Samstag, 23. September 2017

Katholikentag 2016 in Leipzig

 

IKvu-Programm

Donnerstag, 26. Mai 2016

 

14:00 – 15:30 Uhr
Kongresshalle am Zoo, Mahler-Saal (Pfaffendorfer Str. 31)


Unser Kreuz hat keine Haken!
Kirche und Rechtsextremismus zwischen Tolerieren und Ausgrenzen


Rechtsextreme Tendenzen machen auch vor Kirchentüren nicht halt: Gruppen der sogenannten Neuen Rechten und rechtspopulistische Gruppierungen werben inzwischen aktiv und erfolgreich um Unterstützung insbesondere im bürgerlichen Umfeld von christlichen Gemeinden. Ihr Erfolg stützt sich dabei auch auf Frömmigkeitsstile, die Menschenfeindlichkeit und rechtsextreme Einstellungen fördern statt sie auszuschließen – eine Herausforderung für Kirchenleitungen und die theologische Forschung gleichermaßen.

Referat: Dr. Sonja Angelika Strube, Osnabrück

Podium mit Prof. Dr. Hermann Häring, Tübingen, Dr. Daniela
Kalscheuer, Studienleiterin für Zeitgeschichte der Kath. Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt am Main, Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler, Bonn.
Moderation: Britta Baas, Publik-Forum
Musik: Bernd Hans Göhrig

Freitag, 27. Mai 2016

 
16:30 – 18:00 Uhr
Neues Rathaus, Festsaal (Martin-Luther-Ring 4-6)


Streit um Grenzen, Werte, Menschen
Wie steht es um den Schutz von Flüchtlingen in Europa?

 
mit Dr. Michael Griesbeck, Vizepräsident des BAMF, Nürnberg, Stefan Keßler, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Berlin, Marc Speer, Ökumen. BAG Asyl in der Kirche, Budapest und Bischof Norbert Trelle, Migrationskommission der DBK, Hildesheim.

Moderation: Elisa Rheinheimer-Chabbi, Publik-Forum

Samstag, 28. Mai 2016

 
14:00 – 15:30 Uhr
Kongresshalle am Zoo, Weißer Saal (Pfaffendorfer Str. 31)


Kirche im Konflikt:
Der Aktionskreis Halle zwischen Amtskirche und Stasi


Der Aktionskreis Halle gründete sich 1970 in Halle (Saale) mit der Forderung, die Beschlüsse der 2. Vatikanischen Konzils vor allem mit Blick auf kirchenpolitische Mitbestimmung umzusetzen. Mit Briefsendungen an 600 Adressaten und vier Jahresversammlungen wuchs der AKH in den Jahren danach zur wichtigsten katholischen Oppositionsgruppe in der DDR an – und ist bis heute aktiv.
Mit seinen gesellschafts- und kirchenpolitischen Forderungen wurde der Kreis allerdings ein Störfaktor – sowohl für die Staatssicherheit als auch für die katholischen Bischöfe.
Von 1984 an verstärkte die Stasi den Druck bis hin zu konkreten Repressalien. Hilfegesuche an offizielle Kirchenvertreter wie den damaligen Berliner Bischof und späteren Kölner Kardinal Joachim Meisner verhallten ungehört. Im Gegenteil: Anstatt den Kreis zu unterstützen, setzte sich die Haltung des Magdeburger Bischofs Johannes Braun durch, der AKH gehöre nicht zur Kirche. Im Konflikt zwischen Eigeninteresse und Loyalität den Verfolgten gegenüber entschieden sich die Bischöfe für einen „kooperativen Antagonismus“ (Holzbrecher) mit der Staatssicherheit.
Der Kirchenhistoriker Sebastian Holzbrecher hat die Verantwortung der Kirche für den staatlichen Terror gegen die Mitglieder des AKH differenziert aufgearbeitet. Joachim Garstecki, 1972 - 1985 im Sprecherkreis des AKH und späterer Generalsekretär von Pax Christi, und Monika Doberschütz, ergänzen seine Arbeit als ZeitzeugInnen.

Referat: Dr. Sebastian Holzbrecher, Erfurt

Zeitzeugengespräch mit Monika Doberschütz, Sprecherin des AK Halle, Leipzig, und Joachim Garstecki, ehem. Sprecher des AK Halle, Magdeburg.
Moderation: Dr. Uwe-Karsten Plisch, Berlin
Musik: Bernd Hans Göhrig

 

Zentrum Regenbogen: Menschen Allerlei – nicht nur in Leipzig!

Netzwerk katholischer Lesben und Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche und IKvu.
Gemeindezentrum der Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde, Kirchplatz 9, und in der Friedenskirche in Leipzig-Gohlis – Linie 12, Haltestelle „Fritz Seger-Straße“

 

Programmauswahl

Donnerstag, 26. Mai 2016

 
14:00 Uhr | Landesgymnasium für Sport, Marschnerstr. 30

Nachdenken über Sex, Gender und das Ebenbild Gottes
Mit Regina Ammicht-Quinn, Michael Brinkschröder, Andreas Lob-Hüdepohl u.a.

16:30 Uhr | Anton-Philipp-Reclam-Schule, Tarostr. 4
Bibelwerkstatt: Ein anderer Blick auf die Bibel
Perspektiven homosexueller Menschen) mit Dr. Michael Brinkschröder und Prof. Dr. Michael Theobald

20:00 – 22:00 Uhr | Friedenskirche, Leipzig-Gohlis
Papst Franziskus – ein erfolgreiches Projekt?
Erfolge und Versäumnisse der ersten drei Jahre

Vortrag & Diskussion mit Prof. Dr. Hermann Häring, Tübingen
Moderation: Bernd Hans Göhrig

Seit seinem ersten öffentlichen Auftritt beeindruckte Papst Franziskus die Öffentlichkeit durch seine Bescheidenheit und konkrete Sprache. Prompt wurden reformwillige Kreise von einer Welle der Hoffnung erfasst. Seinem Namen entsprechend will er eine „barmherzige“ Kirche. Seine Kraft liegt in einer starken und menschenfreundlichen Spiritualität, die sich auch von Widerständen nicht einschüchtern lässt. Offen ist jedoch, ob er dieses Ziel erreicht, denn bis jetzt rüttelte er noch nicht an traditionellen dogmatischen Positionen, die wie vormoderne und unmenschliche Betonblöcke den Weg in die Zukunft versperren.

Freitag, 27. Mai 2016

 
16:30 Uhr | Friedenskirche

Gender-Streit in Kirche und Gesellschaft
Worum geht es überhaupt?

Mit Doris Lucke, Soziologin / Hans Prömper, Katholische Erwachsenenbildung / Marietheres Wacker, Katholische Theologin / Jonas Weinzierl, Diplom-Theologe, Transmann

 
20:00 – 22:00 Uhr | Gemeindezentrum Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde Leipzig-Gohlis (Kirchplatz 9)
Endlich den Mut ...
Die Liebe von Stefan und Willi (1942)

Kurzfilm & Lesung mit Lutz van Dijk, Kapstadt

Im von Nazi-Deutschland besetzen Polen verliebt sich der 16jährige Stefan Kosinski in den wenig älteren deutschen Soldaten Willi Goetz. 1942 wird ihre Liebe verraten: Stefan wird mit 17 Jahren nach Paragraph 175 verurteilt und überlebt die NS-Zeit in verschiedenen Straflagern nur knapp. Was aus Willi geworden ist, bleibt bis heute unklar.
Mit 65 Jahren erzählt Stefan Kosinski seine Geschichte Lutz van Dijk – das Jugendbuch “Verdammt starke Liebe” erscheint  1991 und wird in viele Sprachen übersetzt. Stefan fliegt sogar zwei Mal auf Lesereise in die USA. Erst Jahre nach seinem Tod, erscheint nun auch ein Band mit Briefen von Stefan unter dem Titel “Endlich den Mut...” (Berlin 2005). Lutz van Dijk berichtet und zeigt u.a. auch einen kurzen Film von Stefans Reise in die USA 1995.

Samstag, 28. Mai 2016

 
11:00 Uhr | Anton Philipp Reclam-Gymnasium
Wer sich treu bleibt, wandelt sich –
Spirituelle Menschen lassen sich nicht verbiegen

Vortrag mit Pierre Stutz

14:00 Uhr | Zentrum  Regenbogen
Gerade stehen für mein Leben
Seminar mit Pierre Stutz

15:30 Uhr | Friedenskirche
„Ask and tell“ – wir brauchen und möchten Partnerschaftssegnungen in der katholischen Kirche
Mit Ulrike Bergmeir, KjGay, Birgit Mock, Zentralkomitee der
deutschen Katholiken, Traugott Roser, ev. Theologe; Chris­toph Simonsen, Homosexuellenseelsorge Bistum Aachen, Thomas Pöschl, Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche

19:30 Uhr | Friedenskirche
Gemeinsamer Gottesdienst mit Queerubim

21:00 Uhr | Zentrum  Regenbogen
Abschlußabend mit den Tollkirschen und Queerubim