Dienstag, 14. August 2018

Arbeitsgemeinschaft von Priester- und Solidaritätsgruppen (AGP)

1965: Das Zweite Vatikanische Konzil geht zu Ende, das die Kirchen reformieren wollte. Die römische Zentralverwaltung versucht sehr bald, "Vorkonziliare Verhältnisse" wiederherzustellen. 

1968: Papst Paul VII. verkündet die Enzyklika "Humanae Vitae" und verurteilt den Einsatz empfängnisverhütender Mittel. In Westeuropa schließen sich Priester in Solidaritätsgruppen zusammen, um im Sinne des Konzils weitere Reformen durchzusetzen.

1978: Papst Johannes Paul II. wird gewählt, seitdem herrscht in innerkirchlichen Fragen der Rückwärtsgang.

In den deutschen Solidaritätsgruppen arbeiten seit 1971 Priester und Laien zusammen für eine "Reform von Kirche und Gesellschaft". Die Priestergruppen in den Nachbarländern lösen sich auf.
Zusammen mit anderen Reformgruppen gründet die "Arbeitsgemeinschaft von Priester- und Solidaritätsgruppen in der BRD" (AGP) nach dem ersten Katholikentag von unten 1980 die "Initiative Kirche von unten". In der IKvu sind die AGP-Gruppen ein wichtiges Bindeglied zu den kirchlichen Ortsgemeinden.
Das von der AGP unterstützte Kirchenvolksbegehren hat 1995 gezeigt, dass eine Reform der Kirche von breiten Kreisen des Kirchenvolkes erwartet wird.

In den folgenden Jahren stehen die verschiedenen Gruppen der AGP allen offen, die sich mit ihnen für eine Erneuerung der Kirche (und Gesellschaft) einsetzen wollen.
 
An Pfingsten 2015 beschließt die AGP schließlich, ihre Arbeit einzustellen: “So beenden wir als AGP die Arbeit, keineswegs resigniert, sondern mit „Hoffnung wider alle Hoffnung“ (Röm 4,18), ehrlich und dankbar. Wir schauen zurück auf eine bewegende Zeit und auf befreiende Entwicklungen, an denen wir mitwirken konnten.”

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Erklärung zur Auflösung 2015': » Download PDF