingesetzt haben. Kürzlich ging eine
Meldung durch die Zeitung, dass ein kath. Priester (ich glaube in
Niederbayern) wegen 47-maligem Missbrauch von Jugendlichen angeklagt und
zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Da war von Suspendierung
keine Rede, nur davon, dass er nicht mehr mit Jugendlichen
zusammengebracht werden soll! Nennen Sie doch Ihrem Bischof diesen Fall
zur Stellungnahme. Nebenbei: Ich bin Oberstudienrätin u. a. für Kath.
Religion und kann nicht einmal Oberstufenschülern vermitteln, warum eine
Abendmahlsgemeinschaft nicht möglich sein soll.
Mit freundlichen Grüßen in
der Hoffnung auf einen guten Ausgang des Treffens mit dem Bischof,
Dorothee D., Elchingen (Diözese Augsburg)
Sehr geehrter Herr Kroll,
herzlichen Dank für Ihren Mut, der Einladung zum Abendmahl zu folgen und
damit ein besonders deutliches Zeichen zu setzen, ein Zeichen, so wie es
viele an diesen beiden Abenden gesetzt haben. Wir, meine Ehefrau und
ich, waren am Donnerstag in der Gethsemane-Kirche und wären gerne auch
in diesem Gottesdienst gewesen, aber unser Gospelchor hatte am Samstag
Abend einen Auftritt.
Ich wünsche Ihnen ein offenes Gespräch, in dem Argumente ausgetauscht werden, es gibt eine Sicht von beiden Seiten. Aber ich habe da Bedenken, allein die Form der Einladung (ein Fax) lässt schon Schlüsse auf den Verlauf des Gespräches zu. Und ich wünsche Ihnen den Mut, den Paulus gehabt hat, als er Petrus ins Angesicht hinein widerstanden hat, bei der Diskussion um die Behandlung der Nichtjuden in der jungen Christengemeinde.
Friedrich S., Saarbrücken
Sehr verehrter Herr Kroll!
Sie werden es beim Kirchentag ganz besonders gespürt haben, wieviele
Menschen - Katholiken wie evangelische Christen - die Gemeinsamkeit des
Glaubens leben möchten. Wenn Sie nun in harte Auseinandersetzungen
hineingezogen werden, sollen Sie wissen, dass auch Menschen, die Sie
nicht kennen, Ihr Anliegen als ihr eigenes betrachten und Sie im Gebet
begleiten. Gott befohlen!
Ihr Dr. jur. Horst Eller, Espelkamp
Vorsitzender des Vorstandes der Männerarbeit der EKvW
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
seit über 25 Jahren nehmen wir als konfessionsverbindendes Paar die
Einladung zum Herrenmahl in beiden Kirchen an, in denen wir auch
ehrenamtlich aktiv sind. Es ist ein tragender Grund für unsere Ehe. Wir
danken Ihnen für Ihre Solidarität mit uns, die Sie durch den Empfang des
Abendmahls in der Gethsemane-Kirche gezeigt haben. Die beiden echten
ökumenischen Gottesdienste dort waren für uns der Höhepunkt des ÖKT. In
unseren Kirchengemeinden erfahren wir nur Zustimmung zu Ihrem mutigen
Verhalten. Möge Gottes Geist Sie weiter auf diesem Weg der Nachfolge
Jesu begleiten!
In herzlicher Verbundenheit
Brigitte und Gunter D., Memmelsdorf / Bamberg
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
das was jetzt mit ihnen passiert, müßte die halbe welt in krieg sein.
wie oft ist mein mann (evang.) in der kath. kirche zum abendmahl
gegangen und ich (kath.) in der evang. kirche, um die verbundenheit
nicht nur vor dem traualtar zu bekunden, sondern auch später beim
abendmahl. sie haben sich als pfarrer andere gesetze oder richtlinien zu
befolgen aber um liebe und glaube und gemeinsamkeit sollte mehr in
vorder grund stehen als gesetze oder richtlinien. ich hoffe das sie bald
in ihre gemeinde zu rückkommen können , bei so ein pfarrer der so viel
liebe zu den menschen, der keine unterschiede macht, braucht jetzt viel
zuspruch.
M. Baldauf
Lieber Herr Kroll, liebe
IKvu,
anbei übersende ich Ihnen eine Kopie meines Schreibens an Bischof Mixa
vom heutigen Tage.
Mit allen guten Wünschen für Sie persönlich, Ihr Joachim S., Kiel
Sehr geehrter Herr
Bischof,
liebe andere Verantwortliche in der Bistumsleitung!
Tief betroffen über die wieder einmal unangemessene und unsensible Behandlung des tiefen Wunsches nach ökumenischer Mahlsgemeinschaft aller Mitglieder der Kirche Jesu Christi, der sich jetzt in der zeitweisen Suspendierung von Pfarrer Kroll ausdrückt, protestiere ich gegen diese Maßnahme und bitte Sie inständig, diesen Schritt zurückzunehmen. In voller Kenntnis der Argumente des Papstes und der Haltung der Deutschen Bischofskonferenz, aber auch in voller Kenntnis der kirchenrechtlichen Ausnahmemöglichkeiten und der Möglichkeit einer anderen, verständnisvolleren dienstrechtlichen Sanktion wäre es wohl an der Zeit, lieber Herr Bischof Mixa, dass nicht Pfarrer Kroll, sondern Ihnen, "Gelegenheit zur Neubesinnung und zum Überdenken" Ihres "priesterlichen Selbstverständnisses gegeben" würde, wie Sie in Ihrer Presseerklärung vom 4.6. so treffend formulieren haben lassen. Wie viele engagierte Pfarrer mit ehrlicher Sehnsucht nach einer geschwisterlichen Kirche und weiteren echten Ökumene-Schritten wollen Sie noch verlieren oder in die innere Kündigung treiben, wie viele ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter in der Seelsorge, ihrer ehrenamtlichen Katecheten und Pfarrgemeinderatsmitglieder, ihrer Gottesdienstbesucher sollen vor Unverständnis den Kopf schütteln und sich fragen, ob Sie in einer Kirche, die auf echte christliche Grundfragen das Kirchenrecht zückt, noch bleiben wollen? Ich fordere Sie zu einem Schritt der Versöhnung auf: Wenn Sie meinen, Sie müssten - aus welchen Gründen (konservative Strömungen? Rom?) auch immer - eine Sanktion verhängen, ermahnen sie Pfarrer Kroll dienstrechtlich. Ich erinnere aber daran, dass ehrliches Verständnis, Vergebung und Verzeihung, vielleicht sogar Stolzsein auf einen solchen engagierten und mutigen Priester (siehe auch die Stellungnahme der KJG Ihres Bistums) angebrachter wären und mir - mit Respekt - auch etwas näher an der Botschaft Jesu erscheinen würden.
Mit freundlichen Grüßen
und voller Hoffnung auf eine Veränderung bei Ihnen
Joachim S., Kiel
Auch wir waren bei den
Gottesdiensten in der Gethsemanekirche am Prenzlauer Berg. Wir
praktizieren in unserer Gemeinde seit Jahren die gegenseitige Einladung
zur Eucharistie und zum Abendmahl. Es ist für mich eine
Selbstverständlichkeit, als Katholikin zum Abendmahl zu gehen, wenn ich
am evangelischen Gottesdienst teilnehme. Und das machen viele viele
Menschen. Also, es wird schon lange getan, was jetzt verboten wird. Sie
hatten den Mut, Herr Pfarrer Kroll, das öffentlich zu tun. Dass Sie
dafür bestraft werden, ist nicht zu aktzeptieren. Wir protestieren gegen
diese Maßnahme der Kirchenleitung. Sie haben unsere volle Solidarität.
Anni und Walter F., Kehl
Einigkeit ist einem
Glaubenskrieg wohl vorzuziehen! Der von Ihnen eingeschlagene Weg ist
richtig, die Zeit der Religionskriege muss doch irgendwann enden!
Eva B., Salzburg
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
vielen Dank für Ihr großartiges Zeichen der ökumenischen Verbundenheit.
Wir mussten jahrelang unter einem Pfarrer leiden, der mit seinem Starrsinn und seinem Egoismus unser Gemeindeleben völlig durcheinander brachte. Mutige und aufgeschlossene Pfarrer wie Sie werden jedoch ihres Amtes enthoben. Es ist ein Skandal! Möge der Heilige Geist, der Beistand, allen Beteiligten beistehen und ihre Herzen erleuchten. Beten wir gemeinsam um das Kommen des pfingstlichen Geistes!
In tiefer Gebetsverbundenheit grüßt Sie Armin M.
Keep up the good work for ecumenical church! We are praying for unity of all Christians, in fact of all religions to worship God who is at one with all our beliefs.
Blessings and prayers,
Wendy Marsh and the Catholic Scripture Study Group in Amarillo, TEXAS
(USA)
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
meine Frau und ich sind schon seit 45 Jahren ein konfessionsverbindendes
Ehepaar, das an den beiden Gottesdiensten in der Gethsemane – Kirche mit
großer Dankbarkeit teilgenommen hat. Wir werden die bewegenden Stunden ,
die wir auch Ihnen zu verdanken haben, nie vergessen. Wir haben Ihren
Mut bewundert, konsequent das zu tun, was oekumenisch engagierte
Christen schon lange erwarten.
Umso mehr erfüllt es uns mit Zorn, dass Sie Ihr Bischof in engstirniger Auslegung längst obsolet gewordener Paragrafen des CIC inzwischen vom Amt suspendiert hat. Wie können wir Ihnen helfen?
In Dankbarkeit und mit
herzlichen Grüßen
Ihre Ursula und Gernot Gutmann
Lieber Pfarrer Kroll,
vielen Dank für diesen unvergesslichen Gottesdienst in der
Gethsemanekirche. Ich bedauere es sehr, wie Bischof Mixa entschieden
hat, das habe ich dem Bischof auch geschrieben. Ich hoffe, das diese
schlechte Entscheidung noch abgeändert wird. Als evangelisches Kind
eines katholischen Vaters kenne ich sehr wohl die Auswirkungen solcher
Sanktionen. (Mein Vater war zweimal exkommuniziert).
Ich möchte Ihnen für Ihren Mut danken und wünsche Ihnen Kraft auf dem Weg, der vor Ihnen liegt. Mein Konfirmationsspruch lautet: Ich der Herr, dein Gott bin es, der dich führt auf den Weg, den du gehen sollst. Ich denke, das dieser Spruch sehr gut zu Ihnen passt, denn ich bin überzeugt das Gott selber Sie auf Ihrem Weg geführt hat und Sie auch weiterführen wird ganz in seinem Sinne. Gerne biete ich Ihnen jede Unterstützung an, die Sie benötigen.
Mit freundlichen Grüßen
Heidi Lesiow
(Mitglied der Synode der evangelischen Landeskirche Württemberg)
Ich bedaure die Suspendierung von Pfarrer Kroll und möchte ihm auf diesem Weg meine Hochachtung und Anerkennung aussprechen. Da setzt mal jemand den Gedanken der Ökumene in die Tat um - und schließlich handelt es sich nicht um eine gemeinschaftliche Aktion mit einem esoterischen Guru oder einem indianischen Schamanen oder einem muslimischen Imam, sondern um einen gemeinsamen Gottesdienst und das gemeinsam gefeierte Abendmahl unter Christen (!!!), die sich ja gemeinsam zu Jesus Christus bekennen und deren Lehre auf der gleichen Bibel beruht und die somit auch das Abendmahl bibelgemäß feiern und begreifen. Sicherlich gibt es da unterschiedliche Lehrmeinungen und Auffassungen, aber es geht hier nicht um historische oder theologische Dispute, sondern um ein gemeinsames Abendmahl im Sinn der Bibel. "Christen an der Basis" leben Ökumene schon längst. Warum tun sich die "Herren" in der Kirchenleitung so schwer damit? Geht es da um Macht und Politik oder um den lebendigen Glauben an Jesus Christus, der uns verbindet - gerade durch das gemeinsame Abendmahl? Ich bedaure, dass die katholische Kirche so hart reagiert - damit beweist sie einmal mehr, dass sie vom Leben der Christen, die tagtäglich ihren Glauben im Alltag umsetzen, weit entfernt ist.
Lieber Pfarrer Kroll, ich hoffe, dass Sie auch weiterhin mutig zu ihren Überzeugungen stehen können und dass Sie erleben, wie Gott Sie durch all dieses Geschehnisse hindurch begleitet und stärkt.
Gott segne Sie, Christa H., Großhabersdorf
Pfarrer Kroll, Sie dürfen
gegenüber Rom nicht klein beigeben und revozieren. Sie müssen die
römisch-katholische Reaktion nach Ablauf der vorläufigen Suspendierung
ertragen. Sonst wäre alles umsonst, was Sie so mutig angefangen haben.
Günter Timpe, Bochum
Sehr geehrter Herr Pfr.
Kroll,
Ihnen gilt meine Hochachtung für Ihren Mut am ÖKT in Berlin. Leider
bekommen Sie nun Ärger mit Ihrem Bischof, was ich sehr bedauere. Ich
wünsche Ihnen nicht nur die Kraft, weiterhin Ihre Meinung zum
gemeinsamen Abendmahl vertreten zu können, sondern auch, dass Sie eine
für Sie sinnvolle Alternative finden, wenn es mit Ihrem Bischof nicht
zur Einigung kommen sollte.
Hochachtungsvoll,
Dr. Dieter Appel, Landstuhl
Lieber Herr Pfarrer Kroll,
Sie werden sicherlich viele Tausend Mails erhalten in diesen Tagen.
Deshalb nur kurz als Reaktion auf die unverständlichen Massnahmen der
katholischen Kirche gegenüber Ihrem Amt und Auftrag eine Email der
Solidarität.
Ich bin selber Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers und habe 10 Jahre in der Mission in Zentralafrika gelebt und dort ökumenisch gearbeitet. Seit Jahren praktiziere ich den "pastoralen" Ungehorsam und nehme am katholischen Abendmahl teil, da ich fest davon überzeugt bin, dass die Unterschiede im Kirchenverständnis zwar vorhanden sind, dass aber der Gehorsam gegenüber der Aufforderung Jesu, die Eucharistie/Abendmahl zu seinem Gedächtnis und in seiner Gegenwart zu feiern, nicht unter-, sondern übergeordnet werden muss. Auf dass alle eins seien - ut unum sint!
Seien Sie meiner Unterstützung, auch im Gebet am kommenden Pfingstsonntag in meiner Kirchengemeinde Lemförde, vergewissert. Gott stärke jedes Engagement des gemeinsamen Zeugnisses in dieser Welt.
Mit freundlichen
kollegialen Grüßen
Pax et bonum
Pastor Stefan Melcher, Lemförde
Lieber Pfarrer Bernhard
Kroll,
auch ich danke Ihnen für Ihren mutigen Schritt am Rande des Ökumenischen
Kirchentages, der ohne gemeinsames Mahl aus meiner Sicht den Namen gar
nicht verdient hat. Gott sei Dank ist den nachwachsenden Generationen
ein hartherziges Ausschließen anderer ChristInnen vom gemeinsamen Mahl
NICHT MEHR VERMITTELBAR, und auch ich kann aus der Bibel nur
herauslesen, dass wir gemeinsam zum Mahl geladen sind. Denjenigen, die
in der Hierarchie der katholischen Kirche einen unbarmherzigen,
lieblosen, nur von Rechtsdenken geprägten Weg eingeschlagen haben, kann
ich nur von Herzen Einsicht wünschen.
Ihnen wünsche ich Kraft,
Trost, Mut und Gottes Segen,
Gunhild V.
Sehr geehrter Herr
Bischof Mixa,
ich möchte Ihnen hiermit mein spontanes Mißfallen zur Suspendierung von
Herrn Pfarrer Kroll zum Ausdruck bringen. Sowohl ich Verständnis für
Kirchen-rechtliche Bedenken habe, finde ich die Teilnahme von Pfarrer
Kroll am evangelischen Abendmahl doch sehr sinnvoll, im Trachten nach
einer Überwindung der Kirchenspaltung. Ich bin katholischer Christ und
habe bei vielen Auslandsaufenthalten selbstverständlich Ökumene
praktiziert und an evangelisch/ lutherischen Abendmahlsfeiern aktiv
teilgenommen. Ich kenne Herrn Pfarrer Kroll nicht und komme auch nicht
aus dem Bistum Eichstätt.
Ich bitte Sie hiermit, die Suspendierung von Pfarrer Kroll zurückzunehmen. Ich glaube es ist auch für die Katholische Amtskirche an der Zeit, dem Wunsch aller Christen nach einer Vereinigung der christlichen Kirchen Rechnung zu tragen. Dem entsprechen Sie durch die Suspendierung von Herrn Pfarrer Kroll nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Walter S.
Ich plädiere für eine Solidaritäts- und Unterschriftenaktion unter kath. Priestern, nach dem Motto: "Auch ich habe das Abendmahl in einem evangelischen Gottesdienst empfangen." Ob die Bischöfe wirklich 50 oder 70% der Priester (nach meiner Einschätzung) suspendieren würden?
Hildegard Hornung
Respekt vor dem Mut und dem Engagement dieses Priesters! Mögen Sie weiterhin Kraft für Ihre Arbeit an diesem schwierigen Thema haben! Haben wir nicht als Kinder gelernt, dass Gott alle Menschen lieb hat? Was maßt sich der Papst an, Menschen von der Gemeinschaft vor Christus auszuschließen? Gott vergelt's!
Astrid Steinmüller
Ich habe nicht am gemeinsamen Abendmahl teilgenommen, obwohl ich es vorhatte. Mein Zeitplan und andere Gegebenheiten haben es nicht ermöglicht. Mir persönlich tut es sehr weh, dass ein mutiger Mensch wie Pfarrer Kroll nun so behandelt wird. Ich werde mich weiter kundig machen, wie er evtl. unterstützt werden kann. Was ich mich immer wieder frage: Ob Jesus zum Abendmahl bzw. zur Eucharistiefeier zugelassen würde? Er war immerhin Jude!
Hartmut S.
Ich finde es eine Schande, dass sich die katholische Kirche so etwas wie Kirchenstrafen überhaupt erlaubt. Die Ökumene sollte von allen Christen nach ihren eigenen Bedürfnissen und nach ihrem individuellen Glauben gefeiert werden dürfen. Ich kann leider nicht für Pfarrer Kroll spenden, aber mein "herzliches Beileid" aussprechen und ich wünsche ihm und seinem Umfeld viel Kraft, um die kommende Zeit durchzustehen.
Helga K.
Mit katholischen und evangelischen Wurzeln - meine Vorfahren väterlicherseits waren katholisch - war es für mich die bewegendste Veranstaltung, als wir Christen das gemeinsame Abendmahl gefeiert haben. Ich bin gerne evangelischer Pfarrer, arbeite aber genauso gerne mit meinen katholischen Mitchristen zusammen. Das Abendmahl hat mir diese Gemeinschaft gestärkt. Es geht doch zunächst um unseren Glauben an den einen Herrn Jesus Christus und an Gott, unseren gemeinsamen Vater. Und Gott will nicht, dass die Menschen, die sich auf ihn berufen, auseinanderdividieren lassen.
Ich möchte Bruder Kroll zunächst einmal danken, danken für seinen Mut und seinen Einsatz. Ich wäre wahrscheinlich zu feige gewesen. Was aber können die tun, die dieses gemeinsame Mahl als Chance für die gemeinsame Zukunft der Konfessionen sehen. Ich möchte gerne mit dazu beitragen, das da noch etwas mehr wächst. Was können wir für unseren Bruder tun, an seelischer, und an finanzieller Unterstützung?
Hans Löffler, evgl. Pfarrer
Mit Enttäuschung und Entrüstung habe ich soeben in den Nachrichten erfahren, dass Pfarrer Bernhard Kroll Jugendarbeit künftig nicht mehr ausführen darf und vorläufig vom Dienst suspendiert worden ist. Ich bin überzeugt, dass Erzbischof Mixa einen gewaltigen Irrtum begeht: Der Gott, welcher höher ist als alle Vernunft, ist ein liebender und verzeihender Gott, kein redigierender, Eminenz!
Da ich im Kreise derer
stand, die zusammen mit Pfarrer Kroll das Abendmahl aus der Hand von
Pfarrer Seidenschnur empfangen haben, fühle ich mich mit verantwortlich.
Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen, zum einen mit meinem
Gewissen vor Gott und Gebeten für Bernhard Kroll, zum anderen, ganz
pragmatisch, ggfs. auch finanziell, wenn das nötig wird. Wenn die rund
5000 Gläubigen, die an beiden Mahlfeiern in Berlin teilgenommen haben,
ebenfalls dazu bereit sind, können wir zusammen, was die irdische
Zukunft von Pfarrer Kroll betrifft, einiges von der offensichtlich
gewollten Härte des Erzbischofs gegen ihn abwenden. Dazu rufe ich auf!!!
Vielleicht haben andere ganz konkrete Vorschläge, wie wir dem kath. Priester beistehen können. Ich grüße den Arbeitskreis Ökumene der IKvu und die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche", die ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg-Nord mit allen ihren Verantwortlichen sowie Herrn Prof. Dr. Dr. Gotthold Hasenhüttl. Meine besonders herzlichen Grüsse und Segenswünsche gelten Pfarrer Bernhard Kroll und seiner Gemeinde in Dietenhofen-Großhabersdorf.
Regine K., Berlin
Congratulations to the Catholic and Lutheran Church in Germany for their celebration of Church Day. And thanks to Fr. Bernhard Kroll for his brave participation.
Sincerely, Al Rauckhorst
Henderson, Nevada (USA)
U.S. Catholics are extremely supportive of the wonderful ecumenical celebration in Berlin on Saturday. Catholics Speak Out / Quixote Center and, indeed, the vast majority of US Catholics overwhelmingly support the goal of true ecumenism; a respect for each other, and celebration of our mutual beliefs, hopes, and deep desire for reconciliation.
As the Pope himself has shared
communion with leaders of other denominations and individuals from other
denomination, there should be no sense of wrongdoing for Fr. Kroll. The people
who celebrated eucharist together were expressing their deepest longings, and
God's own prayer for reunion.
I give thanks for Fr. Kroll and his witness for reconciliation of the churches.
In solidarity,
Rea Howarth, Coordinator
Catholics Speak Out / Quixote Center (USA)
Dear Fr. Berhard,
I heard of you courageous ecumenical action and would like to offer my
support and appreciation.
Thank you, Peg Newman (USA)
Dear Fr. Kroll,
I hold your brave action towards Christian Ecumenism in great esteem and
admiration. May your efforts succeed with the knowledge that the
spiritual support and prayers of countless Christians including a
Catholic like me are with you.
God bless.
Nihal Fernando (USA)
Ich gratuliere Herrn Bernhard Kroll für seinen Mut und danke ihm dafür. Die Reformen müssen von unten kommen; Entwicklungen laufen meistens über diesen Weg.
Mit freundlichem Gruß
Prof. August F., Bern (Schweiz)
Sehr geehrter Herr Kroll,
leider konnten wir den Gottesdienst am Samstag nicht mitfeiern, dafür
aber am Donnerstag Abend mit dabei sein. Ihnen und Ihrem katholischen
Kollegen, der am Donnerstag den Gottesdienst gefeiert hat, ein
herzliches Dankeschön, mutiges Durchhaltevermögen und einen
solidarischen Gruß
Eva-Maria und Hans-Dieter E., Gau-Algesheim
Über 2000 Jahre
Christentum verdanken wir der grenzenlosen Menschenfreundlichkeit
unseres Gottes, des Vaters, unseres Bruders, Jesus Christus und der
Heiligen Geisteskraft, unserer Schwester. Aber auch mutigen Vertretern
der Seelsorge-Institution Kirche. Ich bete für alle, die sich mit
Zivilcourage not-wendend für unseren Glauben einsetzen.
Meine Solidarität gilt auch Pfarrer Bernhard Kroll und allen, die bereit
sind für den Glauben ihre Stellung in der Amtskirche zu riskieren.
Dr. Helga B., Fürstenfeldbruck.
Ich habe leider seine
Predigt nicht gehört, aber ich bewundere und unterstütze seinen Mut! Es
muss doch endlich mal Bewegung in der Ökumene geben. Nur so gewinnen die
christlichen Kirchen wieder junge Leute, die ja heute oft nicht mehr
getauft worden sind, weil sie sich "später allein entscheiden" sollen.
Ursula S. (77 Jahre)
Lieber Herr Kroll,
ich bewundere Ihren Mut! Machen Sie weiter und bleiben Sie standhaft!
Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Maria-Anna S., Altdorf
Lieber Bruder Bernhard
Kroll,
Ihr Mut und die Tatsache, dass Sie am gemeinsamen Abendmahl während des
Ökumenischen Kirchentags teilgenommen haben, haben mich gestärkt und mir
unendlich wohl getan! Nachdem ich selbst gespürt habe, wie es ist, wenn
eine ziemlich allein in der eigenen Kirche steht, möchte ich Ihnen dafür
den Rücken stärken. Ich denke an Sie und bete für Sie - und hoffe, dass
es einfach immer mehr werden, die das gemeinsame Abendmahl feiern. Wie
Bonhoeffer es ausdrückte, dass es allein auf das "Beten und Tun des
Gerechten" ankomme.
Mit lieben Grüßen, Dr. Brigitte Enzner-Probst, München
Lieber Bruder Bernhard
Kroll,
Mit Bestürzung erfahre ich gerade dass sie wegen dem Gottesdienst am
Samstag abend zu ihrem Bischof zitiert wurden. Ich habe die gemeinsamen
Gottesdienste in Berlin als sehr eindrucksvolle Erlebnisse und
Marksteine auf dem Weg der Ökumene erfahren. Ich möchte ihnen den Rücken
stärken und sie meiner ungeteilten Solidarität versichern.
mit besten Grüssen aus Oberbayern, Uli H.
Sehr geehrter Herr Kroll,
ich finde es sehr wichtig und gut, was Sie getan haben. Bitte lassen Sie
sich nicht beirren.
Viele Grüße, Sybille M.
Peace, Bernard!
Your words and actions speak volumes. Yves Congar is with you!
Blessed be your meeting
with your bishop. Our prayers go with.
Terry Dosh,
Associaton for the Rights of Catholics in the Church (USA)
Dear Father Bernhard
Kroll.
Thank you for calling for joint communion with others; it is the correct
thing to do. It is sad that the Vatican is so "control" oriented that
they cannot see the movement of the Spirit.
Blessings on your ministry. Peace.
Peter Kopkowski, San Diego CA (USA)
Dear Fr. Kroll,
know that you are supported around the world for your participation in
the ecumenical conference. We want your local bishop to know that we
need to walk with our fellow Christians and celebrate the good news with
them. We admire your courage and
pray that your meeting with the bishop has gone well.
We are in solidarity with you for your ecumenical efforts.
Bob and Mary Ann Hain, Berkeley Heights NJ (USA)
Sehr geehrter Herr Kroll!
Für Ihren Mut danke ich Ihnen aus ganzem Herzen. Durch Ihren Schritt
haben Sie in meinen Augen der katholischen Kirche ein Stückchen
Mittelalter genommen und mein und vieler anderer Unbehagen für einen
Augenblick weggewischt. Leider ist Ihr Verhalten noch nicht Normalität
in unseren Kirchen und selbst, sich "fortschrittlich" gebende Geistliche
wagen es in weniger öffentlichen ökumenischen Bereichen nicht, Ihnen
gleich zu tun.
Wie kann ein Papst auf Dauer glaubwürdig friedensstiftend erscheinen, wenn er die fehlende Tischgemeinschaft und die Trennung beim Abendmahl in der Christengemeinschaft weiterhin so vehement unterstützt? Wir brauchen viele kleine Schritte in Ihrer Richtung besonders auch von Amtsträgern. Die Beteuerung "die fehlende Gemeinschaft am Tisch des Herrn ist ein Ärgernis" wird bei der erlebten Stagnation immer mehr zur Floskel, die vielen Amtsträgern leicht und immer unbedachter von den Lippen kommt, weil sie so bequem ist. In Wirklichkeit geht es hier nicht mehr um ein Ärgernis, mit dem ja viele und immer länger leben zu können scheinen, sondern um eine gravierende Zumutung unseren Mitchristen gegenüber.
Nochmals herzlichen Dank für Ihren kleinen aber wichtigen Schritt und Mitgefühl und Sympathie, wenn Sie harte Konsequenzen durch Kirchenleitungen erfahren sollten.
Herzliche Grüße, Ulrich M., Dortmund
Sehr geehrter Herr Kroll,
auch ich möchte mich mit ihnen solidarisch erklären. Ich bin katholisch
und hätte gerne an dem ökumenischen Gottesdienst in der
Gethsemane-Kirche teilgenommen, war aber leider durch Krankheit
verhindert. Ich hoffe und glaube daran, dass wir Christen mit Hilfe so
mutiger Menschen wie Ihnen auch die gemeinsame Eucharistiefeier
erreichen werden.
Dafür und für sie bete
ich!
Herzlichst, Ursula St.-S.
Lieber Herr Kroll,
wir danken Ihnen für Ihren Mut und zeigen die Solidarität, die Sie jetzt
brauchen, um nicht das Gefühl zu haben, allein zu stehen. Bleiben sie
stark im Vertrauen darauf, dass Sie durch Ihren Auftritt in der
Gethsemane-Kirche nicht Ärgernisse schaffen wollten, wohl aber zu
signalisieren, dass Jesus Christus der Einladende ist.
Mit lieben Grüßen, Konrad N., Dorsten
Sehr geehrter Herr Kroll,
ganz herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, im Gottesdienst am letzten
Samstag-Abend in der Gethsemane-Kirche in Berlin die Predigt zu
übernehmen. Wir hoffen, dass das "bischöfliche Strafgericht" nicht zu
heftig ausfallen wird. Für die kommende Zeit wünschen wir Ihnen Gottes
Segen und lassen Sie sich bitte nicht entmutigen.
Mit freundlichen Grüßen, Manfred D.
Bischof Mixa steht nicht im Geruche großer Fortschrittlichkeit was die Ökumene angeht. Wir, meine Frau und ich werden zum Hl. Geist beten, er möge sich die Zeit zu einem Besuch im Eichstätter Ordinariat nehmen. Bernhard Kroll verdient unser aller Respekt und Unterstützung, während sein Bischof doch bitte erklären möge ob ER oder ROM für Jesus entscheiden können, wer seine Gastfreundschaft genießen darf und wer von den beiden Instanzen sich zutraut, Jesus vorzuschreiben, an welcher Form seines Sakraments er sich beteiligen darf. Man ziehe in Eichstätt auch Matt 18,1-5 zu Rate.
Mit freundlichem Gruß und besten Wünschen, Karl R.
Sehr geehrter Herr
Bernhard Kroll,
ich wünsche Ihnen für das Gespräch mit Ihrem Bischof, dass der Heilige
Geist mit diesem sei. Ich bin 60 Jahre alt und habe in meinem Leben
immer wieder erfahren, dass ich in Gottes Händen bin, nicht in den
Händen von Kirchenjuristen. Aus der katholischen Kirche bin ich bis
heute nur deshalb nicht ausgetreten, weil ich immer wieder Katholiken
fand, die nicht daran glauben, dass Gott sich von der katholischen
Funktionsträger-Hierarchie vorschreiben läßt, was sein Wille ist.
Lassen Sie sich nicht
entmutigen, hinter Ihnen stehen viele Gläubige (auch ich), für die Gott
der Mittelpunkt ist und nicht die Meinung geistlicher Würdenträger.
Ihr Peter B.
Lieber Bernhard Kroll,
auch wenn ich Sie nicht persönlich kenne, gilt Ihnen meine
uneingeschränkte Sympathie dafür, dass Sie in der Berliner
Gethsemane-Kirche der Einladung zum Abendmahl gefolgt sind. Ich bin
sicher, Gott ist mit Ihnen - auch Jesus hätte diese Einladung nicht
ausgeschlagen. Ich hoffe und bitte für eine bessere Zukunft unserer
Kirche, vor allem, dass den Ängstlichen Bewahrern eines Glaubens, der
ein starrer Glauben ist und nicht lebendig im Sinne Jesu, die Angst
genommen wird, Angst, die Misstrauen sät und alles Leben im Keim
erstickt.
Herzliche Grüße aus
Eisenberg,
Christian Lauer, Webmaster
www.wir-sind-kirche.de
Liebe MitstreiterInnen,
gern schicke ich einen solidarischen Gruß für Herrn Kroll an Euch und
hoffe, warte, bete und bange ob der weiteren Nachrichten.
Mit freundlichen Grüßen, Evelin G., Nürnberg
Natürlich habe ich hohe Achtung vor Herrn Bernhard Kroll! Die Gottesdienste mit gemeinsamem Abendmahl standen im Brennpunkt des Kirchentages. Ich selbst habe seit über dreißig Jahren die Konfessionsgrenzen bezüglich des Abendmahles nicht mehr akzeptiert. Doch aufgrund der Praxis der Kirchen bin ich eigentlich resigniert. Ich kann nicht mehr glauben, dass die kirchliche Hierarchie (vor allem die römische) das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus verkünden will. Um so mehr ist ein Ereignis wie dieses gemeinsame Abendmahl für mich ein hoffnungsvolles Zeichen.
Ich möchte Herrn Bernhard Kroll zu diesem Tun gratulieren und bin erfreut über seinen Mut. Vor allem aber wünsche ich ihm Gelassenheit gegenüber der kirchlichen Behörde, aber auch gegenüber den "Revoluzzern" in den "eigenen" Reihen. Dass wir gelassen und konsequent zugleich das anstreben und tun, was der Absicht Jesu entspricht!
Mit allen guten Wünschen
und herzlichen Grüßen!
Bernhard W., Herzberg / Elster
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Ich bewundere Ihr Verhalten und ziehe ganz tief meinen Hut vor Ihnen.
Meine große Bitte an Sie: Unterrichten Sie mich, wenn Sie mit irgend
welchen Sanktionen belegt werden. Ich werde dann sofort meinem Bischof
in Fulda mitteilen, dass ich meine Missio zurückgebe und zum
evangelischen Glauben übertrete. Ich werde dies in einem offenen Brief
kundtun.
Mit freundlichen Grüßen, Erich S.
Lieber Bruder in Christus,
Mein Gebet geht über den großen Teich zu Dir, als Zeichen meiner
Solidarität. Deine Kühnheit ist ganz sichtbar das Werk des Hl. Geistes,
das uns alle mehr oder weniger die Kraft , Energie und das Licht gibt
für das Sich-Einsetzen in unserer Kirchenreform. Hut ab, Bernhard!
Ich hoffe, dass wir hier in den USA. mehr zu hören bekommen über die Stellungnahme des Klerus und der Hierarchie nach dem großen Kirchentag. Von solchen tapferen Schritten, wie Deinen, müssen unsere Priester hier unbedingt zu erfahren bekommen, denn viele laufen leider noch mit sanften Katzentatzen herum.
Euch allen Pionieren der
"Wir sind Kirche"-Bewegung Deo gratias und ein ehrliches, von
Herzen Vergelt's Gott.
Gaudium et spes, Evi Quinn
Call To Action, San Diego (USA)
Sehr geehrter Herr Kroll,
seien Sie versichert, dass Ihre Entscheidung für die Teilnahme am
evangelischen Abendmahl von vielen, vielen als ein wahrlich christlicher
Schritt in eine so wichtige Richtung gesehen wird und wir Sie jetzt ganz
bestimmt nicht im Stich lassen werden.
Mit freundlichen Grüßen, Renate H.
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
Wir danken Ihnen - ebenso wie Herrn Professor Hasenhüttl - für den Mut,
sich für die gute Sache der gemeinsamen Mahlfeier eingesetzt zu haben.
Und wir können sagen: "Wir sind dabei gewesen"! Wir können die strenge
Haltung Roms (und Eichstätts!) nicht begreifen, zumal aus Sicht der
Theologen bekanntlich dem nichts entgegen steht! Wir wünschen Ihnen ein
gnädiges Urteil und vor allem die Kraft, damit umzugehen.
Gottes Segen, Heinz und Margret L.
Danke für diesen mutigen
Schritt!
Ich habe auch keine Schwellenangst mehr, aber ich bin auch nicht mehr
hauptamtlich in der Kirche tätig.
Margot S.
Sehr geehrter Herr Kroll!
Ich danke Ihnen für Ihren Mut, öffentlich zur eigenen Meinung zu stehen
und sage Ihnen meine volle Unterstützung zu.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Ilse Weiß, Laa / Thaya (Österreich)
Lieber Mitbruder Bernhard
Kroll!
Sehr aufmerksam habe ich als katholischer Religionslehrer in Lingen die
Geschehnisse auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin verfolgt. Obwohl
in vielen Gemeinden "vor Ort" das ökumenische Abendmahl keine Seltenheit
darstellt, war es dennoch richtig - allen Drohungen zum Trotz - dass Sie
den Mut aufgebracht haben, in der Gethsemanekirche während des
evangelischen Abendmahls die Predigt zu halten. Dass die Amtskirche
meint daraufhin ihre "Macht" zeigen zu müssen und die "Peitsche"
schwingt, ist nicht nur unchristlich und antijesuanisch, sondern auch
ein Eingeständnis ihrer theologischen Argumentationslosigkeit.
Es ist meine feste Überzeugung, dass in Wahrheit alle so genannte "noch theologischen Fragen" reine Machtfragen sind. Autoritäre Systeme sind - das beweist die Geschichte - immer von Basis gestürzt worden; die gewaltlosen Aktionen unter dem Dach der Kirche ("Friedensgebete") im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung sind ein letzter deutlicher Beweis für diese These. Irgendwann wird die Amtskirche - das ist meine Hoffnung - die "normative Kraft des Faktischen zur Kenntnis" nehmen müssen, die von mutigen Schritten der Basisgemeinde immer wieder gegangen werden müssen, um die letzte absolutistische Macht in Europa zum Einsturz zu bringen.
Ich bedauere natürlich,
dass Sie persönlich jetzt die Keule der katholischen Amtskirche zu
spüren bekommen; doch möchte ich Ihnen meine tiefe Solidarität
aussprechen und Ihnen für Ihren mutigen Schritt mit großem Herzen
danken.
Paul H., Lingen
Lieber Herr Kroll,
Danke Ihnen, persönlich und im Namen unserer nationalen Bewegung
"Diálogo y Vida", für das Zeichen, das sie mit der ökumenischen
Messfeier gesetzt haben. Wir waren im Geiste mit Freuden dabei.. "Alles
was trennt, kommt vom Menschen, alles was einigt kommt von Gott".
(Johannes XXIII). Ein Papst, der nicht Brückenbauer (pontifex), wie
Jesus es war, verfehlt seine Aufgabe.
Franz Wieser, Peru
Sehr geehrter Herr Kroll,
zunächst gratuliere ich Ihnen zur Zivilcourage, dass Sie als
katholischer Priester in der Gethsemane-Kirche der Gastfreundschaft der
evangelischen Geschwister zum Abendmahl gefolgt sind. Wenn Sie heute von
Ihrem Bischof Dr. Walter Mixa zu einem Gespräch geladen sind, hoffe ich,
dass Sie - wie einst Christus vor Pilatus - stark bleiben. Ich denke an
Sie und bitte Gott um Beistand für Sie und um Erleuchtung Ihres
Bischofs. Gebe Gott, dass Ihr Bischof sich nicht als Diener des Papstes
versteht, sondern vielmehr im Geist Christi denkt und handelt. Sie haben
mit Sicherheit richtig gehandelt.
Es grüßt Sie herzlich
Eberhard R., Neustadt / W.
Dear Fr. Kroll
I am writing to send you my prayers for the Holy Spirit to assist you in
your meeting with your bishop regarding the celebration of an ecumenical
Eucharist. I am absolutely convinced that courageous gestures like yours
are the work of the Holy Spirit in bringing about a new reformation in
Christianity that will heal the divisions between denominations so that
Christians can work together to transform the world in justice and
peace. We must move without permission to hasten the healing of old and
scandalous divisions netween denominations. The Catholic hierarchy have
become deaf to the voice and prompting of the Spirit and the reform of
the church can only now take place from below.
Thank you for your courage
and integrity
Joanna Manning, Toronto (Canada)
Sehr geehrter Herr Kroll!
Noch einmal herzlichen Dank an Sie! Indem Sie die Einladung zur
Abendmahlsfeier in aller Öffentlichkeit angenommen haben, haben Sie ein
wichtiges Zeichen gesetzt! Der eigentliche Skandal ist die Trennung, und
Sie haben die Einladung angenommen, so wie auch Jesus alle Einladungen
angenommen hat, die von Freunden (Lazarus), von Zöllnern (Zachäus) oder
auch von Pharisäern (Nikodemus). Ich wünsche Ihnen die nun nötige
Gelassenheit, damit Ihnen aus den Vorwürfen, die Sie womöglich zu
erwarten haben, kein persönlicher Stress entsteht.
Alles Gute und Gottes
Segen,
Matthias J., Österreich
Lieber Herr Kroll,
ich freue mich darüber, dass Sie ein Zeichen ökumenischer Gesinnung und
der Verbundenheit der Kirchen untereinander gesetzt haben. Auch wenn in
diesem Problembereich der Teufel wie so oft im Detail stecken mag,
brauchen wir mutige Schritte nach vorn, die auch einmal ein paar Wenns
und Abers außer Acht lassen.
Einen Gruß in freundlicher Verbundenheit, Werner M.
Lieber Bernhard Kroll,
ich war bei dem Gottesdienst am Samstag, 31. Mai 2003 in der
Gethsemane-Kirche dabei. Es war ein wirklich würdiger, schöner
Gottesdienst. Danke, dass Sie diesen Gottesdienst mitgestaltet haben!
Mit hoffnungsvollen Grüßen
für die Zukunft unserer Kirche
Johannes (und Hannelore) N., Bielefeld
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Kroll,
ich hoffe und wünsche für Sie und für alle ökumenisch tätigen
Katholiken, dass Ihr Bischof Walter Mixa sich noch an die Aussagen der
Würzburger Synode erinnert. Damals war er zwar noch nicht Bischof, aber
seine Kollegen haben damals mit großer Mehrheit einem Text zugestimmt,
in dem die Gewissensentscheidung des Einzelnen in der Frage der
Teilnahme am evangelischen Abendmahl als eine Möglichkeit gesehen wird,
die die Synode zwar im "gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gutheißen" kann,
aber auch nicht absolut verbietet.
Ich möchte hiermit meine Solidarität mit Herrn Pfarrer Kroll zum Ausdruck bringen. Ich bin über 30 Jahre als katholischer Theologe und Religionslehrer am Gymnasium tätig gewesen und bin seit dieser Zeit an der Basis und auf Diözesanebene ökumenisch engagiert. Auch ich habe nach gründlicher Gewissensabwägung schon vor Jahren die Entscheidung getroffen, bei entsprechenden Gelegenheiten die Einladung zum evangelischen Abendmahl anzunehmen.
mit herzlichen und
ökumenischen Grüßen
Edgar F., Puchheim
Sehr geehrter Herr
Bernhard Kroll,
ich bin Protestantin und danke Ihnen für Ihren Mut. Ich stehe nicht
allein. Am Sonntag in GD wurden Sie erwähnt und in unsere offiziellen
Fürbitten eingeschlossen. Gut, dass es mutige widerständige Menschen wie
Sie gibt! Gott segne sie!
Luise M., Bielefeld
Lieber Herr Kroll!
Ich habe Ihre Predigt gehört und war beeindruckt von Ihrem Inhalt. Es
freut mich, dass Sie Mut gezeigt haben und dem Geist Gottes gefolgt
sind. Für das heutige Gespräch mit dem Bischof wünsche ich Ihnen viel
Kraft und viel innere Freiheit. Seien Sie überzeugt, viele Menschen sind
mit Ihnen. Auch Jesus würde mit von der Partie sein.
Robert Hochgruber
Vorsitzender der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche
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