Donnerstag, 17. Oktober 2019

Reformationsfest 2017

„Wie käme denn ich armer stinkender Madensack dazu,
dass man die Kinder Christi sollte mit meinem heillosen Namen nennen?
Nicht also, liebe Freunde, lasst uns tilgen
die parteiischen Namen und  C h r i s t e n  heißen,
des Lehre wir haben.“
Martin Luther (1522)


Liebe Mitglieder der „Ökumene 2017“,
liebe Freundinnen und Freunde der Ökumene,

wir haben unser Zieldatum, den Reformationstag 2017, erreicht – nicht aber unsere bei der Gründung formulierten Ziele und Wünsche. Leider!

Dennoch möchten wir mit Euch  allen das Reformationsfest 2017 feierlich begehen und laden Euch deshalb zu einem kleinen Jubiläumsfest am 5. November 2017 von 15.30 Uhr bis ca. 20 Uhr in die evangelische Kirchengemeinde Milspe (Kirchstraße 44, 58256 Ennepetal) ein.

Wir blicken zurück auf die Glaubenskraft und den Glaubensmut Martin Luthers, sowie  auf seine Reformanliegen. Wir nehmen dabei auch Luthers „Entsetzen“ wahr, als 1522 die ersten „lutherischen Gemeinden“ entstanden (s.o.). Wir schauen aber vor allem nach vorne auf den Weg einer
„Ökumene der dritten Art“ (E. Tiefensee) und wollen auch künftig – im Vertrauen auf einen uns begleitenden  Gott -  mitarbeiten an einer Welt mit mehr Gerechtigkeit und Frieden.

Nach sieben intensiven Jahren der Reformarbeit lassen wir, die Mitglieder der „Ökumene 2017“, allerdings  die Amtskirchen Amtskirchen sein. Besonders in der röm. Katholischen Kirche hat sich in diesen 7 Jahren kaum etwas bewegt. Allein Papst Franziskus hat ökumenische Zeichen gesetzt und  als Person  das Bild einer „Kirche für andere“ glaubwürdig verkörpert. Ihm sind wir für sein „neues Denken“, seinen Realitätssinn und seine menschliche Zugewandtheit dankbar. Doch strukturelle Änderungen hat es nicht gegeben. Weder ist das gemeinsame Abendmahl in Deutschland selbstverständlich geworden,  noch die Mitwirkung aller „Kirchenbürger*Innen und schon gar nicht die Gleichberechtigung der Frauen. Geschieden-Wiederverheiratete bleiben weiterhin von der Eucharistie ausgeschlossen.  Auch die Großfusionen der Gemeinden und der Verkauf vieler Kirchengebäude signalisieren, dass die röm. Kirche eine klerikale Männerkirche bleiben will (>Priestermangel).

Nun denn, wir werden über unsere weiteren Wege nachdenken müssen und tun das gegen Ende des Jahres 2017 in einer Briefanfrage an alle Mitglieder und Interessenten.
Wir müssen dann über die Zukunft von „Ökumene 2017“ auf unserer nächsten Mitgliederversammlung am 17. März 2018 entscheiden. Unser Beirat, Prof. G. Hasenhüttl, hat sein Kommen zugesagt.
Also bitte schon mal diesen Termin der Mitgliederversammlung am Samstag, 17. März 2018 vormerken.

Doch jetzt wollen wir erst einmal dieses besondere ökumenische Jahr feiern und das tun wir am Sonntag, 5. November 2017, also unmittelbar nach dem Reformationstag selbst. Wir laden alle ein zur Begegnung und zu einem festlichen Gottesdienst. Die Gospelsängerin Tine Hamburger wird wieder mit uns diesen Gottesdienst gestalten und Pfarrer Klaus Krämer wird die Predigt halten.
Thema des Gottesdienstes und unsere Festes:
„Von der Freiheit eines Christenmenschen im Jahre 2017“

Das genaue Programm:
15.30  Uhr: Theologischer Impuls: „Luther und andere „Heilige“ (Bruno Hessel)
15.45  Uhr: Kaffee und Kuchen
16.30  Uhr: Einsingen mit Tine Hamburger
17.00  Uhr: Eucharistische Mahlfeier: Von der Freiheit eines Christenmenschen (Pfr. Klaus Krämer)
18.15  Uhr: Sektempfang
18.30  Uhr: Abendessen als Buffet (dabei Lieder und Musik)

Wir freuen uns über euer Kommen (und bitten um eine kurze  Anmeldung (tel. oder per mail).

Mit herzlichen und reformatorischen Grüßen

Bruno Hessel                        Gudrun Weskamp