Dienstag, 16. Oktober 2018

Streiten für den Menschen

unter diesem Motte möchten wir Ihnen das neue Buch über Martin Niemöller und den innerkirchlichen Streit um den „Tag von Potsdam“ und die Garnisonkirche vorstellen. 


Gewissen vor Staatsräson
Predigten, Reden und Schriften des kirchlichen Widerständlers und Friedensaktivisten Martin Niemöller.
Hrsg. Joachim Perels
 
Martin Niemöller nahm die Unrechtsverhältnisse der Welt nicht hin, eingedenk des Bibelworts: »Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen« (Lukas 1,52). Als Vorsitzender des Pfarrernotbunds und Pfarrer in Berlin-Dahlem verteidigte er Schrift und Bekenntnis gegen den NS-Staat, obwohl er 1933 die Einführung des »Führerstaates« zunächst begrüßt hatte. Seine Predigten prägten die kirchliche Opposition gegen Hitler. Aufgrund seines Widerstands wurde er acht Jahre in Konzentrationslagern inhaftiert. Nach dem Ende des »Dritten Reiches« stellte er wie kein anderer die Frage nach der Schuld, auch nach der eigenen. In der Nachkriegszeit engagierte er sich für eine Annäherung der Kirchen in Ost und West und setzte sich für die »Dritte Welt« ein. Im Verhältnis von Christentum und Krieg stellte Niemöller die kirchliche Legitimation des Waffendienstes in Frage.
 
Prof. Dr. Martin Stöhr wird die Gesammelten Schriften Martin Niemöllers vorstellen, die im Oktober erscheinen werden.
Prof. Dr. Martin Stöhr, Professor für Systematische Theologie an der Gesamthochschule Siegen, Präsident des "International Council of Christians und Jews", Akademiedeirektor in Arnoldshain, von 1995 bis i 2010 Vorsitzender der Martin-Niemöller-Stiftung
 
 
 
Kein Handschlag - Lernen aus Potsdam
Im Lutherjahr 2017 soll es einen neuen „Tag von Potsdam“ geben, in Anlehnung an den historischen Staatsakt in der Garnisonkirche 1933 mit dem Handschlag zwischen Hitler und Hindenburg. Damals sollte der „Tag von Potsdam“ die Verbindung von „alter Größe und der jungen Kraft“ des Nationalsozialismus sichtbar machen. Heute gehört die Frage des Wiederaufbaus der Garnisonkirche zu den großen Kontroversen, die derzeitig innerhalb der EKD ausgetragen werden. Sie berühren die Fragen von Schuld und Vergebung, Versagen und Lernen; von Symbolpolitik, Verschweigen und Nichtstun; sie berührt fundamental die Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Staat.
 
Gerd Bauz wird die Problematik umreißen und über die Planungen zum „Tag von Potsdam im Lutherjahr 2017“ berichten.
Gerd Bauz war bis März 2016 Leiter des evangelischen Instituts für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS).
 
Freitag, den 9. September 2016 um 18:00 Uhr
Evangelische Hoffnungsgemeinde Frankfurt, Gemeindehaus Hafenstraße 5

 
 
 
Kontakt: Claudia Sievers

Martin-Niemöller-Stiftung e.V.
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