Dienstag, 31. März 2020

Oscar Romero, das Votum der Armen und die Kirchenreform

Eine Sammlung zum 40. Todestag des Lebenszeugen aus El Salvador


Oscar Romero und die Kirche der Armen.
Zum 40. Todestag des Lebenszeugen aus El Salvador.
(Sonderband: edition pace; Redaktion: P. Bürger; Textstand: 13.03.2020)
IKvu-Internetfassung, März 2020: https://www.ikvu.de/

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Nach seiner Ermordung am 24. März 1980 wurde Oscar Romero durch die Armen Lateinamerikas und eine universale Kirche von unten unverzüglich als „Heiliger“ ausgerufen. Das Lebenszeugnis des salvadorianischen Bischofs erwies sich als Quelle von Ermutigung, Inspiration und Dankbarkeit auf dem ganzen Erdkreis. Gerade auch in den „reichen Ländern“ beriefen sich ab 1980 Initiativen und Netzwerke im Widerstand gegen die Religion des Neoliberalismus auf ihn. Dieses globale Geschehen einer „Heiligsprechung“ von unten ist einzigartig in der gesamten neueren Kirchengeschichte.

Im europäischen Wohlfühl-Christentum werden derzeit viele Kirchenreform-Debatten ohne Botschaft geführt. Das Vorbild Oscar Romeros kann uns weiterhelfen. Sein Weg zeigte schon vor 40 Jahren, wie eine synodale Kirche aussehen kann, die sich für Jesus von Nazareth entscheidet, und welche Lernprozesse in kurzer Zeit möglich sind, wenn die gesamte Kirche – einschließlich der Amtsträger – dem Kult der Macht widersagt. Das Evangelium der Armen und die Kirchenreform gehören zusammen.

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Mit Beiträgen von Norbert Arntz, Peter Bürger, Christliche Initiative Romero (CIR), Andreas Hugentobler, Willi Knecht, Martin Maier SJ, Paul Gerhard Schoenborn & Stefan Silber

Herausgegeben in Kooperation mit: Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu), Solidarische Kirche im Rheinland, Ökumenisches Institut für Friedenstheologie