Dorothee Sölle-Preis für Aufrechten Gang
In Erinnerung an die Theologin Dorothee Sölle stiftet die IKvu 2010 einen Dorothee Sölle-Preis für Aufrechten Gang.
Der Preis wird alle drei Jahre an Personen vergeben, die ihr christliches Engagement aus der politischen Verantwortung für unsere Gesellschaft herleiten und darin die Erinnerung an die Radikalität des Jesus von Nazareth wach halten:
Sie setzen sich ein für Befreiung und Toleranz und erheben Einspruch gegen die Ausgrenzung von Menschen in Kirchen und Gesellschaft. Sie demaskieren die Strukturen von Gewalt und erarbeiten kreativ Möglichkeiten widerständigen Verhaltens. Sie reflektieren die christliche Dimension ihres politischen Handelns und lassen daraus neue Ideen und neuen Mut für ihr Engagement wachsen - zivil und ungehorsam, energisch, ehrlich und fromm ...
Preisträgerin 2011
Pastorin FANNY DETHLOFF (51) ist seit 2002 Beauftragte für Menschenrechte, Migration und Flucht der Nordelbischen Ev.-Luth.Kirche. Seit 2004 ist sie Bundesvorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. und seit 2010 im Vorstand der Platform for International Cooperation on Undocumented Migrants (PICUM).
Unerschrocken und leidenschaftlich setzt sich Fanny Dethloff seit vielen Jahren für Flüchtlinge, für illegalisierte Menschen, für Menschen in der Abschiebehaft, für ein umfassendes Bleiberecht ein. Sie skandalisiert unentwegt die menschenrechtswidrigen Zustände an den EU-Aussengrenzen und organisiert Kontakte und Strukturen der Hilfe für Flüchtlinge im europäischen Kontext. Ihre Arbeit reflektiert sie immer wieder in Predigten und Texten.


