Sonntag, 20. Oktober 2019

Und wenn Gott scharz wäre - mein Glaube ist bunt!


Soirée am Donnerstag, 8. Februar 2018 um 19:30 Uhr
Haus am Dom / Frankfurt am Main
Eintritt: 5,- und erm. 4,- €

mit: Oliver Ndjimbi-Tshiende
Moderation: Fidele Mushidi


2016 war Oliver Ndjimbi-Tshiende nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt und zog sich aus seiner Gemeinde zurück. Er formuliert seinen Traum von einer Welt ohne Rassismus, eine kraftvolle Vision des Christentums, mit einer Kirche, die Liebe und Barmherzigkeit lebt

Rezension von Sebastian Dittrich

„Und wenn Gott schwarz wäre“

Dieses Buch hat eine sehr hässliche Vorgeschichte: Sie beginnt im Sommer des Jahres 2015. Der aus dem Kongo stammende, im bayerischen Zorneding tätige Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende setzt sich in einem offenen Brief für Geflüchtete ein und lobt die Politik von Angela Merkel. Hierfür erhält er nicht nur Hass-Zuschriften sondern wird auch von örtlichen CSU-FunktionärInnen rassistisch verunglimpft. Schließlich gibt er seine Pfarrstelle auf und verlässt die Gemeinde, aktuell ist er an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt tätig. Dieses erste Kapitel, offenbar verfasst von dem Mitautor Christoph Fasel, ist der interessanteste Teil dieses Buches. Man sollte diese Schilderung der provinziellen liberalitas bavariae im Hinterkopf behalten, könnte doch mit Joachim Herrmann (CSU) ein Mann Bundes-Innenminister werden, der Roberto Blanco vor laufender Kamera als „unser lieber Neger“ bezeichnet hat.

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