IKvu-Newsletter vom 15. Oktober 2015

»How many roads must a man walk down before you call him a man?« Bob Dylan
Wie viele Straßen muss ein Mensch gegangen sein, bis er als Mensch respektiert wird?

 

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
vor sich sehen Sie unseren neuen IKvu-Newsletter „down under“!
Häufig wurden wir gefragt: Gibt es gerade eine Veranstaltung in meiner Nähe? Welche Themen bearbeiten Eure Gruppen? Auch war die ständige Werbung in unserem bisherigen kleinen Newsletter recht lästig. Starten wir also ein neues Format: down under!
 
Alle vier bis sechs Wochen möchten wir nun Info´s zu interessanten Veranstaltungen, Kampagnen, Pressemeldungen sowie Tipps für eine kirchenreformerische Arbeit aus den IKvu-Mitgliedsgruppen und unseren Kooperationspartnern versenden. So geben wir einen Überblick, wieviel sich in unserem ökumenischen Netzwerk ereignet. Sie können den Newsletter gern weiterleiten und uns Anregungen und Hinweise zuschicken. Das neue Format wird sich nach anfangs tastenden Schritten auch mit Ihrer Hilfe hoffentlich gut entwickeln.
 
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Sebastian Dittrich und Jörn Bensch

[zeit]genossenschaft – 35 Jahre Initiative Kirche von unten


„Am 6./7.  September 1980 trafen sich die beteiligten Gruppen zur Reflexion und zu neuen Plänen. Klar war, dass alle weiter arbeiten wollten. Das Kürzel Kvu hatte einen festen Platz im deutschen Katholizismus und in der Öffentlichkeit gefun­den, so dass alle es weiter benützen wollten. Doch sollten Katholikentage von unten nicht der einzige Zweck des neuen Bündnisses sein. Da kam das Kürzel IKvu ins Gespräch: die ‚Initiative Kirche von unten‘ wurde geboren!“ ... so erinnert sich Ferdi Kerstiens an die Gründung der IKvu in der KSG in Frankfurt am Main.
 
35 Jahre später – klar, die Welt hat sich verändert, die Bundesrepublik mit ihr, und dennoch begegnen uns gewisse Phänomene noch heute: Das Ausgrenzen von unliebsamen Personen und Themen etwa. Die Gründung der IKvu 1980 war eine Reaktion auf die Ausgrenzung von Hans Küng, von Kirchenreform-Themen und kritischen Gruppen wie “Homosexuelle und Kirche”, der “Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen”, “Christen für den Sozialismus” und der Gruppe “Alternativer Katholizismus”.
 
Seither hat sich unser Themen-Tableau weiter entwickelt und auf neue Herausforderungen reagiert: Die IKvu ist heute konsequent ökumenisch, sie trägt die Ökumenische BAG Asyl in der Kirche wesentlich mit und fordert zum Beispiel mit der Konferenz “Afrika neu denken” eine Revision gängiger Afrika-Bilder. Fundamentalismen jeglicher Couleur, sei es christlicher oder anderer Herkunft, treten wir entschieden entgegen. Kirchenreform ist heute mehr denn je eine gesellschaftliche Aufgabe – sie taugt nicht als binnenkirchliches Projekt, das war von Beginn an der Ansatz der Kirche von unten und das verbindet die IKvu-Gruppen von Hamburg bis München. Unsere Aufgabe sehen wir deshalb noch immer darin, auf Ausgrenzungen und Strukturen hinzuweisen, durch die Kirchen die eigenen Positionen wichtiger nehmen als das eigentlich Entscheidende: „Zeitgenossenschaftlich“ Partei zu ergreifen für eine Perspektive von unten.
 
Bernd Hans Göhrig
 
Weitere Infos zum 35. Geburtstag: www.ikvu.de

News

 

Pro Asyl
Offener Brief zur Abstimmung zum Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz
http://www.proasyl.de/de/presse/detail
/news/offener_brief_zur_abstimmung_zum_asylverfahrensbeschleunigungsgesetz/


EKD-Pressemitteilung Nr. 189/2015
Evangelische Kirche benennt Eckpunkte zur deutschen Sicherheitspolitik.
Militärbischof und Friedensbeauftragter begrüßen Weißbuch-Verfahren.
Das Eckpunkte-Papier steht auch als Download zur Verfügung unter
www.ekd.de/EKD-Texte/weitere_texte.html

Termine


IKvu | 16.10.2015, 19:30 Uhr
Gott glaubt an den Menschen – Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide im Gespräch mit Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor des Hauses am Dom. Dompfarrsaal, Domplatz 12, 60311 Frankfurt am Main ... weiter

 

HuK | 16.10. – 18.10.2015
Armut und Migration – Wie weit reicht die schwule Solidarität?
Jahrestagung AG Schwule Theologie e.v.
Waldschlösschen, Reinhausen bei Göttingen ... weiter

 

Bundes-ESG | 30.10. bis 01.11.2015  
EinSinGen
Chorwochenende der Bundes-ESG in Frankfurt am Main ... weiter

 

CIR | 30.10. – 1.11.2015
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair!
Aktionsworkshop der Christlichen Initiative Romero e.V. in Berlin-Weißensee ... weiter

 

Ev. Hoffnungsgemeinde | 12.11.2015, 19:30 Uhr
GRUPO SAL: BUEN VIVIR
Eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal.

Neue Töne aus Lateinamerika. Ev. Matthäuskirche, Frankfurt am Main ... weiter

 

Ökumene 2017 | 15.11.2015 18:00 Uhr
Auf der Flucht
Gottesdienst von Ökumene 2017 e.V. in der Ev. Kirche Milspe, Kirchstraße 44, in 58256 Ennepetal ... weiter

 

IKvu | 20.11.2015, 19:00 Uhr
Michael Lapsley: Mit den Narben der Apartheid

Vom Kampf für die Freitheit zum Heilen traumatischer Erinnerungen.
Buchvorstellung mit Michael Lapsley in der Matthäuskirche, Friedrich-Ebert-Anlage 33, Frankfurt/Main ... weiter

 

27. – 28. 11. 2015
Die abrahamitischen Religionen und der Frieden
Ein jüdisch-christliches-islamisches Gespräch

Ev. Akademie in Lutherstadt Wittenberg ... weiter

 

IKvu & LIP | 02.12.2015, 19:30 Uhr,
Kirche im Konflikt – Rechtextremismus als kirchliche Herausforderung
Podium mit Diskussion im Haus am Dom ... weiter

Aus dem Netzwerk

 

BAG Asyl in der Kirche e.V.
Aufnehmen statt Abschrecken!
Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche ist bestürzt und alarmiert angesichts der geplanten Verschärfungen des Asylrechts. „Die aktuellen Bestrebungen höhlen das Asylrecht in erschreckender Weise aus“, so Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen BAG Asyl in der Kirche ... weiter

 

Christliche Initiative Romero e.V.
Die Studie „Ausgepresst – Hinter den Kulissen der Orangensaft-Industrie“
die wir, die Christliche Initiative Romero, gemeinsam mit Global 2000 gerade veröffentlicht haben zeigt die Produktionsbedingungen eines Produkts auf, mit dem große Handelskonzerne weltweit Milliarden Umsatz machen. Verantwortung  für diese Bedingungen übernehmen wollen sie jedoch meist nicht. Die Orangensaftstudie zeichnet ein transparentes Bild der gesamten Orangensaftlieferkette, vom Anbau der Orangen bis zum Marketing und Verkauf des Fruchtsaftes. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen, die europäische Handelsketten wie Aldi oder Lidl gerne aufrecht erhalten würden.
Die Kurzfassung der Studie sowie die ausführliche englische Originalfassung kann hier heruntergeladen werden: http://supplychainge.org/kampagne/ausgepresst/?L=de

 

inta. Interreligiöses Forum 7
Thema: Geld und Religion

mit Beiträgen von Elisa Klapheck/Jennifer Nicolay: Wert.Macht.Beziehung, Brigitte Häcker: Die schwäbische Hausfrau, Anne Strotmann: “In Go(l)d we trust” u.a.
Bestellmöglichkeit: www.inta-forum.net

 

imprimatur _ 3.2015
nachrichten und kritische meinungen aus der katholischen kirche
mit Beiträgen von Dietmar Mieth: Homosexualität in den Kirchen, Karl-Heinz Ohlig: Macht der Mythen, Theo Mechtenberg: Bonhoeffer-Rezeption in Polen, Rudolf Uertz: Menschenrechte in der katholischen Kirche u.a. Bestellmöglichkeit: www.imprimatur-trier.de

 

ansätze _ ESG-Nachrichten 4.2015
Thema: Flucht und Vertreibung
mit Beiträgen von Carla Küffner: Tücken der Flucht, Albert Scherr: Welche Bildung braucht die Einwanderungsgesellschaft?, Ingo Schulze: Pegida – Die nützlichen Idioten? u.a.
Download: http://www.evangelische-jugend.de/themen/studium-und-hochschule/publikationen-und-texte/ansaetze

 

HuK-info 3.2015
Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V.
mit Beiträgen von Thomas Wagner: Öffnung der Ehe oder die “Büchse der Pandora”, zum Ev. Kirchentag, kirchlichem Arbeitsrecht und Homosexualität, Homosexualität und ev. Landeskirchen u.a.
Bestellmöglichkeit: https://www.huk.org/cms/front_content.php?idcat=26&idart=28

 

Christin und Sozialistin. Christ und Sozialist_CuS
Kreuz und Rose_Blätter des Bundes der Religiösen SozialistInnen Deutschlands e.V.
Thema: “... damit wir klug werden.”
mit Beiträgen von Nikolaus u. Anne Schneider: Klug ist, wer Gottes Nähe auf Erden erwartet und wahrnimmt, Willy Spieler: Leonhard Ragaz´ Beitrag zum jüdisch-christlichen Dialog, Karlheinz Lipp: Der ev. Kriegsdienstverweigerer Hermann Stöhr u. a.
Bestellmöglichkeit: sekretariat@brsd.de

Tipps und Angebote

 

Buchtipp:
Mouhanad Khorchide:
Gott glaubt an den Menschen – Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus
Verlag Herder 2014

 

Beratung und Entwicklung, nicht nur für Gemeinden:
Michael Steiner. Coaching - Training - Entwicklung
www.steiner-coach.de

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