Sonntag, 20. Oktober 2019

HuK Pressemitteilung

Immer mehr Christen für die Homo-Ehe

Auch EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm fordert rechtliche Gleichstellung


Vor Beginn des Deutschen Evangelischen Kirchentags unterstützt der
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm,
gleiche Rechte für lesbische und schwule Paare. Im ZDF sagte der Bischof auf
die Frage nach der Homo-Ehe, die Gesellschaft brauche eine neue Kultur der
Verbindlichkeit, dass Menschen sich nicht fallen lassen, wenn sie nicht mehr
gefallen. Er erklärte, wenn Menschen lebenslang verbindlich zusammenleben, auch
rechtliche Formen dafür haben, sehe er das nicht als Schwächung der Ehe, sondern
als Stärkung.

Thorsten Maruschke von der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche
(HuK) begrüßt die Worte des EKD-Ratsvorsitzenden „Bedford-Strohm spricht aus,
was eine Mehrheit in Kirche und Gesellschaft möchte: das Ende jeder Form von
Diskriminierung“, so der HuK-Sprecher. Maruschke geht davon aus, dass die
Haltung der evangelischen Kirche Auswirkungen auf Diskussionen in der
römisch-katholischen Kirche sowie auf die Politik haben wird.

„Diskriminierung ist niemals christlich“, sagt auch Markus Gutfleisch,
Pressesprecher der HuK: Christliche Lesben, Schwule, Bisexuelle,
Trans*-Menschen, Intersexuelle und Queers  (LSBTTIQ) wünschen keine
Barmherzigkeit, sondern Respekt und gleiche Rechte. Das lässt sich bestens aus
zentralen Aussagen der Bibel lesen, auf die sich alle Kirchen berufen. Der
Evangelische Kirchentag in Stuttgart vom 03. bis 07. Juni 15 setzt mit dem
Zentrum Regenbogen ein Zeichen: er stärkt Angebote von und Zusammenarbeit mit
christlichen LSBTTIQ-Gruppen. Eine zentrale Veranstaltung steht unter dem Motto
„Wir wollen nicht Merduldet werden“.


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Kontakt:
Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche www.huk.org
Thorsten Maruschke, Evangelische Kirchenpolitik, Tel. 0170 467 8695
Markus Gutfleisch, Pressekontakt Tel. 0151 112 63 998, presse@huk.org
www.zentrum-regenbogen.de